Fidschi
- Nananu-I-Ra - MacDonalds Nanau Beach Resort - Captain Cook
Cruises - Segel-Safari - Anchorage Beach Resort
Mail: November 2008
Fidschi – verschiedene Seiten der Inseln
Jetzt wird Jahresende und – wieder ist es grau und regnerisch
in Deutschland. Und wir stöbern in unseren Bildern vom letzten
Jahr…
Vor einem Jahr Anfang November haben wir Jürgen Schweinberger
kontaktiert mit der Bitte, in genau 4 Wochen über Weihnachten
einen Flug und eine abwechslungsreiche Reise nach Fiji zu organisieren.
Er sollte und Ruhe, Abenteuer, gepflegtes Essen und einheimischen
Kontakt ermöglichen. Echt Touri, halt von allem etwas!
Jürgen hat es geschafft! Trotz sonnensüchtiger Winterreisende,
trotz erster Vor-Weihnachtler und schulferienloser Reisender
konnte er kurzfristig sowohl Flug wie auch Übernachtungen
organisieren.
Jürgen hat uns persönlich am Flughafen abgeholt und
an unseren Fahrer übergeben. Ein kurzer Einblick in die
spannende Vergangenheit Jürgens und seiner Erfahrungen in
Fiji hat uns in die Landeskultur eingeführt. Dadurch konnten
wir uns vorstellen, wer hinter BWT steht und ob wir auf unser
Hab und Gut achten müssen auf der Fahrt ins Blaue. Zuerst haben wir die wichtigste Errungenschaft des Urlaubes
besorgt: Schnorchel. Leute, die Wasserwelt ist traumhaft schön,
bringt Euren Schnorchel (oder zumindest das Mundstück) mit!!!
Wir begannen unseren Urlaub mit der Reise in den Norden nach
Nananu-I-Ra, einer wunderschönen Insel im Nord-Westen der
Hauptinsel Viti Levu. Mit dem Auto ging es bis zur Ellington
Wharf, mit dem Schiff rüber zur Insel, wo unsere ersten
8 Tage unseres Urlaubs eingeleitet haben.
Zuhause sind wir es gewöhnt, immer präsent zu sein,
schnell zu denken, alles wahrzunehmen, Tage im Voraus zu planen.
Auf Nananu-I-Ra haben wir gelernt, nichts zu denken, sondern
zu sein. Die Papayas und Mangos und Zitronen fallen vom Himmel,
das Meer im Dezember ist warm ohne brühwarm zu sein, Regen
streichelt der Haut und die Mücken halten sich in Grenzen.
Immer wieder haben wir uns bekochen lassen in einer der Lodges,
mal aufwändig, mal einfach. Wunderbar! Fiji heißt
faul sein, das Leben genießen, hinnehmen, was die Natur
so bringt. Und in Fiji ist sie ein Paradies! Ein Ausflug auf
das Festland, an die Bar im Hotel gegenüber oder an das
Grab des letzten vermeintlichen Kannibalen der Hauptinsel durchbrach
mögliche Eintönigkeit. Überhaupt erhält auf Nananu-I-Ra „immer dasselbe“ einen
neuen Klang: Wer möchte nicht jeden Morgen als erstes ein
Bad im Meer nehmen, kühles Wasser spüren und schon
bald nach dem Verlassen vom warmen Wind getrocknet sein? Warum
sich aufregen, wenn es jeden Tag frische Früchte und Sonnenschein
gibt? Wozu weite Wege fahren, wenn man mit dem Boot einmal rechts
rum und einmal links rum auf der Insel, bei Flut oder bei Ebbe
jeweils andere Wege am Ufer entlang paddeln kann? Warum weit
reisen, wenn mit dem Wetter und der Temperatur auch die Farbe
der Korallen und Kliffs in Inselnähe sich ändern und
immer wieder anders aussehen? Von Nananu-I-Ra aus können
Tauchgänge gestartet werden, was einige unserer Mitreisenden
taten.
Wir haben uns gepflegt gelangweilt bei Lektüre, wandern
und paddeln. Vor unserer Weiterreise „Segeln
auf dem Meer, tauchen in Korallenriffs und übernachten in
kleinen Hütten“ trafen wir nochmals Jürgen, der
unsere weitere Tour „feingetunt“ hat. Wir planten
auch mal ins Hinterland zu reisen und dazu musste im Voraus ein
Auto gebucht werden. Dies deshalb, weil im Dezember besonders
viel Touristen kommen und die Mietautos anzahlmäßig
begrenzt sind. Für diesen Tipp danken wir Jürgen! Es
hat schon was, wenn man spontan sein kann – und darauf
hingewiesen wird, wann besser nicht.
Die Segeltour in den Westen der Hauptinsel Viti Levu war – leider
vor allem windstill. Dafür genossen wir die verschiedenen
Tauch- bzw. Schnorchelgänge auf See sehr. Blaue Lagunen,
weißer Sand, strahlender Himmel, Palmen im Hinter- und
Vordergrund – Bacardi-Feeling pur, überall. Korallen
in jeglicher erdenklicher Form, bunte Fische, große und
kleine „Erscheinungen“, in Inselnähe oder mit
dem Schiff zu erreichen, wunderschön! Wir hatten drei Nächte
im ursprünglichen Schilf-Haus mit Strohdach auf einer Insel
gebucht. Jeden Tag sollte es von hier aus zum Schnorcheln und
Segeln weitergehen. Einer der Abende war Weihnachten. Was wir auf der Hauptinsel
nicht bekamen, weil das für Familienfeiern reserviert ist,
bekamen wir jetzt auf der Insel: Essen aus dem Lovo. Eingewickelt
in Palmenblätter und anderes Grün wurden Truthahn,
Lamm, Ferkel und verschiedenes Gemüse im Erdloch mit Holzkohle
und Holzscheiten gegart. Das Weihnachtsbüffet ließ keinen
Wunsch offen, und diesmal gab es auch „Cocktails“.
Nach vier Tagen auf See, Segelschiff und Insel ging es für
uns wieder zurück auf die Hauptinsel, an die Westküste. Leider hatten wir mit dem Hotel auf dem Festland nicht so viel
Glück – wir durften diesmal erleben, was „Fiji“ im
Sprachgebrauch der Asiaten bedeutet: faul.
Unser Hotel war relativ neu, und schon an den neu gegossenen
Treppen war zu sehen, dass nicht sauber gearbeitet wurde (schiefer
Betonguss und Platten schräg – echte Unfallgelegenheiten
bei Regen, fertig zum Ausrutschen auf den glatten Keramikplatten)
oder dass der Zimmerservice nicht wirklich putzt. Auch sammeln
sich sehr schnell Insekten aller Art in Stoffen (Vorhängen
und Matratzen), bei uns regelrechte Ameisenstämme im Bett.
Nein, hier helfen keine Chemiekeulen – kochendes Wasser
alle 2-4 Stunden regelmäßig vergossen sind bessere
Helfer. Und keine Sorge: nach 2Tagen kommen die lieben Tiere
wieder, es wird niemals die ganze Schar ausgerottet… Hier
empfehle ich allen geruchsempfindlichen Deutschen, eigene Räucherstäbchen
oder Duftöle mitzuführen – neben dem Geruch desinfizieren
sie meist auch für eine begrenze Zeit.
Jürgen hat das sehr Leid getan, er kam extra vorbei. Aber
auch er steckt nicht drin, wie ein Hotel geführt wird! Uns
hat jedenfalls sehr „beruhigt“, dass wir jederzeit
mit ihm Kontakt aufnehmen konnten und Ziele in der Region (authentisches
Restaurant, Sehenswürdigkeit wie den Orchideenpark, Tour
in das Hinterland) abstimmen durften. Überhaupt glaube ich,
dass wir keine leichten Gäste waren: von allem etwas, und
bitte schön sauber und deutsch, und dabei noch ursprünglich!
Der Abschluss der Tour war dann auch wunderschön:
unser nächtlicher Zwischenstopp in Seoul brachte und (auf
Airline-Kosten) ins 5-Sterne Hyatt, in dem wir asiatische Kultur
(z.B. im Hinblick auf die Speisekarte) wie auch die westliche
(in Bad, Dampfbad und Sauna) erleben durften. Damit war für
uns der Urlaub rund!
Wir sind sicher, dass dieser Urlaub auf Fiji einer der schönsten
unseres Lebens war. Und das besonders auch durch Jürgens
Einsatz! Herzlichen dank nochmals für Deine Betreuung, Deinen
Humor, Deine Ideen und die ganze Organisation. Wir haben uns
sehr gut aufgehoben gefühlt, vom Empfang nach der Ankunft
bis hin zur Verabschiedung beim Abflug, wir waren rundum versorgt
und danken Dir herzlich dafür.
Wir können jedem empfehlen, sich von Jürgen Schweinberger
eine individuelle Reise zusammenstellen zu lassen, egal ob sie
Faulenzen, Segeln, Tauchen oder sonst was beinhalten soll.
Wir werden es wieder tun!
Anja Walter
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