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Fidschi Inseln: Weltreise - Fidschi - Hochzeit im MacDonalds Nananu Beach Cottages
 
Auf Weltreise unterwegs reifte der Entschluss in Fidschi zu heiraten und wir durften helfen.

Hier die Links zu Grit & Sten's Reiseseite:

Fidschi - Juli 06


Hochzeit: 21.06.2006 - Der große Tag

Das ist Liebe
 

 

Mail: 24.06.06


Ihr Lieben,
bitte nehmt uns nicht uebel, dass wir Euch allen mit einer E-mail danken, aber wir sind gerade ziemlich ueberwaeltigt von den vielen Glueckwuenschen! Da steht man im strahlenden Sonnenschein auf der Jetty, sagt JA und kann sich die Traenen gerade noch verdruecken und dann sitzt man hier im Internetcafe zwischen lauter computerspielenden Kids mit diversen Soundeffekten im Hintergrund, liest die Post und Gaestebucheintraege von Euch und faengt an zu heulen - SUPER :)

Vielen, vielen Dank!
Lolomas
Sten & Grit

Fiji:
Ein schlauer Mann hat einmal gesagt: "Wir haben kreuz und quer nach dem fijianischen Wort für *Hasta manana* (bis morgen) gesucht, aber haben herausfinden müssen, dass es hier in Fiji keinen Begriff für etwas so dringendes gibt." Das trifft genau ins Schwarze. Das ist Fiji! Wir haben auf unserer Reise schon viele Traumstrände gesehen, viele kunterbunte Tauchgründe, viele atemberaubende Landschaften. Aber so entspannte, so offene und so herzliche Menschen sind uns noch nirgends begegnet. Schon als wir in Nadi ankommen, haben wir das Gefühl, direkt in die Gemeinschaft aufgenommen worden zu sein. Aus jeder Ecke wird uns ein freundliches "Bula" (Hallo) entgegengerufen. Es ist der Abend des Queens Birthday - ein Feiertag in Fiji und ein guter Grund für die Locals das ein oder andere Schälchen Kava zu leeren. Kava ist hier Nationalgetränk mit alkoholähnlicher Wirkung und einer großen zeremoniellen Bedeutung. Das müssen wir auch mal probieren. Einen Grund Kava zu trinken finden die Fijianer angeblich überall und ständig.


Uns verschlägt es zuerst an die Coral Coast im Süden von Vitti Levu, der größten Insel Fijis. Mit einem für hier typischen Open-Air-Bus tuckern wir entlang der Queens Road bis nach Korotogo. Ein langes Korallenriff schützt hier die knallgrüne Küste. Wir sind die einzigen Weißen im Bus. Mit uns reisen die ausnahmslos großgewachsenen Fijianer mit ihren beeindruckenden Afro-Haarprachten und ein paar Inder, deren Vorfahren vor mehr als 100 Jahren als Arbeitskräfte für den Zuckerrohranbau nach Fiji gebracht wurden. Die Korallenküste empfängt uns mit ströhmendem Regen. So hatten wir uns die Südsee nicht vorgestellt.


Als wir genug von Wasserwaten haben, flüchten wir nach Nananu-i-ra. Auch die kleine Insel im Norden Vitti Levus liefert anfangs täglich eine tropische Regendusche. Aber von Tag zu Tag wird das Wetter besser. Der Wind bläst, die Sonne strahlt. Das ist Südsee-Feeling. Wir sind so oft wie möglich auf dem Wasser und kiten durch die leuchtendblaue Bucht. Wenn gerade kein Wind ist, trinken wir mit den anderen Kitesurfern Windbier (Fiji Bitter), feiern Polterabend oder heiraten (http://www.sonnemeerundschnee.de/cms/index.php?id=64,0,0,1,0,0). Nananu-i-ra ist trotz der Nähe zur Hauptinsel ziemlich abgeschieden und einsam. Die Telefonverbindung funktioniert nur, wenn der Generator für den Funkmasten gerade Diesel hat, was nicht häufig vorkommt. Der Strom auf der Insel wird um 22 Uhr abgestellt. Südsee eben.








Unser nächstes Ziel erreichen wir mit einer nichtendenwollenden Bus- und Fährpassage. Der Straßenbelag ist mindestens so rauh wie die See. Durchgeschüttelt und müde landen wir auf Ovalau in Levuka, der ehemaligen Hautstadt Fijis. An diese Zeiten erinnert nichts mehr. Levuka wirkt eher wie ein altes Dorf im Wilden Westen. Gemütlich. Spätestens nach unserem Besuch des sonntäglichen Gottesdienstes - hier eher ein großes Familienfest - kennt uns jeder und grüßt uns mit "Bula Germans". Sogar die Ergebnisse der Fußball-WM werden uns allmorgendlich auf der Straße mitgeteilt.







Schon das macht Levuka besonders. Aber das ist lange noch nicht alles, was die Gegend zu bieten hat. Ebi aus dem Clan der Chief-Advisers (dem höchsten Clan in der alten Fijianischen Gesellschaftsordnung) füttert uns mit spannenden Geschichten über sein Volk, zeigt uns sein Dorf Lovoni und weiht uns in die Urwaldpflanzenheilkunde ein. Hier wächst ein Kräuterchen gegen jedes Wehwehchen. Beim Tauchen sehen wir trotz rauher See jede Menge bunte Tropenfische und ziemlich große - beeindruckende - Riffhaie.







Und als wir schon dachten, es ginge nicht besser, bringt uns der Zufall nach Leluvia. Die Insel liegt zwischen Vitti Levu und Ovalau und ist winzig. In 15 Minuten sind wir einmal rundherum gelaufen. Der weiße Sandstrand gehört uns ganz alleine - wir sind die einzigen Gäste. Wenn gerade kein Wind ist, schnorcheln wir durch bunte Korallen und beobachten Seeschlangen bei ihrem Sonnenbad. Meist ist aber Wind - viel Wind. Und Sonnenschein. Unsere kleinsten Kites tanzen am Himmel und wir hüpfen übers Wasser. Das Dauergrinsen, das wir schon seit unserem ersten Tag in Fiji haben, wird immer breiter. Wir wollen gar nicht mehr weg. Und das, obwohl wir nichtmal Kava probieren konnten - ein guter Grund wiederzukommen!


Der grosse Tag:


Mit einem windlosen Tag am Strand in Malaysia fing alles an - dort haben wir's entschieden. Dann waren da ein talentierter Goldschmied in Laos, unzaehlige Klamottenlaeden in Thailand, ein schneller Schneider auf den Philippinen, leckerer Wein in Australien und ein unglaublich maechtiger Talatala (Pastor) auf Nananu-i-ra/Fiji. Und schon war es passiert - Sten ist mein Exfreund! Vorbei ist's mit dem Junggesellendasein. Wir sind unter der Haube - Mann und Frau. Und: 1. hat es gar nicht wehgetan, 2. haette der Tag nicht besser sein koennen.


Als wir am Morgen des 21.06. aufwachen, strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Der Wind blaest so stark, dass er die liebevoll arrangierte Deko aus Palmenblaettern und Hibiskusblueten zerzaust, Sten und mir aber noch zwei Stunden Kitesession beschert bevor es ernst wird. Ab 12 Uhr laeuft der Countdown. Wir trinken noch einen letzten Kaffee, werfen uns in Schale und dann geht es los. Geheiratet wird auf dem Holzsteg, der aufs Meer hinausfuehrt (Jetty). Dort warten schon der Talatala, ein paar Kitesurf- und Surfkollegen und unsere Trauzeugin Tima auf uns. Mit seiner kraeftigen Stimme fuehrt uns der Pastor durch die beruehrende Zeremonie. Wir geniessen den Blick ueber das blaue Wasser, sehen die ein oder andere Traene ueber Timas braune Wangen rollen und haben schon Kraempfe in der Gesichtsmuskulatur vor lauter Glueck. Sten steht vor mir in seiner Piratenkluft, barfuss versteht sich, ein Mangroven-Salusalu um den Hals und sieht einfach grossartig aus! Wir halten uns fest an den Haenden waehrend wir uns die ewige Treue schwoeren. Ganz ehrlich, ich haette nie gedacht, dass Heiraten so schoen sein kann.


Eine halbe Stunde spaeter ist es dann amtlich. Die Ringe sind getauscht, die Hochzeitsurkunde ist unterschrieben und der frischgebackene Kuchen aufgegessen. Die frischgebackenen Eheleute spazieren ueber die winzige Insel und versuchen herauszufinden, ob jetzt irgendwas anders ist. Aus allen Ecken toent es 'Bula' und 'Congratulations'. Wir haben den Eindruck, dass sich wirklich jeder mit uns freut. Alle versuchen uns irgendwie zu verwoehnen - mit kleinen Geschenken, herzlichen Wuenschen und vor allem mit unglaublich viel leckerem Essen. Die Maedels vom MacDonald Beach Cottage (Aehnlichkeiten mit existierenden Fastfoodketten sind keine vorhanden) zaubern ein beeindruckendes Candlelight Dinner - vier Gaenge aus Fisch, Languste und Kaesekuchen - nacheinander. Dick- und vollgefressen beschliessen wir den Tag mit einem Bier und einer Zigarre auf der Jetty. Unsere nackten Fuesse baumeln ueber dem Wasser. Ueber uns strahlen 'millionentausend' Sterne. Hier gibt es kein elektrischen Licht, das die Sicht auf den Nachthimel stoeren koennte. Und als wir da so sitzen, stellen wir fest, dass Heiraten richtig Spass macht. Es ist zwar eigentlich nichts anders als vorher, aber irgendwie dann doch. Und weil wir das mit Euch teilen wollen, gibt es ein grosses Fest wenn wir wieder zu Hause sind! Putzt schonmal die Tanzschuhe!



Vielen Dank an Maren und Juergen von www.suedsee.com, die uns bei Orga und Papierkram geholfen haben und dem Team vom MacDonald Beach Cottage fuer die wunderschoene Zeit auf Nananu-i-ra!

















































VINAKA VAKA LEVU Grit & Sten,

wir haben - Euer Einverständnis vorausgesetzt - Eure Original-Links und auch die Berichte in unsere Seite kopiert, damit möglichst viele Besucher unserer Seite daran teilhaben können. Mehr bleibt dazu nicht zu sagen. Einfach ein Traum von Hochzeit ...

Einen Dank auch noch an Euch ... hättet Ihr nicht eine ganz einfache Hochzeit haben wollen, wäre ich nie auf die Idee gekommen das MacDonalds zu fragen ob Sie für uns so etwas machen würden. Mittlerweile hatten wir dort schon die zweite Hochzeit und zwei weitere sind schon gebucht.

Nochmals ganz lieben Dank an Euch

Maren & Jürgen

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