Unser drittes Resort war der Club Coral Coast in Pacific Harbour
im Süden der Hauptinsel.
Lokation:
Wenn man in Fiji schon vorher andere Plätze besucht hat, merkt man in Pacific
Harbour deutlich den Einfluß des Tourismus. Die Preise sind um ca. 20-30%
teurer und auch die Einheimischen sind meiner Meinung nach anders was Freundlichkeit
und Aufgeschlossenheit betrifft. Es geht hier eben mehr kommerzieller zu. Pacific
Harbour besteht hauptsächlich aus Häusern bzw. Villen von Aussies,
Kiwies und Briten (Fiji war bis 1974 Teil des British Commonwealth)
Unterkunft/Verpflegung:
Der Club Coral Coast wird von einem älteren japanischem Ehepaar
geführt und hat seine beste Zeit schon hinter sich. Auf Instandhaltung
bzw. Renovierung wird offensichtlich wenig Wert gelegt. Es wird
zumeist nur improvisiert. Auch mit erheblicher Toleranz sieht man
die Mängel doch deutlich. Das Kochgeschirr ist in einem sehr
unappetitlichem Zustand und unvollständig (was bei Nachfrage
das Zimmermädchen dann vom nächsten Zimmer besorgt).
Die Beleuchtungseinrichtungen sind defekt oder unvollständig,
offensichtlich werden die Lampen im danebenliegendem Zimmer benötigt.
Ein Beispiel: Das Frühstück wird von der Besitzerin auf
der Terrasse serviert. Dabei stellte sie am ersten Morgen fest,
dass unser Toaster defekt ist. Also ging sie in das nächste,
leere Zimmer und nahm diesen Toaster. Leider war aber auch dieser
defekt. Im zweiten leeren Zimmer wurde sie dann fündig. Die
anderen beiden defekten Toaster verblieben dann aber in den anderen
Zimmern….
Lt. Küchenliste sollten wir eigentlich einen Kochtopf haben,
der aber nicht vorhanden war. Da wir uns gekochte Eier zubereiten
wollten, fragten wir das Zimmermädchen nach dem fehlenden
Kochtopf. Diese wurde kurzerhand ebenso aus dem leeren Nachbarzimmer
besorgt und hatte einen erbärmlichen Zustand. Zum Eierkochen
vielleicht noch ausreichend, aber Nudeln o.ä. hätte man
in diesem ganz sicherlich nicht zubereitet. Also fragten wir nochmals,
ob wir nicht vielleicht einen Kochtopf in einem etwas appetitlicheren
Zustand bekommen könnten. Daraufhin wurde einer aus dem nächsten
Zimmer geholt, der aber selbigen Zustand hatte.
Da wir keine Selbstversorger waren, war dies alles aber kein allzu
großes Problem für uns, für eventuelle potentielle,
selbstversorgende Gäste soll dies aber dennoch erwähnt
werden.
Die Unterkunft selbst war sauber und hat vor der Terrasse eine
sehr schöne Gartenanlage und einen Fluß vorgelagert.
Zudem war es immer sehr ruhig.
Die Tauchbasis ist zu Fuß in zehn Minuten erreichbar.
Tauchen:
Getaucht haben wir mit Aqua Trek Bequa. In der Nähe
der Insel Bequa befinden sich sehr schöne Tauchplätze
mit Weichkorallen und viel Makro. Zudem wird normalerweise
einmal wöchentlich eine Haifütterung angeboten,
bei der man Ammenhaie, Bullenhaie und mit etwas Glück
auch Tigerhaie aus der Nähe zu sehen bekommt. Dieses
Haitauchen besteht aus zwei TGs. Man kann über solche
Aktionen geteilter Meinung sein, dies sollte jeder Taucher
selbst entscheiden. Leider hat Aqua Trek Bequa nur ein
Tauchboot und fixiert sich zu sehr auf die Haitauchgänge.
Falls ein erhöhtes Interesse besteht an Haitauchgängen
(2-3 Anfragen sind zumeist ausreichend), so wird kurzfristig
ein zweiter oder dritter in der Woche durchgeführt.
Man hat somit nur die Wahl auch an dem Haitauchgang mitzumachen
oder an diesem Tag auf das Tauchen zu verzichten. Bei diesen
Tauchgängen macht ein Diveguide einen Videofilm, den
man anschließend für ca. 17 Euro auf DVD erwerben
kann.
Angesichts der vielen, schönen Tauchplätze in
der Bequa Lagune ist es schade, dass man sich zu sehr auf
die Haitauchgänge konzentriert.
Die Anzahl der Taucher täglich ist sehr stark schwankend.
Mal waren wir nur vier Taucher, dann kam plötzlich
eine Gruppe aus 12 Taiwanesen für vier Tage. Aber
am Tage unserer Abreise wären wir beispielsweise die
einzigen beiden Taucher gewesen.
Die Rückreise beinhaltet eine Übernachtung in Seoul/Korea,
was wir für sehr angenehm empfanden, da man dann mit der Zeitverschiebung
eher wieder klarkommt.
Im Nachhinein gesehen würden wir die Reise
sofort wieder machen, auch wenn die An- und Abreise sehr zeitaufwendig
ist. Allerdings
würden wir dann in Ovalau etwas länger bleiben und als
drittes Resort wahrscheinlich ein anderes nehmen bzw. an einem
anderen Ort oder eine andere Insel.
Was sollen wir zu solch einem Bericht noch anmerken? Was den Club
Coral Coast betrifft, so haben wir da schon Bescheid gesagt ...
es ist leider so, dass man auf solche Dinge nicht so einen Wert
legt wie wird es tun. Es ist halt nicht so wichtig. So nicht für
uns und deshalb sind wir froh das Annette und Uli uns darauf hingewiesen
haben. Wir schauen zwar immer wieder einmal die Unterkünfte an,
aber manche Dinge bemerkt man eben erst, wenn man länger dort verweilt
und das ist uns nicht möglich.
Wir möchten uns an dieser Stelle aber nochmals für diesen wirklich
ausführlichen Bericht und die vielen Bilder bedanken.