Zweiter Aufenthaltsort war die Insel Ovalau. Von der Hauptinsel aus
ist diese durch einen 12minütigen Flug zu erreichen. Gewohnt
haben wir im Ovalau Holiday Resort und getaucht haben wir mit Andrea
und Noby vom Ovalau Watersports.
Insel:
Die Insel kann man per Auto in ca. drei Stunden umfahren, etwas vorgelagert
ist die Privatinsel Wakaya, die sog. Insel der Reichen. Das Betreten
dieser ist untersagt, aber Prominente wie Bill Gates, Tom Cruise,
Sharon Stone etc. sind dort regelmäßige Gäste. Zudem
kann man vom Boot aus das Haus von Nicole Kidmann ansehen. Auf Ovalau
befindet sich die ehem. Hauptstadt Levuka, das Zentrum erinnert an
eine Kleinstadt aus einem Westernfilm. Die Insel weist nur wenig
Tourismus auf, die Leute sind sehr, sehr freundlich und überall
wird man mit „Bula“ begrüßt.
Unterkunft & Verpflegung:
Von den acht Nächten im Ovalau Holiday Resort waren
wir sechs Nächte lang die einzigen Gäste. Dennoch
stand uns jeden Abend das volle Programm zum Essen zur
Verfügung. Wir konnten jedes Mal aus zwölf (!!)
verschiedenen Hauptgerichten auswählen (Lobster, Krebs,
Shrimps, Schwein, Rind, Lamm und Huhn). Die Frau des Besitzers,
Lalita, ist ein Traum von einer Köchin. Nirgendwo
sonst hat es uns so super geschmeckt, jedes Gericht war
einfach super. Leider waren die Portionen zumeist zu groß,
als dass man alles hätte schaffen können. An
den zwei Abenden, als noch vier weitere Gäste im Resort
waren, wurde die Speisekarte sogar auf 20 verschiedene
Gerichte erweitert.
Die Bures (Bungalows) sind alle identisch und weisen einen Wohnraum
mit Doppelcouch, zwei Einzelsitzer und einen Tisch auf. Zudem gibt
es eine Küche mit Esstisch sowie zwei Schlafzimmer. Eines mit
Doppelbett und offenem Schrank sowie ein weiteres mit Doppel- und
Einzelbett sowie offenem Schrank. Für zwei Personen ist somit
mehr als nur genügend Platz vorhanden, eher war es Raum im Überfluß.
In die ca. 3,5km entfernte Tauchbasis wird man per Shuttleservice
vom Besitzer kostenlos hin- und hergefahren.
Kleine Anmerkung von uns:
Dieser Service ist im Grunde genommen nicht kostenlos, aber so
wie wir es bisher mitbekommen haben, entscheidet sich das immer
danach wie sympathisch die Gäste sind. Bitte setzen Sie das
also nicht voraus, sonst werden Sie nachher enttäuscht sein,
wenn es dann bei Ihnen vielleicht nicht so ist. Es ist
ja nun
auch einmal
so, dass in Fidschi die Benzinpreise gerade sehr stark ansteigen
und da kann man einen solchen Service nicht immer einfach so voraussetzen.
Tauchen:
Mit Noby haben wir insgesamt sechs und mit Andrea vier Tauchgänge
gemacht. Unserer Meinung nach ist der Top-Tauchplatz die Wakaya-Passage.
Mit etwas Glück kann man dort jede Menge Großfisch sehen.
Wir hatten Mantas, Hammerhaie etc. Hierbei erwies sich Andrea als richtiger
Glücksfall, die schaut beim Tauchen ständig überall
rum und falls es etwas zu sehen gibt, findet sie es ganz sicher. Zudem
gibt es noch für erfahrene Taucher die Möglichkeit des Tauchplatzes
Pipeline. Aus der nahe gelegenen Fischfabrik werden durch eine Pipeline
in ca. 56m Tiefe Fischreste entsorgt. Entsprechend Strömung und
Sichtverhältnisse vorausgesetzt sollte man dort jede Menge Großfische
antreffen können wie Adlerrochen, Bullenhaie etc. Wir betauchten
diesen Platz an unserem letzten Tag, einem Sonntag. Leider war die
Fischfabrik geschlossen und es wurde daher nichts entsorgt, aber wir
wollten es dennoch versuchen. Die Sichtverhältnisse waren super,
aber leider keine Strömung vorhanden. Dies war vielleicht der
Grund, warum lediglich eine große Schule Fledermausfische sowie
ein mächtiger Grouper anwesend waren. Als wir das erkannten, haben
wir schon beim Abstieg den Tauchgang abgebrochen, da es sonst nur Luftverschwendung
gewesen wäre, tiefer zu gehen. Dafür wurden wir aber dann
dennoch am Riff mit schlafendem Ammenhai etc. entschädigt. Die
unmittelbar am Riff vor Levuka befindlichen Tauchplätze weisen
zumeist eine große Anzahl von Hartkorallen auf. Beim der Rückfahrt
zur Tauchbasis wurden wir einmal von einer Delphinschule mit ca. 30
Stück am Boot begleitet.
Im Gegensatz zu einem meiner Vorredner (oder –schreiber) betrugen
die Tauchzeiten mit Noby zwischen 60 und 68 Minuten, wobei Noby von
Anfang bis Ende mit dabei war ohne über Kälte zu klagen.
Offensichtlich ist er mittlerweile abgehärtet. Die Tauchzeiten
mit Andrea betrugen, abgesehen vom Tauchgang an der Pipeline, 70-80
Minuten und waren alle super.