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Endlich Fidschi !
 
Endlich Fidschi!
Spirit of the Pacific
 

" Genießt es, so schnell habt Ihr das nicht wieder..." meinte Maren im Vorfeld der Reise in der ausführlichen Reisebeschreibung. Und sie hatte Recht, vollkommen Recht!

Es ging so schnell los: düsteres, dezemberschmuddeliges Mannheim, IC nach Frankfurt, Einchecken im Terminal 2, dann endlich eine langersehnte Pause im schnuckeligen unterirdischen Biergarten unter der Ankunft 1C, Duty Free und endlich sitzen wir in einem proppevollen Flieger der Korean Air 906 nach Incheon. Das Witzigste ist, dass trotz langer Mailerei und häufiger Telefonate und dementsprechend einer andauernden Beschäftigung mit dem Thema Urlaub auf Fiji, erst jetzt der Moment der Wahrheit kam, in diesem Flieger, wo es "keinen Weg zurück" mehr gab, denn schon waren wir über den grellen Vororten der mittelhessischen Bankmetropole.
Ich unterlasse an dieser Stelle die Beschreibung der Empfindungen während eines 11-stündigen Fluges und nach der Landung, es sei an dieser Stelle nur betont, dass Korean Air eine sich selbst und ihre Gäste respektierende und nette Airline ist, die zu unserer vollsten Zufriedenheit agierte.

Korean Air Flieger - Seoul /Incheon

 

Seoul-Incheon präsentierte sich als ein riesiger, moderner (vielleicht für unsere Verhältnisse zu moderner), jedoch sehr menschenleerer Flughafen mit zahlreichen Duty Free Shops, den Rolltreppen, die mit einem ein Gespräch anfingen, sobald Derjenige auf die Oberfläche trat, mit einer Vielzahl sanitärer Einrichtungen bester Qualität und Sauberkeit... Nur ist das Biertrinken eine eher hektische als gemütliche Angelegenheit, denn es gibt keine WC's in den Bars & Restaurants und das Rauchen ist nur in den von allen Seiten abgeschirmten Ghettos zugelassen. An dieser Stelle - ein kurzer Tipp für unsere "Nachfolger": solltet Euch der 7-stündige Aufenthalt in der Transitarea zu belastend erscheinen, empfehlen wir das Transithotel im 1. Stock (Rolltreppe nach oben) im linken Flügel des Transitbereiches: für 52,00 EUR (Stand: 06.01.2003) könnt Ihr für bis zu 6 Stunden ein sehr putziges, komfortables und sauberes Doppelzimmer bekommen, Euch ggf. ausschlafen, duschen um danach munter weiter zu fliegen. Wenn Euch 52,00 EUR dafür zu schade sind, kann man dort, ebenfalls im 1. Stock für ca. 7,00 EUR einfach duschen und Zähne putzen gehen, dann ist aber nix mit Ausschlafen & Co.

Und nun, ca. 30 Stunden nach dem Abschied am Mannheimer Hbf konnte man beim Landeanflug die ersten kleinen Inselchen sehen, die immer zahlreicher wurden bis man die Küstenlinie von Viti Levu erreichte und die B 747 landete. Ni sa bula Fiji! Sehr schnell wurden die Formalitäten erledigt, Gepäck abgeholt und nun sind wir draußen, in einer "unauffälligen" schwülen Hitze von Nadi. Nur noch schnell Geld abheben (EC-Karten funktionieren!), Marens und Jürgens Begrüßungspäckchen abholen (an dieser Stelle nochmals Tausend Dank, ist wirklich süß von Euch!) und schon kam auf uns der Fahrer zu, um uns nach Rakiraki zu verfrachten; man merke: nicht wir haben den Fahrer in der Menschenmenge suchen müssen, er hat uns gefunden!

Nach einer fast 2-stündigen Fahrt über den Westen und Norden der Hauptinsel und einer anschließenden viertelstündigen Bootsfahrt sind wir endlich dort, wo wir hinwollten: im Urlaubsparadies, auf der Insel namens Nananu-I-Ra. Schöner heißer Strand, das superklare, unabhängig von Ebbe und Flut warme Wasser, gemütliche Hängematten, bedrohliche Kokospalmen (Stichwort: herunterprasselnde Nüsse), süße landestypische Bures des "MacDonalds Nananu Beach Resorts" und leckeres Essen - das alles wurde 6 Tage lang geboten und genossen.

einfach rein...

 

Man sollte schon mit einer richtigen Erwartung die Bures betreten: es gibt Lammellenfenster und keine Klimaanlagen, es kann passieren, dass Geckos herumrennen oder einzelne Schaben, die sich verirrt haben. Das Wasser ist ein knappes Gut auf der Insel, denn es regnet ja kaum, deswegen wird es nachts abgestellt, aber es auch sonst gebeten wird, nach Möglichkeit wenig Wasser zu verbrauchen: das Trinkwasser kommt aus der Regenwassertonne, die hinter jeder Bure versteckt ist. Das alles wird aber ausführlich erklärt, sei es von der schwimmbegeisterten neuseeländischen Chefin Maxime, die jeden Nachmittag ihre Runden um den Steg krault oder von einer großherzigen und urtümlichen melanesischen "Mama" namens Odi, die alle Gäste ins Herz schließt, was selbstverständlich auf der Gegenseitigkeit beruht.

Dim - Odi - Gast

 

 

Hier, auf Nananu-I-Ra, versteht man sehr schnell, was der Begriff "Fiji-Time" bedeutet: das Gegenteil vom Stress. Davon überzeugt man sich schnell, wenn man die Handwerker bei der nicht sonderlich zeitintensiven Arbeit beobachtet oder wenn man sich in die Hängematte für einen halben Tag schmeißt und dann plötzlich aufwacht und nicht verstehen kann, wie man ceteris paribus den halben Tag verschlafen kann. In der Fiji-Time macht man nichts, man zwingt sich nicht, irgendeine Beschäftigung zu finden und bei diesem Nixtun kommt keinerlei lange Weile auf. Das ist ein geniales Phänomen, das man nur auf Fiji genießen kann.

Faulenzen in der Hängematte 

 

Wenn man doch zwischendurch etwas unternehmen möchte, entschließt man sich womöglich für einen Inselrundgang, was wir auch taten. Nur war uns damals noch nicht bewusst, wie blauäugig man sein kann. Wir latschten los, schöne weiße Strände entlang, die von Abschnitten von Lava-Steinen abgelöst wurden, dann über die Mangroven und wieder weiße Strände.

 

Frank auf verlorenem Posten
Nur Vorsicht! Wenn man nicht genau weiß, wann die Flut kommt, kann so ein Unternehmen böse Folgen haben, denn in dem Fall gibt es keinen Weg: weder nach vorne noch zurück. Wir hatten Glück, einen Resort zu finden, die Inhaberin dessen uns kurz beherbergt hatte und von dem wir dann mit dem Taucherboot abgeholt wurden. Aber das hat alles nicht geholfen: Frank war ein personifizierter Totalschaden: Verbrennung am Nacken, Armen und Waden, auf dem linken Fuß - eine fast perfekte Blase vom 3,5-stündigen "Rauf-und-runter-Manöver", die dann einen Tag später noch aufgegangen war, während er selbst bei +35°C eine Erkältung zuzog und - als wenn es nicht ausreichte - ferner auf eine Wespe trat, die sich bei ihm auf dem rechten Fuß verewigte.

Datumsgrenze

 

 

6 Tage vergingen schnell und die Koffer stehen wieder gepackt: wir werden mit dem Boot und Taxi retour zum Flughafen Nadi gebracht, von wo wir mit einem "Jungle-Jumbo" nach Taveuni fliegen. Ist schon ein Erlebnis, so eine kleine Propellermaschine, aber auch sie und die Piloten haben es gut gemanagt und wir sind heil und gesund auf der fidschianischen "Garteninsel" gelandet. Auch hier wurden wir vom Fahrer aufgesucht, wir stiegen ein und nach einer knappen Stunde (ca. 35 Km) Fahrt über die geographische (!) Datumsgrenze bogen wir in den "Vuna Reef Susie's Plantation Resort".
(Mittlerweile heißt das Resort: Dolphin Bay Divers Resort)
Warum Plantation? Das sieht man gleich, wenn man dort aussteigt: alles ist grün, nicht wie auf Nananu-I-Ra, ganz im Gegenteil.

Palmen und Meer 

 

 

Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass sie ein perfektes Ambiente für die rege Vegetation schafft: Kokospalmen, Bananenbäume, Papayas - wo man nur hinschaut. Und dank Viola wird dieses Ambiente sehr liebevoll gepflegt, wie übrigens die gesamte Anlage: sie ist sehr sauber, sehr gemütlich und sehr kultiviert.

 

Viola und Roland 

 

 

Dieses Perfektionsfeeling wird noch durch eine sehr familiäre Atmosphäre ergänzt, denn jeder neue Gast wird in die Familie aufgenommen und so behandelt, als kenne man sich bereits seit einer Ewigkeit. Alle: Viola, Roland, die Angestellten, und auch Boxer sind sehr zuvorkommend und ausgesprochen nett.

Boxer und Dim

 

Wer ist Boxer?
Boxer ist ein hochgradig verspielter Resorthund, der sich mit jedem neuen Gast persönlich beschäftigt und sogar in der Dunkelheit den Weg zu der jeweiligen Bure zeigt. Der familiäre Atmosphäre tragen auch die Einheimischen bei, indem sie jeden Abend dorthin kommen, Gitarre spielen, singen und Jeden zum Kavatrinken einladen. Kava gibt es bei Viola jede Menge!
Auch das Essen und Trinken bei Viola und Roland ist die einsame Spitze! Es ist nicht nur "maleka" (lecker), sondern auch schön und geschmackvoll serviert; es gibt eine reichliche Auswahl zum Frühstück; Lunch- und Dinnergerichte werden von der Köchin empfohlen, worauf man sich allerdings hundertprozentig verlassen kann! Auch zwischendurch bekommt man jederzeit Snacks und selbstverständlich Getränke. Es war traumhaft schön, gegen 17-18 Uhr bei der untergehenden Sonne auf der Terrasse zu sitzen, seinen "Milenage" von Dubœff zu schlürfen und einfach relaxen! Und das genießen dort alle, wie eine Familie eben.



Ein Erlebnis war für uns auch die Weihnachtsfeier bei Viola. Man ist ja gewöhnt, dass es an Weihnachten schneien und es ordentlich kalt sein soll, und, und, und... Und wo findet man bitteschön Schnee auf Fiji? Am Heiligabend hat es geschifft in Strömen, was uns gar nicht störte, denn dadurch entstand eine windartige Luftbewegung, für die Alle (vor allem Frank) dem Petrus sehr dankbar waren. Es war die sogenannte "Duck Nite" mit vielen Leckereien und ebensoviel einheimischen Gesang.

Weihnachten auf Fidschianisch

 

Was mir allerdings misslungen ist und was ich Viola versprochen hatte: aus dem Boxer einen "Weihnachtshund" zu kreieren. Der Hund war stockbeleidigt als ich versucht habe, ihm eine bunte Schleife um den Hals zu binden und einen Klebestern zwischen den Ohren zu justieren. Na ja, zum Glück können die Hunde nicht lange sauer sein! Am gleichen Abend erhielten wir eine Einladung unseres Fahrers Kamal und seiner Frau Semi, am ersten Weihnachtsfeiertag bei ihnen vorbeizuschauen und uns das Haus und ihre Plantagen anzugucken, was wir auch taten. So ein prachtvolles, stilvoll eingerichtetes Haus und so große Plantagen hätte ich nie vermutet, zumindest nicht vom Hintergrund dessen, was man auf Taveuni im Durchschnitt sieht. Aber vom Durchschnitt kann man im Kamals Fall eher nicht reden: kein durchschnittlicher einheimischer Mensch investiert so viel in die Erziehung und Ausbildung seiner 3 Söhne! Wir waren begeistert, sowohl von dem Haus als auch von Kamals Lebenseinstellung!




Der Sun Air Flug 55 brachte und wieder nach Nadi und schon fuhren wir nach Pacific Harbour, das Jahr ging langsam zu Ende und wir waren schon sehr gespannt auf unsere Silvesterparty mit Maren, Jürgen, Daniel und anderen Gästen, die sich natürlich alle "rein zufällig" zur Jahreswende in Pacific Harbour aufhielten J Unser Aufenthalt hier war ein wenig verregnet, denn gerade zu der Zeit zog ein Zyklon über Vanuatu und New Caledonia her und bescherte uns durch seine Ausläufer mit Regen. Aber auch ein Paar sonnige Tage hatten wir dort und nutzten sie im Club Coral Coast zum Schwimmen im Pool, Tennis und Tischtennis Spielen, ich ging dazu noch jeden Tag an die Gewichte (wer hätte es von mir gedacht!). Am 31. Dezember hatten wir einen reizenden Ausflug namens "Jewel of Fiji". Mit den Motorbooten ging es nur langwierig gegen die Strömung des Navua River, dennoch in ca. 1 Stunde haben wir die Wasserfälle erreicht. Die Mutigen und Abenteuersuchenden sollten weiter gehen als nur den ersten, kleineren Wasserfall davorstehend zu bewundern: sie mussten zum großen Wasserfall die Felsen über die irrsinnig schnell strömenden Wassermassen hochklettern. Gut, ich bildete mir ein, ich sollte zu diesen Mutigsten gehören und kam mit. Das Besteigen des kleineren Wasserfalls (ca. 4 m hoch)  und das Klettern war zwar schwer, aber machbar, bald waren wir schon beim großen Wasserfall.

Da runter....NIE 

 

 

Nur überkam mich die Panik als ich realisierte, dass der Weg zurück nur durch das Herunterspringen am kleineren Wasserfall führt. Wie sagt man? Runter kommen sie alle? Na ja, so ungefähr ist es ja auch geschehen, auch wenn ich in einem ziemlich unglücklichen Winkel gesprungen bin und nur froh war, wieder unten zu sein. Weiter ging es mit demselben Boot zu einem einheimischen Dorf, wo wir uns richtig hetzen mussten: all den "Gesetzen" der "Fiji-Time" entgegen war in diesem, sehr start touristisch geprägten Dorf, der gesamte Aufenthalt bis auf die Minute verplant: zunächst einmal quer durchs Dorf, dann zur Begrüßung in die Gemeinschaftsbure, anschließend - die (für die Touris wenig übertrieben gestaltete) Kavazeremonie, später mussten wir schnell essen, um - um Gottes Willen - nicht zu spät zum blitzschnellen Souvenirverkauf da zu sein, und ab, zügig auf die Boote zurück! Das war wohl das Einzigste Mal wo mir in diesem Urlaub das Wort "schade!" aus dem Mund rutschte.


<>Dorfleben 

 

Ein fidschianisches Dorf mit all seinen Zeremonien und Ritualen ist wirklich etwas ganz Faszinierendes und, dass man den Touristen eine knappe und von allen Seiten beschnittene Version dessen verkauft, war echt schade. Aber wir waren nicht benachteiligt, wir hatten schließlich schon auf Taveuni die Ehre gehabt!

 



Und dann kam sie - die Silvesterparty! Punkt 20 Uhr, geduscht, von Strapazen erholt und in  Schale geschmissen, erschienen wir in unseren Gemeinschaftsraum, wo Barbara und Daniel bereits rumwerkelten und den Tisch deckten. Zum Trinken gab es genug, nur warteten wir auf Maren mit den Köstlichkeiten, die sie vorbereitet hatte und für deren Zutaten Jürgen zwei Tage zuvor extra nach Suva gemusst hatte. Den Grill hat Frank schon angeschmissen gehabt und gegen 22 Uhr widmeten wir uns dem Verzehr eines Berges von Salaten und Grillgut.

Barbara - Dim - Daniel 

 

Die Zeit verging so schnell, dass Keiner von uns Allen gemerkt hat, dass es schon 23:55 war; gut, dass ich die Erinnerungsfunktion auf meinem Handy aktiviert hatte, sonst hätten wir das Ranschleichen des Neuen Jahres verpennt.  Ist schon echt witzig, wir schrieben schon das Jahr 2003 und das - zur deutschen Mittagszeit noch im Jahr davor. Und ebenso lustig erschien mir, den Freunden in Deutschland punkt Null Uhr MEZ zu gratulieren, als wir schon ausgeschlafen am Pool saßen und die Festivität bereits zum Erinnerungsgut zählte.

(von links: Barbara, Dimitri, Daniel)



Am zweiten Morgen des angefangenen Jahres mussten wir echt früh aufstehen: um 4 Uhr. Denn um halben Sechser ging es schon mit dem Transfer nach - wohin denn sonst - natürlich Nadi J, wo wir auf das schöne Segelschiff namens "The Spirit of the Pacific" eincheckten und in die See stachen.

Spirit of the Pacific

 

Die Segelsafari mit "Captain Cook Cruises" hat angefangen und wir befanden uns am Bord mit weiteren 27 Gästen. Alle waren noch leicht verklemmt, Keiner traute sich ein Gespräch mit Anderen anzufangen, die Beschnupperphase fing gerade an, als ein ziemlich kräftig gebautes, wohlernährtes und jedes Photobild füllendes Mädel auf mich zukam und mit einem anglosaxonischen Akzent mich auf deutsch fragte, wo ich denn her sei. Dann stellte sie sich mit einer in der Schule noch auswendig gelernter Tirade ebenfalls auf deutsch vor, dass sie Toni hieße, aus der Nähe von Melbourne käme und in einer Tourismusstätte im alten Goldgräbergebiet arbeitete. Die gute Toni hat "das Eis gebrochen" und langsam begannen Alle das Interesse für ihren Nächsten zu zeigen. Das Wetter war bezaubernd, ebenso wie die an uns vorbeischwimmenden Inselchen der südlichen Yasawa-Gruppe.

Der erste Schnorchelstopp hat die langersehnte Abkühlung gebracht - auf dem Schiff konnten wir nicht Alle im Schatten sitzen. Nach ungefähr 6 Stunden Fahrt erreichten wir unsere Stabinsel namens Drawaqa [drawa:nga]. Hier bezogen wir relativ schnell unsere Bures und hockten uns ins Wasser, welches noch schöner war als Jenes auf Nananu-I-Ra.

Bure 

 

Überhaupt, die Drawaqa-Insel ist ein Paradies für sich, wie aus einem Bilderbuch: eine Inselseite ist die Sunrise-Seite, die Andere - die Sunsetseite; man kann beim besten Willen nicht sagen, welche Seite - von der Landschaft her - schöner ist. Das Wasser auf der Sunrise-Seite war superstill und man konnte perfekt schnorcheln, auf der Sunset-Seite gab es mehr Wind und die See war eher welliger.

An dieser Stelle sage ich ein Riesen-"Dankeschön" dem feinen Herrn Ex-Praktikanten Daniel, der uns leicht fahrlässig ins Fettnapf treten ließ, indem er uns zugesichert hatte, mehr Luftbewegung gäbe es garantiert auf der Sunrise-Seite. Daniel, ich versichere Dir, es gab nicht mal ein Pustversuch des Windes auf unserer Seite, während es auf der Sunset-Seite so windig war, dass ich nicht mal meine Zigarette anzünden konnte!

 

Wo bitte ist das Meer? 

 

Wie es dem auch sei, waren die letzten Tage grandios, wir segelten jeden Morgen gegen 10 Uhr los, entlang der Inselküsten, mal in Richtung Norden, mal in Richtung Süden, es gab wunderschöne Schnorchelstopps ca. alle 2 Stunden; eine ausgelassene, sehr familiäre und lustige Atmosphäre herrschte auf dem Schiff, denn abwechselnd gab es Unterhaltung seitens der Crew (manche davon machen gerade einen Studiengang durch, das "Hospitality" heißt). Ich glaube, das sagt schon alles über die Freundlichkeit der Fidschianer, wenn sie schon solche Studienfächer haben!.

Spaß inklusive

 

Dann fingen plötzlich die "Aussies" oder "Kiwis" Spaß zu machen, kurzum, wir hatten jede Menge Spaß miteinander, ob am Tage auf dem Schiff oder abends in der Gemeinschaftsbure beim Lovo-Essen oder beim ein oder zwei oder... Fiji-Bitter (Bier) Trinken.

Am vorletzten Abend wurden wir plötzlich aufgefordert, uns Gedanken zu machen, was wir als Vertreter des jeweiliges Landes Typisches von diesem Land performen können. Zuerst waren wir richtig träge, bzw. wir wussten ehrlich nicht was wir hätten machen sollen, ohne uns zwangsläufig zum Affen machen zu müssen. Es gab schon die ersten Vorschläge, zur Zeit dieser Show mal spazieren zu gehen oder einfach zu verschwinden. Aber die Idee erschien uns nicht besonders schön, wenn plötzlich die "ganze Nation" auf einmal verschwindet. Also, brachen wir uns den Kopf über die abendliche "Katastrophe" weiter und so richtig Lust hatte Keiner von uns.

Tanz auf dem Meer

 

Aber Frank übernahm die Führung und dressierte regelrecht die Leute, was sie zu tun haben: wir mussten nämlich singen. Und was singen wohl die Deutschen, wenn sie nicht wissen, was sie singen müssen und wenn es nicht gerade "Ein bisschen Frieden" sein muss? Richtig: wir rafften uns auf, schaukelten wie wild und grölten (im Takt? Na ja...): "Es gibt kein Bier auf Hawaii". Es muss ziemlich gut ausgeschaut haben (ich versichere es Allen, auf dem Video sieht es wirklich gut aus), vor allem, als Frank, dem das Gitarrespielen bei unserem quasi unmöglichen Chor einfach vergangen ist, die Gitarre fortwarf und - während wir fleißig brüllten "und nur vom Hula-Hula geht der Durst nicht weg" - eine perfekte Showeinlage mit den Bauchtanzelementen lieferte. Dies zog eine Welle eines langanhaltenden Beifalls nach sich und wir waren "gerettet".

Abschied vom Meer 

 

Am letzten Morgen zogen wir mit all unseren Sachen auf das Schiff um und segelten zurück in Richtung Nadi, wo wir nach 2 Schnorchelstopps (der Letzte war gekrönt mit dem Sekttrinken im Wasser vor dem Schiff, was wir alle sehr nett und originell fanden) und 3 gefangenen spanischen Makrelen (die Besatzung lässt immer ein Seil mit dem Haken ins Wasser und ab und zu beißt da etwas Großes und Schweres an) ankamen und uns von einander verabschieden mussten.

Good Bye 

 

Ein besonderes Dankeschön an die Crew des "Spirits of the Pacific", die wirklich alles zu unserem Wohl tat, speziell an Rasolo und nicht zuletzt Ennessy, die einzige Matrosin, die ihren "faulen" männlichen Kollegen des Öfteren Eine gescheuert hat, und sehr flott sämtliche (eigentlich Männer-) Aufgaben auf dem Schiff erledigte. Bei allem dienstlichen Ernst in ihrem Gesicht, kam immer ein berühmtes "32-Zähne-Bula-Lächeln" über ihre Lippen, wenn sie einem Safarigast über den Weg lief. Nettes Mädel!

 



Und nun saßen wir nach so vielen Eindrücken in unserem Tageszimmer im "Capricorn International Hotel" mitten in Nadi und packten recht ungern unsere Sachen: der Abschied vom Urlaub war in der Luft. Koffer gepackt und geduscht, gingen wir zum letzten Mal an die Bar ein "Fiji Bitter" trinken und wurden anschließend zum Nadi International Airport gebracht. Zum letzten Mal "Bula!", zum letzten Mal "Vinaka vakalevu!" und zum letzten Mal "Moce!" Ab jetzt durften wir unsere Uhren zurückstellen, uns der koreanischen Popmusik im Flieger widmen und mit einer leichten Nostalgie an die Wärme denken, die unser "Jumbo" unter seinen Tragflächen gerade verließ: es war 22:45 "Fiji-Time" am 05. Januar 2003. Ni sa moce viti!

Catch of the day

 

Auf Wiedersehen Fidschi

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Maren und Jürgen, die eine perfekte und herausragende Arbeit leisten; an Daniel, der ihnen dabei eine Zeitlang half; an Viola und Roland für ihre einmalige Gastfreundlichkeit und Fürsorge, an das Team des "Captain Cook Cruises". Für eine sehr angenehme Gesellschaft "Bula" und "Vinaka" an Peter aus Wetzlar, Walter und Judith aus der Schweiz, "Egon Reinhard" aus Mannheim, Barbara aus Köln, Klaus aus Nürnberg, Marens Mutter, Peter Gerperl und Antje Koch, sowie alle ihre mitreisenden Verwandten aus München. Es war phantastisch!

Dim hat heute (02.04.03) noch angerufen und sollte jemand noch Fragen haben, einfach eine mail an Dimitri schicken.

Was sollen wir noch zu einem solchen Reisebericht schreiben - da bleibt eigentlich nichts - als vielen Dank dafür und für die schönen Silvesterstunden, die wir zusammen hatten. Und Dim vor allem für seine regelmäßigen Anrufe, die immer eine schöne Ablenkung vom Alltag sind und Spaß machen. - Und so sagen wir dann Ni sa Moce in Fiji - auf Wiedersehen in Fidschi....oder vielleicht eines der anderen Ziele und das nächste Mal dann auch mit mehr Strand für Frank!!! - Ist versprochen - denn jetzt wissen wir es ja.
Und auch noch einmal VINAKA für die Hilfe / Werbung auf der C-B-R 2003 in München - ich war leider nicht dabei - aber lt. Jürgen muß Dim da ziemlich gewirbelt haben.

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Letzte Aktualisierung am 31.12.2009

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