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Mit Sabine & Jonas durch Fidschi:
 
Reisebericht Fiji 2001
Sabine & Jonas
 

F I J I

Dorf auf Kioa

Dorf auf Kioa




Südküste von Taveuni

An der Südküste von Taveuni

F I J I

ANGESPORNT durch die ausführlichen Berichte unserer Vorgänger versuchen wir unseren frischen Reiseeindrücke zu Papier zu bringen, also eigentlich eher auf den Monitor.
Kurze Vorgeschichte:
Maren lernte ich über ihre Südseeseite im Oktober 2000 kennen. Ich hatte die Flüge schon gebucht und wollte eigentlich nur ein paar Infos über Fiji, da das Informationsmaterial in Deutschland über Fiji sehr mau und eigentlich nur auf zahlungskräftige Kunden ausgerichtet ist. Maren, bzw. BWT war das einzige Reisebüro, das auf meine Mails antwortete (das gab viel Lästerstoff mit Maren und Jürgen in Pacific Harbour ...).
Maren hat sich sehr ausführlich nach unseren Wünschen erkundigt und ging ganz individuell auf meine Vorstellungen und Bemerkungen ein. Und obwohl ich nicht unbedingt auf vorgeplante und fertig gebuchte Reisen stehe, buchte ich über Maren, da mir BWT einen seriösen Eindruck machte und die politische Situation in Fiji zu diesem Zeitpunkt sehr schwer einzuschätzen war. Das Auswärtige Amt rät immer noch von Reisen nach Fiji ab, völliger Käse in meinen Augen. Lange Rede kurzer Sinn, ich bin am 16.1.2001 mit meinem sechsjährigen Sohn in Fiji angekommen. Vor Fiji waren wir noch zusammen mit unserem Liebsten Jonas-Papa viele schöne Wochen in West Australien.
Einer musste dann zurück um das Geld zu verdienen, das der Rest der Familie für Fiji braucht. Das harte Los zog Robert.....
 

Baumaterial für Bures
Die Bures werden in Matava mit
 traditionellen Mitteln renoviert.

B W T

BEVOR DER endgültige Reisebericht anfängt, muß ich eine Lobeshymne auf Maren und Jürgen loswerden. Erstens mal sind die beiden saumäßig nett (Herzkuss an Ronja!) und ihre Arbeit erledigen sie so gewissenhaft und gründlich, da kann sich manch ein deutsches Dienstleistungsunternehmen eine Scheibe abschneiden. Nicht dass ich ein grosser Fan der deutschen Tugenden bin, aber auf Servicewüste stehe ich auch nicht unbedingt. Maren hat mir einen Trip mit fünf Inseln zusammengestellt, Transporte, Transfers und Insiderinfos inklusive und das alles zu einem sehr fairen Preis. Im nachhinein bin ich so froh, nicht auf eigene Faust mit einem sechsjährigen Kind in Fiji losgezogen zu sein, sondern mich auf Maren und Jürgen verlassen zu haben. So hatten wir richtig schön Zeit, Fiji kennen zulernen und mußten nicht unsere Zeit mit Suchen-Schauen-Was-ist-wo und Wann-geht-was-ab vergeuden. Fiji ist Klasse, aber ich finde ungeeignet um mit einem sechs-jährigen und Rucksack einen Backpacker-Urlaub zu machen. Maren und Jürgen sitzen vor Ort, kennen ihre Leute und haben einen guten Draht zu den Hotels, die sie empfehlen und vermitteln. Die Fijianische Kultur und Lebenseinstellung ist sehr uneuropäisch (was habe ich das genossen) und mit Marens Erfahrung haben wir wunderbare Wochen verbracht.
Ein fettes Lob an BWT und wenn das nächste Mal Südsee auf dem Programm steht (hoffentlich bald), mit Sicherheit über Maren und Jürgen.

Wo ist denn das noch gewesen?
Reisen über Land und Wasser


Zeit für ein Fiji Bitter
Finally: Zeit fürn Fiji Bitter

 
Beach Volleyball am Travellers
Beliebt: Beachvolleyball. Gnadenlos
zuviel Bewegung für mich

 
Wohnt hier keiner?
Unbewohnt: Malamala Island

N A D I
16. - 19.01.2001

VON SYDNEY AUS isses sozusagen nur noch ein Katzensprung nach Fiji, wir kommen also nicht ganz so zermatscht an wie die meisten, die direkt aus Europa kommen. Nadi Airport empfängt uns mit Livemusik und einem wahnsinns Abendhimmel. Aus den vielen Anbietern finden wir den richtigen, Felix, der uns über ungeteerte Strassen mit vielen Pfützen zum Travellers Beach Resort bringt, das Hochspritzen des Matsch geniessen wir sehr, zwingt uns aber, unsere Rüssel nicht zu weit zum Fenster hinauszulehnen. ImTravellers wird uns unser einziges Gepäckstück ins Zimmer getragen, was ich, da ich nicht sehr verwöhnt bin in dieser Hinsicht, sehr geniesse. Zimmer wunderbar, sauber, Ventilator, Fridge und Cattle, prima. Ausserdem ist es Zeit Fiji Bitter anzutesten.
Das Personal ist supernett und der Blick an der Bar genau so wie man sich seine Ankunft auf Fiji wünscht, Palmen, Pool, Strand und gute Stimmung.
Am nächsten Morgen erkunden wir Nadi, Lift in die Stadt organisiert das Travellers. Wir gewöhnen uns sofort an die Gemächlichkeit und die Ruhe der Fijianer (vor allem ich habe keine Probleme noch langsamer zu werden). Geld umtauschen und Briefmarken besorgen dauert eigentlich den ganzen Vormittag, wir werden kurzzeitig beregnet, aber das gehört dazu und stört auch nicht wirklich, da durch die feuchte Hitze eh schon alles nass ist. Nadi ist nicht wirklich die Stadt die man gesehen haben muss, wird aber für die nächsten Wochen die einzige „Großstadt “ sein.
Im Travellers springen viele Kinder rum, Jonas wird sofort integriert und lernt auf fijianisch die Frösche zu verscheuchen, leider völlig useless. Der Strand direkt am Hotel ist einladend zum Spazierengehen, schöne Kulisse im Hintergrund und so gut wie menschenleer. Wir buchen im Hotel für den folgenden Tag einen Ausflug nach Malamala Island, all inclusive, sogar das hervorragende Wetter.
Der Trip ist sehr schön, traumhaftes Inselchen mit gutem Entertainment an Bord, Schnorcheln, BBQ, Musik und kalte Getränke, ein richtig schöner Tag und nicht die Bohne Flair von Touristennepp.

Pause am Strand
Chillout mit Maren, Jürgen, Ronja und Jonas

Seerosenteich am Oasis
Cultural Centre, PH, Blick vom Appartement

Frischer Fang in der Küche vom Oasis

Beute in der Küche

P A C I F I C   H A R B O U R 
19. - 23.01.2001

WIR WERDEN NACH Fiji Time abgeholt und nach Pacific Harbour gefahren, unterwegs halten wir an den Sehenswürdigkeiten (Sigatoka Sanddunes, Kula Eco Park mit Iguanababys), für schlappe 140 km brauchen wir fast vier Stunden, unser Fahrer und seine Begleitung scheinen die halbe Insel zu kennen, wir winken und grüssen bis PH. Hübsche Strasse mit vielen dumps, hupps, fast immer mit Meeresblick und  unsere beiden Fahrer sind sehr an Germany interessiert. Die Wellblechhütten irritieren das Südseeromantiksuchende Auge, aber wir werden aufgeklärt, daß Wellblechhütten gegenüber den traditionellen Bures einiges an Vorteilen bieten. In Pacific Harbour angekommen, versucht Jürgen mit uns das Rennen aufzunehmen, (hast Dich gar net schlecht geschlagen!), obwohl wir im Auto die besseren Karten haben als er auf dem Fahrrad....
Das Hotelzimmer im Oasis ist riesengross, nagelneu, komplette Küche, Cattle, Fridge, sehr komfortabel, irgendwie europäisch mit einem wunderschönen Blick auf den Seerosenteich des Cultural Centers. Erst mal die Eislage abchecken ist unser Plan. Abends lernen wir Maren und Jürgen im Pub kennen, schwupp isses ganz spät geworden und es gibt aber auch so viel zu erzählen. Und noch was: das BWT ist das einzige Reisebüro dass ich kenne, das im Notfall für seine Kunden sogar Wäsche wäscht und handgearbeitete Bulabären und Reiselektüre als Willkommensgeschenk bereithält. Finden wir toll.

AM NÄCHSTEN MORGEN versuchen wir einen Ausflug zu planen, ist nicht ganz so leicht, da in Pacific Harbour alles dicht ist (Auswirkungen des Putsches und keiner weiss wie es weitergeht), der Strand (Abkürzung durch Privatgrund,Alternative aussenrum ist uns zu anstrengend, wir sind ja in Fiji) is hübsch, kilometerlang und menschenleer. Unsere Hotelmanagerin kennt das ganze Dorf und kann uns einen privaten Ausflug auf eine vorgelagerte Insel organisieren. Leider, leider kommt unserem Guide die Ebbe dazwischen (völlig unerwartet natürlich ebenso wie der Regen, der das Boot in eine Badewanne verwandelt) das ist Fiji, aber wir kommen doch noch auf unsere Insel, wobei der Trip (vom Centra Resort organisiert) eher mau ist. Touristenfalle. Den letzten Tag in PH verbringen wir mit Maren, Jürgen und Ronja sehr relaxed am Strand, Deutsch plappern den ganzen Tag ist vor allem für Jonas eine Erfrischung. Hunde und Kinder  am Strand haben ziemlich die gleichen Interessen... Und zum Abendessen eingeladen zu werden stand gar nicht im Reiseplan, Danke nochmals. War ein schöner Tag.

Jonas beim Schnorcheln

Auf Yanuca Island 

Wasserlilie
Lilies am Centra Resort

Transprot mit dem Pick-Up - typisch für Fiji
Wir lieben Pick-Up Fahrten

Suva
Suva, die größte Stadt 
im südpazifischen Raum

 

Pool Royal Hotel
Das neue Pool vom 
ältesten Hotel Fiji's

L E V U K A  -  O V A L A U
23. - 26.01.2001

DA MAREN UND Jürgen in Suva Großstadtluft schnuppern wollen/müssen, nehmen sie uns zum Busbahnhof mit. Wattn Service. Von dem Militärputsch ist bis auf eine verlassene Schießscharte am Ortseingang nichts mehr zu sehen, vor knapp einem  Monat herrschte hier noch die totale Ausgangssperre. Am Busbahnhof werden wir noch zum richtigen Bus geholfen, großer Abschiedsschmerz, Jonas vergiesst sogar ein paar Krokodilstränen. Ausser uns sitzt noch halb Levuca, unser Ziel im Bus, mit den gesamten Monatseinkäufen. Bis zum Fähranleger Natovi geht es durch Sumpf, Regenwald und viel Matsch, grosse Gaudi.
Der Fähranleger entpuppt sich als einsame Jetty im nichts,aber wir sind nicht alleine, LKW ‘s, Busse,PKW ‘s und viele Menschen warten mit uns auf die Fähre, bis alles eingeladen ist vergehen zwei Stunden. Fiji Time. Etwas irritiert, da die Fähre nicht dahin fährt wie ich es erwarte (langsam sollte ich das europäische Denken abschalten), vergeht die Überfahrt nach Levuka schnell, mittlerweile ist es dunkel, und wir schleppen uns ins Royal Hotel. Das älteste Hotel in Fiji, ich hoffe jetzt nur noch, dass der Kühlschrank funktioniert und das Fiji Bitter kalt ist ......Für die ganze Strecke haben wir acht Stunden gebraucht, das Flugzeug braucht dafür gerade mal zwölf Minuten. An Bord waren wir die einzigen Europäer und kommen uns sehr fijianisch vor. Es ist ein Muss in Fiji einige Strecken mit Bus/Fähre zurückzulegen, da die Stimmung und das bunte Treiben sehr typisch sind. Das Hotel hat den Charme der alten Tage bewahrt, außer uns sind keine Gäste da, aber das sind die Auswirkungen der Warnungen des Ausländischen Amtes.

IN LEVUKA GEHT alles noch ein bischen langsamer als in Fiji, die Main Street rauf und runter beschäftigt uns den ganzen Vormittag, dannach kennt man uns und wir werden gleich zu den Sehenswürdigkeiten geschickt, Museum, Bibliothek, Biergarten (mit Blick auf PromiInsel) und verschiedenen historische Gebäude sollte man sich anschauen. Levuka hat leider keinen Strand, der Pool im Hotel ist aber sehr schön und nagelneu. Die Tage vergehen schnell, da wir die ortsansässigen Deutschen (Dive Shop) kennenlernen und u.a. zu einem Fijianischen Familienfest mitgenommen werden und somit eigentlich volles Programm haben. Chillout at Ovalau. Oft auf Fiji waren es nicht so sehr die Megahyperwahnsinnsaktionen die uns auf Trab hielten, (für die unser Budget auch gar nicht gereicht hätten, die Ausflüge, Horseridings, Jet Ski Safaris etc. sind nicht gerade ein Schnäppchen) sondern eher die Stimmungen und der Fijilifestyle. Jeder hat Zeit für ein Schwätzchen, die Leute sind sehr daran interessiert wo man herkommt, wie der Reiseablauf ist und alles nimmt seinen Gang, ohne Probleme, ohne Hektik und ohne Zeitdruck.Klar muß man hundertmal die gleichen Fragen  beantworten, aber die Zeit hat man auf Fiji und die Musse dafür bekommt man.

Levuka, die alte Hauptstadt
Levuka, the old capital

 

KAVA
Kava Wurzeln, mehr als nur ein 
 Trank aus piper methysticum

Wochenmarkt
Samstag ist Markttag on Labasa

Billiard
Haie der Großstadt

und los geht's
Auf die Fähre, fertig los

V A N U A  L E V U  -  L A B A S A
26. - 29.01.2001

UM VIER UHR morgens sind wir an der Bushaltestelle um zum Fähranleger angekommen, Fähre nach Vanua Levu, dann weiter mit dem Bus nach Labasa.
Dieser Trip dauert vierzehn Stunden, wir sind ziemlich am Ende als wir in Labasa am Busbahnhof vom Friendly North Inn abgeholt werden. Kaltes Bier und Dusche, viel mehr will ich nicht mehr.......Das Personal ist wie überall sehr freundlich, wir sind eigentlich die einzigen Gäste, Zimmer sogar mit TV und Bibel. Auch in dieser  Hinsicht bin ich nicht verwöhnt .....
Zu Labasa gibt es nicht viel zu sagen, man fühlt sich eher in Bombay als in Fiji. Labasa ist eine reine Geschäftstadt (Zuckerrohr) und im Grunde nicht auf Touristen eingestellt. Eigentlich ist der Anfahrtsweg zu lange für diese Stadt, aber die Insel selbst ist  wunderschön,faltige grüne Berge, viele Flüsse und fetter Sonnenschein. Und wir hatten Zeit um Pool Billard zu lernen, thx Bruce!

Jonas hat Spaß
Wie immer, er lacht und freut sich

 

Wildblumen
Unser Blick vom Balkon

 

Südseeperlen
Fijianische Perlen

T A V E U N I  -  V U N A  R E E F 
D I V E  R E S O R T
29.01. - 01.02.2001

ÜBER SAVUSAVU fahren wir morgens um fünf mit dem Bus los zum Fähranleger, eine komplette Inselrundfahrt. Hut ab vor den Busfahrern! Die Fähre bringt uns nach Taveuni, pünktliche Abholung durch Susies Plantation, das jetzt (Besitzerwechsel) Vuna Reef Dive Resort heisst. Irgendwie sind wir erleichtert, dass dies die letzte Bus/Fährentour ist, ist zwar spannend und muss man unbedingt mitgemacht haben, allerdings darf man weder grossen Komfort noch Pünktlichkeit erwarten und nach dieser dritten Tour freuen wir uns drauf, die nächsten Etappen zu fliegen. Auch Taveuni empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein, das Resort hat im Januar die Besitzer gewechselt (Respekt, was Ihr in der Zeit alles geschafft habt) und glänzt nun wieder, sehr geschmackvoll hergerichtet (Stoffservietten und so). Auf dem Weg zum Resort halten wir an der an der geographischen Datumsgrenze, d.h. wir waren heute schon im gestern. Die beiden Manager sind sehr bemüht und reizend (Viola, Danke nochmals für die Stullen, haben uns das Leben gerettet!, dazu später) und zum Tauchen ein Paradies. Jonas und ich bekommen die Suite, Balkon mit Meeresblick, traumhaft. Das ganze Resort ist wie aus dem Bilderbuch, Entspannung pur und auch wenn es schon hundertmal betont wurde, wahnsinnig nette Leute, Strom wird selbst hergestellt, deshalb nur zu bestimmten Tageszeiten verfügbar und rustikale Kerosinlampen zum Lesen im Bett sind angesagt, ich finde es sehr wildromantisch und stimmungsvoll. Zugang zum Meer über Vulkanfelsen, tiefblaues  Wasser, ab März ist der Pool benutzbar, abends drei Gänge Menü und einen frischen Krimi zum Lesen in wunderschöner Umgebung.
Selbst wenn es nicht so viel zu tun gibt (vom Tauchen mal abgesehen) und keine Sammelpunkte für Adrenalinsüchtlinge zu erwarten sind, ist es doch  phantastisch. Kava Zeremonien und Lovo werden abends regelmässig veranstaltet und hätte Jonas keine Kokosnussvergiftung an dem Abend gehabt, würde er wohl heute noch davon reden. Das Resort ist in Deutsch/Schweizer Hand und mir und Jonas hat es sehr viel Spass gemacht, mal wieder Deutsch zu reden und von den kleineren und größeren Problemen des täglichen Lebens zu erfahren die unweigerlich auftauchen, wenn man aus dem europäischen Leben kommt und sich in Fiji eine neue Existenz aufbaut.

K A D A V U  -  M A T A V A
01. - 07.02.2001

MORGENS UM SIEBEN geht es los zum Flughafen in Taveuni, um über Savusavu und Suva nach Kadavu zu fliegen. Wir bekommen netterweise vom Resort noch Stullen mit, die uns tatsaechlich mehr oder weniger das Leben retten werden (ich stehe auf selbstgemachte Stullen). Der Flughafen ist zu schnuffelig, ein Wartehällchen und das Rollfeld inmitten der Prärie, nach einer Checkliste werden die Passagiere aufgerufen. Ausser unserem Gepäck müssen wir uns noch selber wiegen, aubacke. Endlich kommt die Maschine angeflogen, klitzeklein und quietschebunt. Das Wetter könnte für so einen Scenic Flight nicht besser sein. Der Flug selber ist phantastisch, ein Wahnsinnsblick und alles wackelt (ich habe sehr viel Vertrauen in die Technik, ein Glück) und ein tolles Erlebnis. Ein Inlandflug sollte eigentlich bei jeder Fijireise auf dem Programm stehen.
Nach kurzen Zwischenlandung in Savusavu geht es nach Suva weiter und, um es kurz zu machen, unser Anschlußflug verspätet sich um ein paar Stunden, das ist halt manchmal so in Fiji. Nach kürzester Zeit kennen wir natürlich das ganze Flughafenpersonal, werden bemitleidet und drehen Däumchen. Die Fijianer haben eine bewundernswerte Geduld...
Vor wenigen Tagen habe ich übrigens eine Entschuldigungsmail von Air Fiji erhalten, find ich schwer in Ordnung, das nur nebenbei.
Irgendwann am späten Nachmittag erreichen wir noch Kadavu, unser Abholer hat den ganzen Nachmittag auf uns gewartet, Danke. Kadavu hat kein ausgebautes Strassennetz (Fijivenedig), die Villages und Resorts werden mit dem Boot angefahren. Ein Wahnsinnssonnenuntergang und eine recht schnelle feuchte Bootstour zum Matava, The great Astrolabe Hideaway. Wir müssen auf der Fahrt oft den Motor einholen, da das Riff sonst den Motor damagen würde. Oder umgekehrt. Die  Resortanlage ist einem Fijianischen Dorf nachgebaut, eine Augenweide und natürlich alles Handarbeit und eigener Strom und so. Die Ökofraktion könnte glatt noch was lernen. Gerade mal angekommen, bekomme ich einen Anruf (Miss VIP!), Jürgen und Maren hatten sich Sorgen gemacht da wir so viel Verspätung hatten.
Unsere Bure mit Meeresblick ist sehr schnucklig, auch hier wird alles mit frischen Blüten geschmückt, sogar auf dem Klopapierhalter, die Blütenpracht der Südsee ist kein Mythos.

Taveuni-Datumsgrenze
180° Längengrad, die
 geographische Datumsgrenze
 auf  Taveuni

 

 

Matavas Garten
Traditionelle Bauweise
mit freundlicher Energie

 

 

Sonnenuntergang
Hoffentlich stimmt die Farb-
einstellung des Monitors

MATAVA wird von vier australischen Guys geführt, die Atmosphäre ist sehr familiär und entspannt. Essen findet mit allen gemeinsam auf der Veranda der Hauptbure statt, Personal, Gäste und alle sitzen an einem Tisch, was ich recht gut finde. Das Essen ist phantastisch, (südpazifische Küche) und abwechslungsreich, mit sehr viel frischen Zutaten, was mir bis heute ein Rätsel ist, das Nahrungsmittel, Dinge des tägl. Lebens usw., ja alle mit dem Boot gebracht werden müssen. Die Bures müssen ständig repariert und aufpoliert werden, da das Klima für Naturmaterialien hohen Verschleiß bedeutet. Für uns bedeutet das Renovieren eine Heidengaudi (ich muss ja nicht aufs Dach klettern), Hammer, Säge, Holz und damit ist Jonas den ganzen Tag beschäftigt, er hilft. Für weniger  handwerklich Interessierte gibt es ein phantastisches Tauchrevier, interessante Schnorchelmöglichkeiten die über das offene Meer zu den Riffen per Boot erreicht werden und Kayaks, Surfbretter und eine kleine vorgelagerte Insel die man schwimmend erreichen kann. Angeboten werden auch Village Visits, Waterfall Walks, ich habe das Programm nicht mitgemacht, soll aber empfehlenswert sein. In Matava erleben wir unseren einzigen Regentag, aber da die Bibliothek im Resort gut bestückt ist, wird uns nicht langweilig, ausserdem bietet ein undichtes Dach in der Hauptbure für uns einen gewissen Unterhaltungswert.

Was? Wo????
Im Flugzeug, keinen Schimmer,
wo das war...

Jonas hat zu tun
Nein, dieses Kind hat kein Bier getrunken

Sabine, die Autorin dieses Berichtes
MATAVA IST AUF dieser Reise irgendwie das Highlight (davon abgesehen waren alle Stationen klasse), aber hier imponiert mir der Umgang mit den Gästen, dem Personal, der Natur, den vorhanden Rohstoffen und der Idealismus.
Es mag nicht jedermanns Sache sein, so ein Leben „back to the roots “aber im BigBrother-Zeitalter ist es sehr lehrreich ein Ökoresort kennen zulernen und nette aufgeschlossene Leute in dieser Oase zu treffen. Jonas wird Matava sicherlich auch in Erinnerung behalten, der erste Zahn fällt ihm hier aus (hat er gar nicht gemerkt derWeg ist der Zahn Penner) und da wir ihn nicht wiederfinden ,versprechen uns die Leute, dass sie den Zahnbaum gut pflegen werden, der aus dem verlorenen Zahn wachsen wird. Wir haben im Matava hier unseren längsten Aufenthalt und auch den letzten, am 06.02.2001 geht es wieder zurück nach Nadi. Zum Abschied bekommen wir einen selbstgeflochtenen Teppich geschenkt, es heißt er kann fliegen und daheim sollen wir den fliegenden Teppich benutzen um wieder nach Fiji zu reisen.
Klar, machen wir.

 

Na, wie seh ich aus?
Bewerbungsfoto fürs RipCurl-Team

Muß ich Angst haben?
erst hol ich Dich,
dann fress ich dich...

Kokosnnüsse - keine Gurken
Überall diese komischen Gurken...

Bures im Matava
Mein Foto für die
GEO-Redaktion

N A D I
06. - 07.02.2001

IN NADI AM Airport holt uns unser Fahrer ab, den wir exakt drei Wochen zuvor an der gleichen Stelle kennenlernten, eigentlich wollen wir noch in das Stadtzentrum um die letzten Fijidollar auszugeben, aber unser Fahrer Felix hat da eine ganz spezielle Adresse um Souvenirs zu kaufen, nur darf es sein Chef nicht erfahren. Hiermit nicht passiert. Über den letzten Abend, wir sind wieder im Travellers Beach Resort, gibt es nicht allzu viel zu sagen, mir persönlich hat es sehr gut getan die Reise dort zu beenden wo sie auch anfing, ein runder Abschluss irgendwie.
Im Travellers wurden wir wie Stammgäste begrüsst, total nett und sehr herzlich. Und bekommen noch Kokosnüsse geschenkt, für daheim. Es gibt noch vielmehr zu berichten über Fiji, die phantastische Vegetation, das Klima (genau meins), die Sprache mit ihren unzähligen Dialekten, die Kultur (Kava ist klasse!!!), die Ruhe und Freundlichkeit der Leute, Geschichte und Gesellschaft, eben all die Kleinigkeiten die einen immer wieder spüren lassen und dass man auf Inseln zu Gast am anderen Ende der Welt ist, die Jahrtausende ohne Europäer zurecht kamen. Mit Palmen, Strand und blauer Lagune hat Fiji bestimmt auch auch was zu tun, aber das ist sicherlich nicht alles. Zum Glück.

Sabine & Jonas

 

Hier nun möchten wir, Maren und Jürgen von BWT, uns bei Sabine und Jonas für diesen Superbericht und die vielen Fotos bedanken.
Viel bleibt uns nicht zu sagen - übrigens auch lieben Dank für die vielen Komplimente und die Mitbringsel.
Der kleine Elch klemmt an meinem Monitor, so daß ich immer an Euch Zwei erinnert werde......

Sabine hat Fidschi genau so beschrieben wie es wirklich ist, denn auch ihr haben wir leider den Traum von der Südsee erst einmal nehmen müssen. Diesen läßt man sich nämlich in der Südsee auch mit Traumpreisen bezahlen.
Auch möchten wir uns für die schönen Stunden am Strand bei den beiden bedanken - sie haben uns eine angenehme Auszeit beschert, die wir uns allein leider zu selten nehmen. Hat echt Spaß gemacht Ihr Zwei - vor allem Ronja, die sich an dieser Stelle für den Herzkuß bedankt.

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Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2008
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