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Reisebericht Gruppenreise
"Entdecken Sie Fiji", 14. Oktober - 4. November 2001
von Peter, Isolde und Ulrich
(Die
Auswahl der Bilder viel uns schwer, deshalb sind es ziemlich
viele geworden - eigentlich der gesamte Reiseablauf)
Hallo Maren und Jürgen,
nachdem uns der Alltag
wieder fest im Griff hat, möchten wir - Peter, Isolde und Ulrich
-, die Teilnehmer Eurer ersten Gruppenreise für Euch und unsere
"Nachfolger" unsere Eindrücke zusammenfassen.
Für uns alle war
es das erste Mal, eine Reise komplett per Internet zu buchen,
was uns doch zunächst nicht so ganz risikolos schien. Für Euch
sprachen doch zunächst nur die Berichte Eurer Gäste und - ganz
besonders hervorzuheben - Eure wirklich rührigen Bemühungen,
auch wirklich jede unserer Fragen schnellstens per mail zu beantworten
und auch auf jeden "Sonderwunsch" einzugehen. Als
wir Jürgen dann am 14. Oktober am Flughafen Frankfurt trafen,
waren die schlimmsten Befürchtungen ausgeräumt. Die Korean Air
Flüge verliefen reibungslos in der von Euch beschriebenen Qualität
und Eure Idee, für die langen Flugpause in Seoul ein Tageszimmer
zu buchen, kann nur weiter empfohlen werden.
16.10.2001:
Am Dienstagmorgen
angekommen auf Fiji, ging es nach kurzer Erfrischung im Takatoka
(dass gar nicht schlecht ist) mit Maren zur 4 ½-tägigen Kreuzfahrt
auf die "Reef Espace". Diese Kreuzfahrt (in genau
der richtigen Länge für eine solche Querschnittsreise) war sicher
das Highlight unserer Tour. Hier stimmte einfach alles: das
saubere Schiff, die Yasawa-Inselwelt, das Wetter und vor allem
die Crew mit Ihrem liebevollem Service. Hier können wir uns
der euphorischen Beschreibung von Kristina & Klaus nur aus
vollem Herzen anschließen!
17.10.2001:
Am Samstag, den 20.
Oktober schifften wir nach einer überaus herzlichen Verabschiedung
durch die Crew (mit Händeschütteln und "Küßchen")
aus, verabschiedeten Maren und stiegen zu Jürgen in den recht
komfortablen 4WD. Nach einer Besichtigung des interessanten
Orchideengartens am Fusse der "Sleeping Giant"-Berge
ging es dann in Richtung Anchorage Resort, einem kleinen, einfachem
Hotel in sehr schöner Steilküsten-Lage.
18.10.2001:
19.10.2001: 
20.10.2001:
Hier wurde auch das
derzeitige Problem Fijis sichtbar, es gibt momentan zu wenige
Touristen. Dem Vorteil der hierdurch total persönlichen Betreuung
stehen unvermeidliche Einschränkungen, z. B. in der Speisenauswahl
der Hotels gegenüber.
Nach einem Nachmittag
an Pool und Strand sowie einem (zu) reichlichem Abendessen war
dieser Tag zu Ende.
Am Sonntag ging es
dann auf die nach Kilometern längste Fahrt des Urlaubs in den
äußersten Inselnorden, zur letzen Kannibalenhochburg Rakiraki.
Der geplante Zwischenstop in der South Pacific Destillery
in Lautoka mußte zum Kummer von Peter und Ulrich wegen des Reisetages
Sonntag leider entfallen.
Die zweite Panne
folgte auf dem Fuß: Das anschließend per offroader besuchte
Abaca Village erwies sich nicht wie angekündigt als Vorzeigedorf
des historischen Fiji sondern als Ausgangspunkt für eine Urwald-
und Bergwanderung, die nun total "underdressed" durchgezogen
werden mußte.
21.10.2001:
Am Montag dann wieder
ein Highlight: Durch das "wilde" dörfliche Hinterland
ging's auf zum Teil unbefestigter Straße nach Suva, der Inselhauptstadt.
Das innerinsulare Leben zeigte sich echt interessant, z. B.
mit fischspeerenden Dörflern, sanften Wegzolleintreibern und
der Vorort-Notschlachtung einer (nicht von uns) angefahrenen
Kuh. Die fijianischen Dörfer sind einfach, aber nicht ärmlich,
keinesfalls schmutzig, haben Schule und Kirche als "Aushängeschild"
und Bewohner, die jeden Fremden beinahe herzlich zuwinken.
Vielleicht hätten
wir uns hier etwas mehr Zeit nehmen sollen; leider war dies
aber der einzige richtige Regentag unserer Tour. Übrigens, der
Reiseführer lügt: Dorothy's Waterfall war zumindest uns
nur 5 Minuten wert....
Am Nachmittag erfolgte
unser Einzug ins Raffles Tradewinds Hotel, einem netten, mittelgroßen
Haus mit - besonders bei Sonnenuntergang - märchenhaften Meerblick.
Das Upgrade von "poolside-rooms" auf die größeren
Zimmer zur Straßenseite war nicht unbedingt ein Vorteil. Erwähnenswert
ist das Speisen- und Getränkeangebot des Hauses; ereits nach
dem ersten Abend mußten wir jedoch um Reduzierung unserer Halbpension
bitten, da die fijianischen Portionen einfach zu groß für mitteleuropäische
Mägen sind.
Der Dienstag war
Stadt- und Kulturtag; leider nochmals bei mäßigem Wetter. Interessant
in Suva fanden wir vor allem das Fiji Museum, den exotischen
Markt und das Parlamentsgebäude in ganz eigenem Baustil.
23.10.2001:
Am Mittwoch dann
ein weiterer Höhepunkt: Per Kleinflugzeug (10 min Flug mit traumhaften
Blich auf Atolle und Archipele) ging es zur Insel Ovalau mit
der alten Inselhauptstadt. Henry, unser dort angeheuerter Reiseführer,
ist wirklich ein liebenswertes Original und die Küche im unscheinbaren
Ovalau Resort (Frühstück und Mittagessen; unser Favorit:
Gemüsesuppe) hatte internationale first class Qualität.
24.10.2001:
Am Donnerstag dann
unser vorletzter Hotelwechsel: Mit kurzen Zwischenstops in Orchid
Island (einer interessanten Mischung zwischen Freilichtmuseum,
Mini-Zoo und Pflanzengarten) und auf einer Gewürzfarm ging es
nach Pacific Harbour zum Lagoon Resort, unserem ersten echten
Relax-Quartier.
25.10.2001:
Pacific Harbour -
wo auch Maren und Jürgen wohnen - ist eine großräumige, wunderschön
gestaltete Lagunenlandschaft, entstanden aus einem trockengelegten
Sumpfgebiet. Zu euphorische Planung diese - in einem riesigen
Golfplatz integrierten - Feriengebietes hat hier überaus angenehme
Freiräume hinterlassen.
Das 22-Zimmer-Hotel
ist mit seiner Lage an einer Lagune und von seiner Einrichtung
her recht optimal, zur wechselhaften Geschichte des Hauses weiß
Jürgen einiges zu erzählen...
Hier waren wir wirklich
die einzigen Gäste, was uns traumhafte Ruhe, unbegrenzte
Verfügung über die vom Hotel kostenlos verliehenen Fahrräder
und Kajaks, aber auch eine gewisse Einsamkeit und Einschränkungen
im Speisenangebot brachte - es konnte ja nur für uns eingekauft
und zubereitet werden.
Pacific Harbour hat
ausgezeichnete, saubere, barfuß begehbare Strände, die mit den
Fahrrad vom Hotel aus in etwa 10 min erreichbar sind, was unsere
"Nachfolger" doch häufiger nutzen sollten als wir.
Auch Kajaktouren
durch die Lagunen sind sehr zu empfehlen!
Nach einem Relaxtag
dann das sportive Highlight unserer Reise: Sea-Kajaking. Mit
Start im Mündungsbereich des Deuba River ging es in 2-er-Besatzung
zunächst recht gemächtlich flußabwärts und dann einige km durch
sonnige, ruhige Mangrovenkanäle. Nach einem Lunchpicnic im Mündungsbereich
kam dann die "Schwerarbeit", eine Durchquerung der
Meeresbucht vor Pacific Harbour. Glücklicherweise wehte der
Wind von der richtigen Seite, so dass wir nach 3 h Paddelzeit
naß, erschöpft aber zufrieden im Hafen anlegen konnten; den
Ruhesonntag hatten wir uns echt verdient.
27.10.2001:
Voller Spannung gingen
wir dann am Montag, den 29. Oktober gemeinsam mit anderen Touristen
wieder auf's Wasser. Per hölzernem Langboot, dem Schnellverkehrsmittel
der Einheimischen, weit den Navua River hinauf ins fijianische
Hinterland bis zum Namuama Village, einem "Musterdorf",
das aber gerade noch den Spagat zwischen Kommerz und Authentizität
zu schaffen scheint. Nach einem Dorfrundgang folgten die bereits
von den Landgängen der Kreuzfahrt bekannte Kava-Zeremonie mit
anschließenden Tänzen, einem ordentlichen Lunch und einem kleinen
handicaft market mit (preiswerten und recht ansprechenden) Souvenirs.
29.10.2001:
Einen Teil unserer
Rückfahrt zur Flußmündung legten wir nicht im Langboot, sondern
im Bilibili zurück, einem sehr einfach aus Bambusstangen zusammengebundenen
Einwegfloß. Da sich die Tätigkeit des "Steuermannes"
auf das unbedingt Notwendige beschränkt, ist es wohl eher dem
Zufall überlassen, ob das Floß vorwärts, rückwärts oder seitwärts
durch die Stromstellen treibt. Das Bilibili zeigte sich aber
als sehr stabil und die Fahrt verlief weniger spektakulär, als
angenommen.
Am Dienstag verließen
wir dann das Lagoon Resort und Jürgen fuhr uns in Richtung Coral
Coast zum Tambua Sands Hotel. Diese kleine Resort-Anlage mit
32 sauberen Bungalows liegt direkt am Meer, aber etwas abseits
sonstiger Besiedelung. Da hier unerwarteterweise mehr als 50%
Auslastung herrschte, konnte die fijianische Küche ihre Vielfalt
endlich zeigen; besonders das Dinner-Angebot war ausgezeichnet
und sehr abwechslungsreich.
Der Strand - von
weitem "postkartenreif" - entsprach aus der Nähe leider
Jürgens Warnungen hinsichtlich der Coral Coast (Nur in Natadola
haben wir dann noch einmal einen wirklich besseren Strand gesehen!);
die bei Flut fast komplette Überspülung sorgt für so manches
Treibgut am naturbelassenen Abschnitt... Unglücklicherweise
wurde der Wassertiefstand (wegen der flach abfallenden Ufer
sehr wörtlich zu nehmen) gerade tagsüber erreicht, was das Baden
zur Laufveranstaltung in Gummischuhen (unbedingt erforderlich!)
mutieren ließ.
Badeschlappen sollte
man wie in unseren Infos erwähnt eigentlich überall dabei haben
und zum Tambua müssen wir sagen, das es an der Coral Coast eigentlich
noch den besten Strand hat. Bei vielen anderen Hotel geht das
Wasser bei Flut bis zu angelegten Betonmauern hinter die man
ein wenig Sand gestreut hat!
Zum Schwimmen war
deshalb das schöne Pool deutlich besser geeignet; Schnorchelausflüge
und Riffwanderungen bot das Resort jedoch täglich an.
Ein eher gemütliches
Highlight war der Besuch des wunderschönen Natadola Beach,
zwei Tage später. Nach kurzer Autofahrt bestiegen wir in Sigatoka
den Sugar Train, den aus nur 2 Wagen bestehenden "langsamsten
Zug der Welt" und einzigen Personenzug auf dem sonst ausschließlich
zum Zuckerrohrtransport betriebenen Schmalspurnetz der Insel.
Durch den Regenwald, durch Weidegebiete aber auch fast mitten
durch fijianische Dörfer fährt der Zug zum romantisch abgelegenen
Strand, der dann wirklich alle Südseeträume erfüllt: sauberer,
weißer, halbmondförmiger Sandstrand (ohne Korallensplitter),
klares, türkisfarbenes Meer und schattenspendende Bäume am Ufer.
01.11.2001:
Auf der Zugfahrt
wird der allgegenwärtige Begriff "Fiji-Time" besonders
deutlich: Im Weg stehende Zuckerrohrwagen werden ohne Eile bis
zur nächsten Ausweichstelle geschoben; Rinder, Pferde und Schweine
haben Vorfahrt und notfalls geht es auch wieder einige km zurück,
wenn dort noch Touristen abzuholen sind...
Spätestens jetzt
nahte unser Reiseende in großen Schritten. Am Samstag, unserem
vorletzten Urlaubstag, fuhr uns Maren quasi zum Abschiednehmen
in den Kula-Eco-Park (tropischer Zoo) und anschließend zum Tavuni
Hill Fort, Lebensraum der letzten praktizierenden Menschenfresser.
Das Fort besteht heute jedoch fast nur noch aus einigen Bergkuppen
zwischen denen ein Nachfahre des letzten Häuptlings uns sehr
anschaulich ehemals übliche Rituale erklärte.
03.11.2001:
Rechtzeitig am letzten
Urlaubstag trübte sich dann das Wetter ein, um uns den Abschied
etwas zu erleichtern. Wir nutzten den Sonntag für letzte Strandspaziergänge
und am Abend fuhr uns Jürgen dann durch den bisher noch nicht
besuchten Inselrest zum Nadi Airport.
Die aufgrund ihrer
Länge (10h + 12,5h + 1,5h) wie erwartet strapaziösen Rückflüge
Nadi-Seoul-Paris-Berlin bzw. Frankfurt verliefen ansonsten reibungslos;
zu Hause hatten wir jedoch noch einige Tage am Temperatursturz
um 30 Grad und am Jetlag zu knabbern.
Gemeinsames Fazit
unserer Reise ist, einen interessanten Urlaub zu erschwinglichen
Kosten erlebt zu haben. Maren und Jürgen, Ihr habt Euer Bestes
gegeben, um alle Versprechen der Reiseausschreibung einzulösen.
Die an, mit und durch
uns gewonnenen Erfahrungen werden Euch sicher helfen, unsere
Nachfolger noch routinierter zu führen und Ihnen Wissen über
das Zielgebiet zu vermitteln.
Fiji zeigte sich
uns als recht sicheres Reiseland mit sympathischen Bewohnern,
die keinesfalls im Elend leben.
Die Hygienestandards
sind vergleichsweise hoch, weshalb wir nicht einmal auf Salate
oder Eiswürfel zu verzichten brauchten. Wie wir uns bei der
Besichtigung anderer Hotels überzeugen konnten, würde eine Steigerung
des jetzigen Mittelkasse-Unterkunftsstandards (Lagoon Resort
sehr gut, ansonsten relativ einfach, aber immer sauber) heftige
Kostensteigerungen bewirken, da die Einstiegspreise der luxeriösen
Resorts bei € 200 liegen...) und somit sicher nicht
nur unser Budget sprengen.
Somit möchten wir
uns abschließend nochmals bei Euch bedanken, ganz besonders
für die "Sonderleistungen", wie Reiseführer, Sulu,
Telefonkarte und Bild-CD.
Es grüßen Euch ganz
herzlich
Peter Erhart
Isolde & Ulrich
Nicolai
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