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Fisch


Fisch

 
Tauchen mit Christine und Ortwin

KADAVU: Matava - Waisalima - Ovalau: Levuka

Bula Maren, Bula Jürgen,
nachdem wir jetzt doch schon wieder 6 Wochen in der Heimat sind, dachten wir, es ist an der zeit unsere Urlaubserinnerungen noch einmal Revue passieren zu lassen. Bei dem kalten und regnerischen Wetter ist das genau das Richtige.


Bevor wir mit dem eigentlichen Reisebericht anfangen, erst einmal ein paar allgemeine Dinge die wie wir meinen, dazu beigetragen haben dass wir einen unvergesslich schönen Urlaub erlebt haben.

Aller Anfang war ganz sicher Eure hervorragende Organisation. Großes Kompliment!
Auch wenn Ihr das vielleicht nicht ganz nachvollziehen könnt, aber wenn man wie wir, das erste mal komplett über das Internet bucht, denkt man doch schon einmal auch an das Risiko, von wegen,: „was ist, wenn wir alles bezahlt haben, die Tickets dann nicht kommen etc.“ Ihr habt alles bestens geregelt, unsere Bedenken zu recht zerstreut und wir können uns an dieser Stelle eigentlich nur noch einmal ganz herzlich bedanken. Wir wurden in keinem Reisebüro hier in Deutschland bisher besser betreut als das bei euch der Fall war und das alles über E-Mail.


Ein weiterer Punkt den wir jedem mit auf den Weg geben möchten ist der, dass man bereit ist sich auf Land und Leute einzulassen. Das ist oft einfacher gesagt, denn getan. Man sollte sich ordentlich informieren, z.b. Eure Webseite studieren und wie auch wir das gemacht haben, euch um Aufklärung bitten wo noch Fragen offen sind.

Unter anderem schreibt Ihr und auch jeder anderer Reiseführer über Fiji Time. Da muss einem schon klar sein, dass man es auf Fiji sehr relaxt nimmt und Uhrzeit keine sonderlich große Rolle spielt. Das heißt auch, dass ich dann nicht ungeduldig oder sauer reagiere, wenn das Tauchboot mal 15 Minuten später ablegt, nicht Punkt 19.00 das Essen auf dem Tisch steht, oder wenn man abgeholt wird, man nicht gleich zum Ressort gebracht wird, sondern noch schnell auf Einkaufstour geht, weil sich das so anbietet.
Wenn ich auf einer Insel weit ab vom Schuss bin, heißt das auch, dass ich davon ausgehen kann, dass man sich zum größten Teil von dem ernährt was angebaut wird und dass man ggf. auf Versorgungs- Schiffe angewiesen ist, die eben auch nach Fiji time unterwegs sind, was dann schon mal zur Folge hat dass man statt Cola mal eben Sprite trinkt, weil die Cola ausgegangen ist.


Ihr schreibt unter anderem auch, dass Badeschuhe zu empfehlen sind, was uns dann auch klar gemacht hat, dass es sich nicht um nur weiße Puderzuckerstrände handelt, sondern eben auch um Naturstrände. Man hat so seine eigene Vorstellung von der Südsee, welche sicherlich durch Fernsehberichte geprägt ist, wo man eben nur solche Super Hotels eingebettet in Superstrände sieht. Nur weiß man auch dass diese Dinger meistens aus dem Boden gestampft wurden, absoluter Touristen Nepp sind und mit Land und Leuten dann Nichts mehr zu tun hat. Wir wollen das keinesfalls schlecht machen, wer diese Art von Luxus schätzt und auch bereit ist, entsprechend mehr zu zahlen, ist sicher gut aufgehoben. 
Für uns wäre es nicht das Richtige und wir hätten Fiji nicht so ursprünglich kennen gelernt wie das der Fall war.


Wenn Ihr glaubt, das war jetzt zu ausführlich, könnt Ihr das ruhig rausnehmen.

Nein - wir lassen den Reisebericht wie er ist, denn ein Problem was viele Reisende haben, sie erwarten in der Südsee etwas Mallorca ähnliches und werden enttäuscht - also ganz wichtig - man muß sich mit dem Land auseinander setzen!! Danke, daß das hier noch einmal sehr ausführlich erwähnt wird. Denn viele suchen vergebens nach Discotheken und High Life.

Nun aber zu unseren verschiedenen Stationen 

1. MATAVA- Kadavu
Nach ewig langem Flug, Zwischenstop in Seoul und einem weiteren langen Flug konnten wir endlich in den kleinen Flieger von Sun Air umsteigen der uns zur Insel Kadavu brachte. Endlich kamen Urlaubsgefühle auf. Die Aussicht aus der Luft war einfach genial. Auf der Insel angekommen, wartet auch schon unser Fahrer auf uns und ab ging’s. Nach einem Stop bei der Post, einer kurzen Einkaufstour, kamen wir dann auch zu unserem Boot. Da hieß es jetzt Hosen hochkrempeln, Schuhe aus und ab zum Boot. Wir waren absolut übernächtigt, konnten gar nicht erwarten uns endlich unserer Klamotten zu entledigen und haben somit die eigentlich sehre schöne Landschaft nicht sonderlich wahrgenommen .Endlich angekommen, waren wir zunächst ein wenig enttäuscht, da wir keinen Strand sehen konnten. Klar, nächsten Tags wussten wir warum. Ebbe und Flut!. Andrea eine Australierin, hat uns dann unsere Bure gezeigt und auch da fiel uns gleich auf, dass es keine Schränke gab, keine Steckdosen, offenen Türen und Fenster und ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie ich ohne Fön auskommen sollte. Das Ganze war aber eine Luxus Bure, da wir ja eine eigene Toilette und Dusche hatten. Aber wie schon gesagt, wir waren völlig übernächtigt, so dass dieser erste Tag mehr oder weniger völlig an uns vorbei ging. Nach dem wir dann aber ausgeschlafen hatten, waren wir völlig überwältigt. Die Sonne lachte, wir konnten direkt vom Bett aus auf das Meer schauen, die Anlage  mit all den Buren sah so urig aus und wir wussten hier sind wir richtig. Wir waren die einzigen Gäste, was nicht jedermanns Sache ist, aber wir fanden es absolut super.
Unsere Mahlzeiten haben wir auf der Veranda des Haupthauses, zusammen mit den Angestellten eingenommen und wir fanden das Essen Spitze. Viele Dinge kannten wir gar nicht aber es war so lecker, sehr gut gewürzt und absolut abwechslungsreich. Hat sicherlich nichts mit unserer Küche zu tun, eben deswegen hat es uns so gut geschmeckt. Überhaupt war vieles mit Liebe gemacht. Unsere Bure wurde immer sehr nett mit Palmwedel und Blumen geschmückt, wer braucht da schon einen Schrank oder Fön. Die Köchin war immer besorgt dass wir nicht genügend essen und hat uns zum Abschied an Ihren Busen gedrückt und mit einem dicken Schmatzer verabschiedet. Alle Leute waren sehr freundlich, es wurde viel gelacht, die Atmosphäre war einfach schön. Da geht einem schon mal durch den Kopf, was machen wir eigentlich falsch. All diese selbst kreierten Bedürfnisse von denen man glaubt sie wären lebenswichtig. Was soll das alles, es geht auch ohne und irgendwie wesentlich glücklicher. Nun müssen wir zugeben, ohne all den Luxus lebt es sich natürlich besser, wenn man den Pazifik vor der Tür hat und morgens durch strahlende Sonne geweckt wir. Das Wetter war auch spitzenmäßig, trotz „Regenzeit“ hatten wir auf der gesamten Reise fast ausschließlich schönes Wetter. Geregnet hat es meistens nachts, wenn Tags, dann aber nur kurz, wenn auch heftig. TAUCHEN auf Matava war wie alles andere ebenfalls super. Wir haben in nur 4 Tagen alle Fische gesehen ( bis auf Delphine)die wir bisher über 6 Jahre verteilt gesehen haben.
Wir hatten Mantas satt, Napoleons, große Schildkröten, Wasserschlangen, Muränen um nur einige zu nennen. Da wir die einigsten Gäste waren, war das zum Tauchen ideal. Strömung war gleich null, die Riffe sehr bunt und vielfältig. Leider muss man auch hier sagen, dass die Korallenbleiche Einzug gehalten hat. Weniger an dem Außenriff, da ist noch alles intakt, aber innerhalb des Riffs ist das Wasser zu warm und da sieht es stellenweise schon traurig aus. Da man aber zu 99% außerhalb des Riffes taucht, ist es absolut empfehlenswert. Die Tauchguides auf Matava, nehmen es locker, so dass wir eigentlich froh waren doch schon einige  Taucherfahrung zu haben.

2. WAISALIMA - Kadavu
Nach einer Woche Matava ging es mit dem Boot weiter nach Waisalima. Es ist schwer die einzelnen Stationen miteinander zu vergleichen, da jede für sich anders ist und eigentlich nicht verglichen werden kann. Uns persönlich hat Waisalima am Besten gefallen. Zum einen mögen wir gerne am Strand laufen, was man dort ohne Ende tun konnte. Aber auch hier wieder Ebbe und Flut, was da heißt bei Ebbe war es einfacher.
Auch hier waren wir wieder die einzigsten Gäste, so dass ein netter Kontakt zu der australischen Management Familie, der Köchin, dem Bootsmann und dem Tauchguide möglich war. Hier hatten wir wirklich das Gefühl mittendrin zu sein. Wir haben einen Ausflug zu einem Wasserfall gemacht, der zu dem Dorf gehörte, wo unser Bootsmann ursprünglich herkam. Hier wurden wir herzlich willkommen geheißen und gastfreundlich mit Kava, Kokusnuß und Zuckerrohr bewirtet. Das hatte ganz sicher nichts mit einem typischen Touristenausflug zu tun und gerade deswegen besonders schön. Wenn auch man nicht ganz so sicher ist, ob das unsere  westlichen Mägen alles so vertragen, man sollte es nicht ablehnen. Gerade beim Kava ist es sehr unhöflich abzulehnen. Eine Schale sollte man auf alle Fälle mittrinken. Wir haben das gemacht und oft ist es nicht bei einer Schale geblieben, denn irgendwie haben wir an dieser Zeremonie gefallen gefunden und es schadet wirklich nicht.
Das gleiche gilt auch für das Trinkwasser. Schon auf Matava, waren wir sehr erstaunt, dass man uns Leitungswasser in Weinflaschen abgefüllt zum Trinken hinstellte. Hätten wir niemals zuvor getrunken aus Angst wegen Bakterien etc. Aber, da auch die Australier das trinken, dachten wir uns, dass es o.k. sein muss. Und es war völlig in Ordnung. Es ist Süßwasser von eigenen Quellen und man kann es wirklich bedenkenlos trinken, auch wenn es nicht eisgekühlt ist.
In Waisalima stand unsere Bure mehr oder weniger direkt am Wasser, was uns besonders gefallen hat, auch hier heißt de Luxe Bure lediglich, eigenes WC und Dusche. Aber wie schon vorher gesagt, das ist vollkommen ausreichend, es geht wirklich ohne Strom, Schränke und sonstigen „ Luxus“. Es war herrlich. Keiner ging einem auf die Nerven, wir konnten Essen wann wir wollten und auch hier war das Essen gut, wenn auch nicht nur einheimisch. Das Tauchen hat uns hier ganz besonders viel Spaß gemacht, was zum Großenteil unserem Tauchguide Matja zu verdanken war. Ein ganz lieber Kerl, der die Tauchplätze nach unserem Gusto ausgesucht hat, der sich viel Mühe gegeben hat mit dem wir schöne Gespräche hatten. Beim Boot auf- und abrödeln haben wir meistens geholfen, war aber kein Muss. Nach dem Tauchgang hat er das Gerödel gewaschen und aufgehängt, was wir als besonders netten Service empfunden haben. Auch hier wieder, was wir sehen konnten, war das Leihequipment in Ordnung,
Auch hier gilt wie zuvor bei Matava, sehr schöne Tauchplätze am Außenriff, Fische satt, das Innenriff leider von der Korallenbleiche betroffen. Alles in allem wunderschön. 
Leider zog ein Cyclon an Kadavu vorbei, der uns ,Gott sei Dank aber nicht in voller Stärke erreicht hat, so dass es außer abgeknickten Palmen, Bananenstauden etc keine größeren Schäden gab. So unglaublich wie es klingt konnten wir einen Tag später schon wieder Tauchen und das Wetter war wieder gut. Ein Erlebnis der besonderen Art.

3. LEVUKA - Ovalau
Langsam ging es dem Ende zu. Unserer letzte Station Levuka. Levuka die ehemalige Hauptstadt von Fiji, nun ganz anders auf Grund dieser Tatsache und nicht vergleichbar mit den vorherigen Stationen Mitten im Ozean.
Auch hier klingt ehemalige Hauptstadt sicher ganz anders als das was man vorfindet. Unser Ressort war das Ovalau Holiday Ressort, dieses mal mit Strom und auch die Buren nicht die typischen Fiji Buren, sondern eher wie kleinere Häuschen aus den 50 Jahren.. Das Ressort liegt etwa 3 Kilometer außerhalb, war aber kein Problem, da das Ressort uns immer in die „ Stadt“ gefahren hat, wenn wir das wollten. Die Stadt sah ein wenig aus wie eine alte Westernstadt und man spürte auch noch die Überbleibsel der britischen Kolonial Zeit. Aber da wir uns nicht immer mit den Zeiten festlegen wollten haben wir auch die landestypischen Taxis benutzt oder auch ganz normale Taxen. Landestypisch deswegen, weil das kleine Trucks sind, die Bänke hintendrauf haben und die man überall anhalten kann um für etwa 50 Cent mitfahren kann. Das funktionierte ganz gut, wenn es auch nicht immer auf anhieb klappte, da es immer drauf ankommt welche Route die fahren und manchmal eben auch 2 Dollar wollen.  Wir denken das ist o.k. Die normalen Taxen nehmen 5 Dollar pro Fahrt was ja auch so gut wie nichts ist. Hier haben wir dann den Umstand genossen mal wieder Essen zu gehen, da es 2 gute Restaurants hat. Es hat einige Geschäfte, so dass es auch ein bisschen zum Bummeln in Anführungsstrichen hat. Hier haben wir dann auch schnell andere Touristen getroffen, was dann zur Abwechslung auch mal wieder schön war. Auch im Ressort haben wir ab und an gegessen, was dann indische Küche war und ebenfalls wieder sehr lecker. 
Mit dem Tauchen hatten wir hier ein wenig Pech, was aber nicht an der Tauchschule lag, sondern an dem Cyclon. Bedingt durch den Cyclon war die See noch sehr rau und trübe, so dass wir meistens nicht ans Außenriff konnten. Nichts desto Trotz, hatten wir den Umständen entsprechend gute Tauchgänge. Hier haben wir zum erstenmal in unserem Leben Hammerhaie gesehen und das wie meistens auf Fiji, nicht nur einen, gleich mehrere.
Die Tauschschule wird von einem deutschen Paar, Nobbi und Andrea geführt und auch da gibt es nichts zu bemängeln. Weiterhin haben wir eine Tour zu Fuß durch Levuka( Danke Jürgen) gemacht, die uns auch sehr gut gefallen hat. Der Führer, ein 82 Jahre alter Mann ist mit Herz und Seele dabei .
Wir könnten noch ewig weiter erzählen, aber wir wollen es nicht übertreiben.
Für uns war es ein wunderschöner Urlaub, das Preis Leistungs- Verhältnis war in Ordnung und wir werden uns immer daran erinnern. Wir haben die Ursprünglichkeit von Fiji genossen und haben Nichts vermisst. Im Gegenteil dieser Urlaub hat uns Anregungen gegeben Glück mit anderen Augen zu betrachten.

Christine & Ortwin  (email: schlittco@gmx.de )


Hier noch einmal unser Danke Schön für diesen Bericht. Es freut uns besonders, da dies der erste ausführliche Bericht zum Thema Tauchen in Fidschi ist. Auch vielen Dank, daß Ihre Eure email zu Verfügung stellt und zukünftige Gäste Euch anrufen dürfen, um mehr zu erfahren.  -  Wer anrufen möchte, erhält die Tel-Nr. per email von den beiden - wir möchten sie ungern hier veröffentlichen.

Maren & Jürgen

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Letzte Aktualisierung am 31.12.2009

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