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KADAVU:
Matava - Waisalima - Ovalau: Levuka
Bula
Maren, Bula Jürgen,
nachdem wir jetzt doch schon wieder
6 Wochen in der Heimat sind, dachten wir, es ist an der zeit
unsere Urlaubserinnerungen noch einmal Revue passieren zu lassen.
Bei dem kalten und regnerischen Wetter ist das genau das Richtige.
Bevor wir mit dem eigentlichen Reisebericht
anfangen, erst einmal ein paar allgemeine Dinge die wie wir
meinen, dazu beigetragen haben dass wir einen unvergesslich schönen
Urlaub erlebt haben.
Aller Anfang war ganz
sicher Eure hervorragende Organisation. Großes Kompliment!
Auch wenn Ihr das vielleicht nicht ganz nachvollziehen könnt,
aber wenn man wie wir, das erste mal komplett über das Internet
bucht, denkt man doch schon einmal auch an das Risiko,
von wegen,: „was ist, wenn wir alles bezahlt haben, die Tickets
dann nicht kommen etc.“ Ihr habt alles bestens geregelt,
unsere Bedenken zu recht zerstreut und wir können uns an
dieser Stelle eigentlich nur noch einmal ganz herzlich
bedanken. Wir wurden in keinem Reisebüro hier in Deutschland
bisher besser betreut als das bei euch der Fall war und
das alles über E-Mail.
Ein weiterer Punkt den wir jedem mit
auf den Weg geben möchten
ist der, dass man bereit ist sich auf Land und Leute einzulassen.
Das ist oft einfacher gesagt, denn getan. Man sollte
sich ordentlich informieren, z.b. Eure Webseite studieren und
wie auch wir das gemacht haben, euch um Aufklärung bitten wo
noch Fragen offen sind.
Unter
anderem schreibt Ihr und auch jeder anderer Reiseführer über
Fiji Time. Da muss einem schon klar sein, dass man es auf Fiji
sehr relaxt nimmt und Uhrzeit keine sonderlich große
Rolle spielt. Das heißt auch, dass ich dann nicht ungeduldig
oder sauer reagiere, wenn das Tauchboot mal 15 Minuten später
ablegt, nicht Punkt 19.00 das Essen auf dem Tisch
steht, oder wenn man abgeholt wird, man nicht gleich zum Ressort
gebracht wird, sondern noch schnell auf Einkaufstour geht, weil
sich das so anbietet.
Wenn ich auf einer Insel weit
ab vom Schuss bin, heißt das auch, dass ich davon ausgehen kann,
dass man sich zum größten Teil von dem ernährt was angebaut
wird und dass man ggf. auf Versorgungs- Schiffe angewiesen
ist, die eben auch nach Fiji time unterwegs sind, was dann schon
mal zur Folge hat dass man statt Cola mal eben Sprite
trinkt, weil die Cola ausgegangen ist.
Ihr schreibt
unter anderem auch, dass Badeschuhe zu empfehlen sind, was uns
dann auch klar gemacht hat, dass es sich nicht um nur weiße
Puderzuckerstrände handelt, sondern eben auch um Naturstrände.
Man hat so seine eigene Vorstellung von der Südsee, welche sicherlich
durch Fernsehberichte geprägt ist, wo man eben nur
solche Super Hotels eingebettet in Superstrände sieht. Nur weiß
man auch dass diese Dinger meistens aus dem Boden gestampft
wurden, absoluter Touristen Nepp sind und mit Land
und Leuten dann Nichts mehr zu tun hat. Wir wollen das keinesfalls
schlecht machen, wer diese Art von Luxus schätzt und auch bereit
ist, entsprechend mehr zu zahlen, ist sicher gut aufgehoben.
Für uns wäre es nicht das Richtige und wir hätten Fiji nicht
so ursprünglich kennen gelernt wie das der Fall war.
Wenn Ihr glaubt, das war jetzt
zu ausführlich, könnt Ihr
das ruhig rausnehmen.
Nein
- wir lassen den Reisebericht wie er ist, denn ein Problem was
viele Reisende haben, sie erwarten in der Südsee etwas Mallorca
ähnliches und werden enttäuscht - also ganz wichtig - man muß
sich mit dem Land auseinander setzen!! Danke, daß das hier noch
einmal sehr ausführlich erwähnt wird. Denn viele suchen vergebens
nach Discotheken und High Life.
Nun
aber zu unseren verschiedenen Stationen
1. MATAVA- Kadavu
Nach ewig langem Flug, Zwischenstop
in Seoul und einem weiteren langen Flug konnten wir endlich in
den kleinen Flieger
von Sun
Air umsteigen der uns zur Insel Kadavu brachte. Endlich
kamen Urlaubsgefühle auf. Die Aussicht aus der Luft war einfach
genial. Auf der Insel angekommen, wartet auch schon unser
Fahrer auf uns und ab ging’s. Nach einem Stop bei der Post,
einer kurzen Einkaufstour, kamen wir dann auch zu
unserem Boot. Da hieß es jetzt Hosen hochkrempeln, Schuhe aus
und ab zum Boot. Wir waren absolut übernächtigt, konnten
gar nicht erwarten uns endlich unserer Klamotten zu entledigen
und haben somit die eigentlich sehre schöne Landschaft nicht sonderlich wahrgenommen .Endlich angekommen, waren wir
zunächst ein wenig enttäuscht, da wir keinen Strand sehen konnten.
Klar, nächsten Tags wussten wir warum. Ebbe und Flut!.
Andrea eine Australierin, hat uns dann unsere Bure gezeigt und
auch da fiel uns gleich auf, dass es keine Schränke gab, keine Steckdosen, offenen Türen und Fenster und ich mir gar nicht
vorstellen konnte, wie ich ohne Fön auskommen sollte. Das Ganze
war aber eine Luxus Bure, da wir ja eine eigene Toilette
und Dusche hatten. Aber wie schon gesagt, wir waren völlig
übernächtigt, so dass dieser erste Tag mehr oder weniger völlig
an uns vorbei ging. Nach dem wir dann aber ausgeschlafen
hatten, waren wir völlig überwältigt. Die Sonne lachte, wir
konnten direkt vom Bett aus auf das Meer schauen, die Anlage mit all den Buren sah so urig aus und wir wussten hier sind
wir richtig. Wir waren die einzigen Gäste, was nicht jedermanns
Sache ist, aber wir fanden es absolut super.
Unsere
Mahlzeiten haben wir auf der Veranda des Haupthauses, zusammen
mit den Angestellten eingenommen und wir fanden das Essen Spitze.
Viele Dinge kannten wir gar nicht aber es war so lecker,
sehr gut gewürzt und absolut abwechslungsreich. Hat sicherlich
nichts mit unserer Küche zu tun, eben deswegen hat es uns
so gut geschmeckt. Überhaupt war vieles mit Liebe gemacht.
Unsere Bure wurde immer sehr nett mit Palmwedel und Blumen geschmückt,
wer braucht da schon einen Schrank oder Fön. Die Köchin
war immer besorgt dass wir nicht genügend essen und hat uns
zum Abschied an Ihren Busen gedrückt und mit einem dicken Schmatzer verabschiedet. Alle Leute waren sehr freundlich, es wurde viel
gelacht, die Atmosphäre war einfach schön. Da geht einem schon
mal durch den Kopf, was machen wir eigentlich falsch.
All diese selbst kreierten Bedürfnisse von denen man glaubt
sie wären lebenswichtig. Was soll das alles, es geht auch ohne
und irgendwie wesentlich glücklicher. Nun müssen wir
zugeben, ohne all den Luxus lebt es sich natürlich besser, wenn
man den Pazifik vor der Tür hat und morgens durch
strahlende Sonne geweckt wir. Das Wetter war auch spitzenmäßig,
trotz „Regenzeit“ hatten wir auf der gesamten Reise fast ausschließlich
schönes Wetter. Geregnet hat es meistens nachts, wenn
Tags, dann aber nur kurz, wenn auch heftig. TAUCHEN auf
Matava war wie alles andere ebenfalls super. Wir haben in nur
4 Tagen alle Fische gesehen ( bis auf Delphine)die wir bisher über 6 Jahre verteilt gesehen
haben.
Wir hatten
Mantas satt, Napoleons, große Schildkröten, Wasserschlangen,
Muränen um nur einige zu nennen. Da wir die einigsten Gäste
waren, war das zum Tauchen ideal. Strömung war gleich
null, die Riffe sehr bunt und vielfältig. Leider muss man auch
hier sagen, dass die Korallenbleiche Einzug gehalten hat. Weniger an dem Außenriff, da ist noch alles intakt, aber innerhalb des
Riffs ist das Wasser zu warm und da sieht es stellenweise schon
traurig aus. Da man aber zu 99% außerhalb des Riffes
taucht, ist es absolut empfehlenswert. Die Tauchguides auf Matava,
nehmen es locker, so dass wir eigentlich froh waren doch schon
einige Taucherfahrung zu haben.
2.
WAISALIMA - Kadavu
Nach einer Woche Matava ging es mit
dem Boot weiter nach Waisalima. Es ist schwer die einzelnen
Stationen miteinander zu vergleichen, da jede für sich anders
ist und eigentlich nicht verglichen werden kann. Uns
persönlich hat Waisalima am Besten gefallen. Zum einen mögen
wir gerne am Strand laufen, was man dort ohne Ende
tun konnte. Aber auch hier wieder Ebbe und Flut, was da heißt
bei Ebbe war es einfacher.
Auch hier waren wir wieder die
einzigsten Gäste, so dass ein netter Kontakt zu der australischen
Management Familie, der Köchin, dem Bootsmann und dem Tauchguide
möglich war. Hier hatten wir wirklich das Gefühl
mittendrin zu sein. Wir haben einen Ausflug zu einem Wasserfall
gemacht, der zu dem Dorf gehörte, wo unser Bootsmann
ursprünglich herkam. Hier wurden wir herzlich willkommen geheißen
und gastfreundlich mit Kava, Kokusnuß und Zuckerrohr bewirtet.
Das hatte ganz sicher nichts mit einem typischen Touristenausflug
zu tun und gerade deswegen besonders schön. Wenn auch man
nicht ganz so sicher ist, ob das unsere westlichen
Mägen
alles so vertragen, man sollte es nicht ablehnen. Gerade beim
Kava ist es sehr unhöflich abzulehnen. Eine Schale sollte
man auf alle Fälle mittrinken. Wir haben das gemacht
und oft ist es nicht bei einer Schale geblieben, denn irgendwie
haben wir an dieser Zeremonie gefallen gefunden und es
schadet wirklich
nicht.
Das gleiche gilt auch für das Trinkwasser.
Schon auf Matava, waren wir sehr erstaunt, dass man uns Leitungswasser
in Weinflaschen abgefüllt zum Trinken hinstellte. Hätten wir niemals zuvor getrunken aus Angst wegen Bakterien
etc. Aber, da auch die Australier das trinken, dachten
wir uns, dass es o.k. sein muss. Und es war völlig in Ordnung.
Es ist Süßwasser von eigenen Quellen und man kann es wirklich
bedenkenlos trinken, auch wenn es nicht eisgekühlt ist.
In Waisalima stand unsere Bure mehr oder weniger direkt am
Wasser, was uns besonders gefallen hat, auch hier heißt de Luxe Bure
lediglich, eigenes WC und Dusche. Aber wie schon vorher
gesagt, das ist vollkommen ausreichend, es geht wirklich ohne
Strom, Schränke und sonstigen „ Luxus“. Es war herrlich.
Keiner ging einem auf die Nerven, wir konnten Essen wann wir
wollten und auch hier war das Essen gut, wenn auch nicht nur
einheimisch. Das Tauchen hat uns hier ganz besonders viel
Spaß gemacht, was zum Großenteil unserem Tauchguide Matja zu
verdanken war. Ein ganz lieber Kerl, der die Tauchplätze
nach unserem Gusto ausgesucht hat, der sich viel Mühe gegeben
hat mit dem wir schöne Gespräche hatten. Beim Boot auf- und
abrödeln haben wir meistens geholfen, war aber kein
Muss. Nach dem Tauchgang hat er das Gerödel gewaschen und aufgehängt,
was wir als besonders netten Service empfunden haben.
Auch hier wieder, was wir sehen konnten, war das Leihequipment
in Ordnung,
Auch hier gilt wie zuvor bei Matava, sehr schöne
Tauchplätze am Außenriff, Fische satt, das Innenriff leider
von der Korallenbleiche betroffen. Alles in allem wunderschön.
Leider zog ein Cyclon an Kadavu vorbei, der uns ,Gott sei Dank
aber nicht in voller Stärke erreicht hat, so dass es außer abgeknickten
Palmen, Bananenstauden etc keine größeren Schäden
gab. So unglaublich wie es klingt konnten wir einen Tag später
schon wieder Tauchen und das Wetter war wieder gut. Ein Erlebnis
der besonderen Art.
3.
LEVUKA - Ovalau
Langsam ging es dem Ende zu. Unserer
letzte Station Levuka. Levuka die ehemalige Hauptstadt von Fiji,
nun ganz anders auf Grund dieser Tatsache und nicht vergleichbar
mit den vorherigen Stationen Mitten im Ozean.
Auch hier klingt ehemalige Hauptstadt sicher ganz anders als
das was man vorfindet. Unser Ressort war das Ovalau Holiday
Ressort, dieses mal mit Strom und auch die Buren nicht die typischen
Fiji Buren, sondern eher wie kleinere Häuschen aus den 50 Jahren.. Das Ressort liegt etwa 3 Kilometer außerhalb,
war aber kein Problem, da das Ressort uns immer in die „ Stadt“
gefahren hat, wenn wir das wollten. Die Stadt sah
ein wenig aus wie eine alte Westernstadt und man spürte auch
noch die Überbleibsel der britischen Kolonial Zeit. Aber da
wir uns nicht immer mit den Zeiten festlegen wollten
haben wir auch die landestypischen Taxis benutzt oder auch ganz
normale Taxen. Landestypisch deswegen, weil das kleine Trucks
sind, die Bänke hintendrauf haben und die man überall anhalten
kann um für etwa 50 Cent mitfahren kann. Das funktionierte
ganz gut, wenn es auch nicht immer auf anhieb klappte, da es
immer drauf ankommt welche Route die fahren und manchmal eben
auch 2 Dollar wollen. Wir denken das ist o.k. Die
normalen Taxen nehmen 5 Dollar pro Fahrt was ja auch so
gut wie nichts ist. Hier haben wir dann den Umstand genossen
mal wieder Essen zu gehen, da es 2 gute Restaurants hat. Es
hat einige Geschäfte, so dass es auch ein bisschen zum Bummeln in Anführungsstrichen hat. Hier haben wir dann auch
schnell andere Touristen getroffen, was dann zur Abwechslung
auch mal wieder schön war. Auch im Ressort haben wir
ab und an gegessen, was dann indische Küche war und ebenfalls
wieder sehr lecker.
Mit dem Tauchen hatten wir hier
ein wenig Pech, was aber nicht an der Tauchschule lag,
sondern an dem Cyclon. Bedingt durch den Cyclon war die See noch
sehr rau und trübe, so dass wir meistens nicht ans Außenriff konnten.
Nichts desto Trotz, hatten wir den Umständen entsprechend gute
Tauchgänge. Hier haben wir zum erstenmal in unserem
Leben Hammerhaie gesehen und das wie meistens auf Fiji, nicht
nur einen, gleich mehrere.
Die Tauschschule wird von einem
deutschen Paar, Nobbi und Andrea geführt und auch da gibt es
nichts zu bemängeln. Weiterhin haben wir eine Tour zu Fuß
durch Levuka( Danke Jürgen) gemacht, die uns auch sehr gut gefallen
hat. Der Führer, ein 82 Jahre alter Mann ist mit Herz
und Seele dabei .
Wir könnten noch ewig weiter erzählen,
aber wir wollen es nicht übertreiben.
Für uns war es ein
wunderschöner Urlaub, das Preis Leistungs- Verhältnis war in
Ordnung und wir werden uns immer daran erinnern. Wir haben die Ursprünglichkeit
von Fiji genossen und haben Nichts vermisst. Im Gegenteil dieser
Urlaub hat uns Anregungen gegeben Glück mit anderen Augen zu
betrachten.
Christine & Ortwin (email: schlittco@gmx.de
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