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Nach
Tausend Fragen nun Tausendfach um Entschuldigung bettelnd. Nicht
nötig!!!!
Liebe
Maren, lieber Jürgen,
die Ferien sind schon über eine Woche vorbei und mein versprochener Bericht ist immer
noch nicht fertig. Das Wetter ist draußen so mistig, dass ich
mir jetzt einfach die Auszeit genehmige. Nun soll das Werk gelingen.
Im Januar 2001 reifte
nach einem Reisebericht im Fernsehen, der Wunsch, dieses Jahr
in die Südsee zu reisen. West-Samoa sollte unser Reiseziel sein.
Havanna und Vietnam können warten, galt doch der Südsee schon
immer unsere Träume. Diese endlosen Strände in Einsamkeit. Gewohnt,
die Reise selber Vorzubereiten, begaben wir uns in die Tiefen
des Internets und freuten uns über jeden erfolgreichen Link,
der uns zur Verwirklichung unseres Traumes führen sollte. Mein
Gott, wie viel Monate noch bis zur Abreise? Noch 7! Eine Ewigkeit!
Noch lag draußen Schnee.

Ein
Hotel in Samoa, ein bestätigter Flug via LA. Und wenn schon
so eine weite Reise, dann aber auch 4 Wochen. Dann wieder eine
Seite (in deutsch) aus Samoa im Internet gefunden und Kontakt
aufgenommen. Da kam aus Samoa die Frage: Was wollt ihr 4 Wochen
hier? Macht doch noch zwei Wochen Fiji und zwei Wochen Samoa.
Gemein!
Hatte man doch alles schon unter Dach und Fach und jetzt das
Ganze noch einmal von vorne. Also wieder abtauchen ins Internet
und zur allgemeinen Freude wieder eine deutschsprachige Seite,
diesmal aus Fiji entdeckt (www.reiseinsel.de).
Die Seiten haben gleich mein volles Interesse gefunden, waren
sie doch professionell gemacht und boten sie ja inhaltlich genau
das, was wir suchten. Auch hier gab es eine eMail-Kontakt-Adresse,
wo ich (ich war für Fiji
zuständig, Michaela für Samoa) sofort meine Reiseanfragen stellte.
Auch hier, welch eine freudige Überraschung kam postwendend
(ich glaube noch am selben Tag) umfangreiche Antwort und auch
die ersten Angebote. Was auch hier sofort ins Auge sprang, war
die vertrauensweckende Art und Weise mit der mir eine Maren
Mucha Rede und Antwort stand. Ja, es war die Art und Weise und
die Professionalität, die mich überzeugte und die darin endete,
dass wir einem Angebot im "Crusoes-Retreat" zustimmten
über BWT-Travel buchten. Auch
dass der Buchungspreis über eine internationale, auch in Deutschland
ansässige Bank eingezahlt werden konnte, trug zum Vertrauen
bei, das man einfach braucht, wenn man über das www vor Ort
bucht.
(Dazu
müssen wir
anmerken, daß überlicherweise auf unser Firmen-Konto in Fidschi
eingezahlt wird - wir aber schon einmal anbieten auf unser privates
Konto in Deutschland einzuzahlen, um unseren Gästen die doch
recht hohen Überweisungsgebühren zu ersparen.)
Nach
einer Woche hatten wir dann auch per Einschreiben unsere Reiseunterlagen
und Vouchers für Fiji. Die Samoa-Unterlagen, hauptsächlich das
Ticket für Polynesien-Airlines (Nadi-Apia-Nadi) kam auch zur
selben Zeit. Der Flug nach Nadi wurde bei Korean-Air via Seoul
gebucht und jetzt war es auch schon Mai und der August durfte
nun langsam kommen.

Neid,
Neid nichts als Neid und Bewunderung erfuhren wir von allen,
denen wir von unseren bevorstehenden Reise berichteten. Die
Südsee hat in Deutschland, trotz der vielen Reiseberichte,
immer noch etwas Exotisches und Geheimnisvolles. Mag sei, dass
die
eben genau auf der anderen Seite liegt.
Ja,
und im Nu war es dann auch so weit; der August stand im Haus
und wir konnten selbiges verlassen. Die Reise mit Korean Air
nach Seoul war, trotz rammelvollem Flieger, doch erfreulich
angenehm und kurzweilig. Noch nie hatten wir (beide über 180
cm) in einem Jumbo so viel Beinfreiheit. Lufthansa könnte sich
da mal ein Maß nehmen. Der Service war Standart. In Seoul hatten
wir dann doch sehr lange "Stop Over". Die Zeit verkürzten
wir uns, indem wir uns im Transit-Hotel für sechs Stunden einmieteten.
Dann ging es mit einer 777 weiter nach Nadi, noch einmal die
selbe Zeit den A....durchsitzen und dann endlich der Anflug
auf den Internationalen Flughafen.
Was
man so aus der Luft durch das kleine Bulleye sehen konnte
war
eigentlich schon vielversprechend. Raus aus dem Flieger, rein
ins Land. Das erste, was einem sofort auffällt, wenn man in
die Welt hinausreicht - man ist nicht mehr in Deutschland. Die
Leute bei der Einreise und Zoll sind auf einmal so nett, dass
es mich immer wieder erschrickt. Warum können deutsche Beamtenärsche
nicht auch mal so freundlich sein? Wird er da sein, unser angekündigter
Fahrer? Aber klar doch! Freundlich
wurden wir begrüßt und es war schon zu diesem Zeitpunkt ein
weiterer Beweis, dass wir mit BWT einen guten Griff getan hatten.
So und nun mitten durch die Südsee, lass uns vom Traum wachküssen.
Zuerst einmal die Verwunderung, wie schwarz die Menschen hier
sind. Ich hätte halt doch einmal wenigstens den Reiseführer
vor der Reise lesen sollen, dann hätte ich den Unterschied zwischen
Melanesien, Mikronesien und Polynesien gewusst. Nadi ist eine
Stadt ohne große Höhepunkte, wir wollten auch schnell
ins Paradies. Zuerst einmal endlose Zuckerrohrplantagen und vereinzelt
Palmen.
Hm, umwerfend war das nicht. Na ja, abwarten wir sind ja erst
eine halbe Stunde unterwegs und wir hatten ja noch eineinhalb
Stunden bis zum Hotel vor uns und da wird das Paradies ja noch
kommen. Dann endlich an der Coral-Coast. Soll das das Paradies
sein, das ich aus Büchern und Vox-Tours kenne. Eine gewisse
Ernüchterung macht sich breit. Da doch schon oft und weit gereist,
neigt man zu Vergleichen.

Schön
ist es hier, aber hätte man dafür so lange reisen müssen? Jetzt
aber nur nicht zu schnell urteilen, noch haben wir ja kaum etwas
gesehen. Ja, und dann wurde es immer mehr Urwald und abseits
der Hauptstraße erreichten wir nach zwei Stunden unser Hotel.
Mein Gott ging's da steil rauf und runter.
Das
Crusoes Retreat war genau das Hotel, wie wir es erwartet
und
gewünscht haben, klein und intim. Unsere Sea-Site-Bure war dafür
schön groß und ordentlich eingerichtet, die Lage, 30 Meter zu
Meer, fantastisch. Das Wetter und das Klima war angenehm, eine
AC war nicht vonnöten. Doch das Crusoes konnte mehr als überzeugen.
Schon nach kurzer Zeit war der Kontakt zu den Menschen aus dem
Dorf neben dem Hotel aus dem auch das Personal kam da. Und da
beginnt der Moment, wo wir "unsere" Südsee entdecken
und von Tag zu Tag immer begeisterter werden. Da
konnte auch der zweitägige Wasserfall nichts mehr anhaben. Wir
waren nur noch begeistert. Es ist die Mischung aus der wunderschönen
Landschaft, auch im Landesinneren und vor allem den Menschen,
die einen so nach und nach vom Alltag entschwinden lassen. Wir
können jeden verstehen, der hier leben möchte. Ich habe noch
nie so offene und freundliche Menschen getroffen. Zu keiner
Zeit und zu keinem Ort auf Fiji fühlten wir uns unsicher, bedroht
oder gar ausgenommen oder abgezockt. Da könnte manch einer aus
unserem Kulturkreis einiges Lernen. (Ich weiß, auch in Fiji
gibt es Probleme, auch mit Ausländern.) Wir erlebten also zwei
herrliche Wochen.
 Nochmals
zu Crusoes: Im Crusoes fühlt man sich nach kürzester Zeit wie
in einer großen Familie, in der jeder aufgehen kann, aber nicht
muss. Es ist eine Mischung aus Professionalität und Einfachheit,
wobei die Einfachheit eine ungemeine Ehrlichkeit ausstrahlt.
Am ehesten merkte man dies bei der sog. Animation, z.B. wenn
die Frauen vom Dorf uns im Hotel den Menge-Tanz vorführten.
Da war nichts langweiliges in den Gesichtern, jeder konnte spüren,
dass sie Spass an der eigenen Darbietung hatten. Oder Ironies
Frog-and Crab-Race. Hab mich selten so amüsiert. Oder das Kava-Trinken
im Dorf. Keine Show uns zuliebe sondern die machen das immer
so.

Was
wir das nächste Mal (au ja, möglichst bald!) besser machen würden?
Nun, wir würden uns bälder ein Auto mieten, denn das Hinterland
ist sehr interessant und Fiji hat mehr zu bieten als nur Hotel
und Strand. Einfach mal anhalten und aufnehmen und genießen.
Urlaub, Erholung und was sehen, was will man mehr.

Dann hieß es Abschied
auf Zeit, weiter für 14 Tage nach Samoa und dann noch einmal
3 Tage Fiji, ja und dann .... Daran denken wir jetzt nicht.
Die
Fahrt nach Nadi, mitten in der Nacht, verlief auch reibungslos
und pünktlich waren wir dann auch am Flughafen um zu erfahren,
dass der Flug nach Apia (Samoa) gecancelt wegen defekter Maschine
wurde. Überall hätte ich jetzt einen mittelschweren Anfall
von Groll u.ä. bekommen, aber erstaunlicherweise wirkte
das Fiji-Feeling immer noch. Nach
2 Stunden war klar, dass am Nachmittag eine Maschine eingesetzt
wird, die uns nach Samoa bringt. So wurden wir alle in ein Hotel
verfrachtet, wurden verköstigt und konnten die Beine hochlegen,
und das wegen 6 Stunden Verspätung. Das hätten wir bei keiner
europäischen Airline bekommen.

Einen Samoa-Report
lasse ich aus, wäre dann doch zu lang.

Nach
14 Tagen wieder zurück auf Fiji und dann noch 2 Übernachtungen
im Travellers-Ressort, einem kleinen Backpacker-Hotel in unmittelbarer
Nachbarschaft zum Airport, direkt am Meer gelegen. Und da war
es wieder. Gewiss, Samoa war herrlich, aber die Menschen waren
durch den immensen amerikanisch-religiösen Einfluss anders und
durch das strenge Dorfsystem hatte man nie die Freiheit die
Insel zu erkunden. Und jetzt zurück in Fiji. Man spürte sofort
die Freiheit und es mag hier komisch und blöd klingen, ich fühlte
mich auf einmal wie wieder zu Hause.
Wir
erlebten dann noch zwei wunderschöne Tage in einem landschaftlich
ganz anderen Fiji als an der Coral-Coast. Aber die herzlichkeit
der Menschen ist hier genau so. Ein Schmankerl leisteten wir
uns noch. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Hotel befand sich
eine kleine Airline "Turtle Airline", die Gäste auf
die vielen vorgelagerten Hotelinseln brachten.
Bei Turtle-Airline charterten wir uns ein Wasserflugzeug und
Paul unser Pilot zeigte uns die schönen Inseln vor Nadi.
Und da war sie, die Vox-Tours-Welt. Herrliche Inseln, herrliche
Strände und türkisfarbenes Wasser. Ist das der Traum der Südsee?
Haben wir etwa was versäumt? Ich glaube nicht. Ich denke, solche
Ressorts findet man auf der ganzen Welt. Die Touries sind unter
sich. Nein, das haben wir auf den Malediven erlebt. Wir waren
froh, etwas Fiji erlebt und genossen zu haben.

Ich
denke, jeder muss sein Fiji finden. Wir haben unseres gefunden
und wir haben eine sehr schöne Zeit verbracht. Mit dazu beigetragen
hat auch, dass der Tourismus nicht alles zugedeckt hatte, sondern
dass dieser kaum aufgefallen ist. Und böse könnte ich noch hinzufügen,
der Urlaub war auch ein Erfolg, weil nicht die typischen deutschen
Touries unterwegs waren. Hoffentlich bleibt das noch lange so.
Einen großen Anteil
am Gelingen hatten natürlich auch Maren und Jüregen von BWT
TRAVEL OFFICE, die ja alles professionell und fair arrangiert
hatten.
Danke Euch Beiden.
Sollte uns unser
Weg noch einmal in diese Region führen (hoffentlich bald), dann
werden wir bestimmt wieder Euren Service vertrauen in Beschlag
nehmen, auch mit den nächsten Tausend Fragen.
Danke und alles Gute
Christian
Lieber Christian,
Liebe Michaela,
vielen Dank für Euren aufrichtigen und ehrlichen
Bericht - Ihr habt Eurer Fidschi gefunden - genauso soll es
sein. Wir erklären unseren Gästen immer wieder, daß die Südsee
nicht nur aus Palmen und weißem Sandstrand besteht - um nur
das zu sehen muß man wirklich nicht so weit reisen..............Aber
ehrlich, die wenigsten verstehen das. Und die, die es verstehen,
werden schöne Erlebnisse und Eindrücke mit nach Hause nehmen.
Man muß sich halt ein wenig darauf vorbereiten was einen hier
erwartet und dazu sind wir da, um halt die 1.000 Fragen (die
ja dann doch nicht kamen...) zu beantworten. Wir fanden es auch
super, daß wir Euch im Crusoe's kennen lernen durften, im Travellers
dann noch einmal und der gemeinsame Flug nach Deutschland. Wenn
Ihr wiederkommt, laßt es uns wissen. - VINAKA VAKA LEVU Vielen
Dank auch noch für die Foto-CD - die wir uns immer wieder anschauen
- die es mir (Maren) aber auch sehr schwer macht, die Fotos
für diesen Bericht auszusuchen.
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