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| Wirtschaftspolitik (Stand
Oktober 2003): |
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Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit
und Vollständigkeit der Angaben, da diese über die vergangenen
zwei Jahre aus verschiedenen Quellen zusammen getragen wurden.
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Wirtschaftslage
und Wirtschaftsstruktur:
Die Inseln sind marktwirtschaftlich orientiert und die Regierung zeigte in den
letzten Jahren einen Hang einzugreifen. Da Fidschi extrem vom Export abhängig
ist, ist es am Freihandel und dem Abbau protektionistischer Zollschranken interessiert.
Für die Wirtschaft der Fidschi Inseln spielt die Entwicklungshilfe, deren
wichtigste Geberländer Australien, Neuseeland, Japan und die Europäische
Union sind, im Allgemeinen eine relativ kleine Rolle.
Innerhalb der EU ist Großbritannien der wichtigste Handelspartner. Mit
Deutschland und die EU an sich ist der Handel gering. Wichtig dagegen sind jedoch
die nicht geringen Ausgleichszahlungen, die die Eu im Rahmen des Zuckerprotokolls
an die Fidschi Inseln als AKP-Staat leistet. Weitere größere EU-Projekte,
wie zum Beispiel der Bau einer neuen Brücke über den Rewa (Fluss zwischen
dem Flughafen in Nausori und Suva), der Realisierung einer Recycling-Mülldeponie
etc., sind von großer Wichtigkeit für die Infrastruktur des Landes.
Die Wirtschaftsleistung ging nach den Unruhen und dem Putsch im Jahr 2000 erheblich
zurück, gerade auch was den Tourismus betrifft. Eine Folge waren Massenentlassungen
und Kurzarbeit in Resorts, Hotels und anderen mit dem Tourismus verbundenen Unternehmen.
Die politische Stabilisierung und eine wirtschaftliche Erholung (Wachstum des
BIP ca. 1,5%) brachte das Jahr 2001, vor allem weil das Tourismusgeschäft
wieder anzog. Uneinheitlich dagegen war die bereichsweise Entwicklung des BIP.
Handel und Hotellerie wuchsen um 4,2%, Transport und Kommunikation um 7,3%, während
Bergbau (+2%), Bauwirtschaft (+2,9%) und allgemeine Dienstleistungen (2,9%) hinter
diesem Wachstum zurückblieben.
Im Gegensatz zu den meisten anderen pazifischen Inselstaaten verfügen die
Fidschi Inseln über eine, von einer Zentralbank auf Stabilität kontrollierte,
eigene Währung, den Fidschi-Dollar, F$). Im Jahr 2001 blieb der reale Wechselkurs
den Weltleitwährungen gegenüber beständig. Die Inflation, im Jahresdurchschnitt,
betrug 4,3%. Die finanzielle Poltik der Zentralbank ist im Grundsatz auf Inflationsbekämpfung
ausgerichtet, wurde aber wiederholt unter Inkaufnahme von Inflation zur „Anregung” der
Gesamtnachfrage.
Ein großer Anteil der Staatsausgaben wird in Projekte zur Bekämpfung
der Armut und Förderung der ländlichen Entwicklung, die immer mehr
durch Neuverschuldung finanziert werden, eingebracht. Durch die Rezession im
Jahr 2000 gingen die Staatseinnahmen immens zurück. Offiziell beträgt
der Haushaltsverlust 4,9%, dieser dürfte jedoch bei etwa 7% des Brutto-Inlands-Produktes
liegen, wenn man Privaterlöse herausrechnet. Rund 42,7% des BIP beträgt
laut offizieller Angaben die nominale Staatsverschuldung. Die Asiatische Entwicklungsbank
(ADB) schätzt diese dagegen auf über 60%. |
Wichtigste Wirtschaftszweige:
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind, neben dem steigenden Tourismus, die Zuckerrohr-
und Textilindustrie sowie die Gewinnung von Golderzen. Zusätzlich werden
andere landwirtschaftliche Produkte wie tropische Hölzer (z. B. Mahagoni),
Kopra und Fisch gewonnen. Die Produktionszahlen für Zucker, Kopra und Gold
blieben zum Jahr 2000 unverändert. Durch mangelnde Investionen und Unproduktivität
ist die Zuckerindustrie schon seit einiger Zeit in Schwierigkeiten. Neben dem
Tourismus trägt der Primärsektor am meisten zur Erreichung des BIP
bei. Jedoch leidet dieser momentan nicht nur unter fallenden Weltmarktpreisen,
sondern auch darunter das es Transportprobleme sowie juristische Unsicherheiten
bei der Erneuerung der Pachtverträge gibt.
Von der ADB wurde für das Jahr 2000 die Arbeitslosenquote mit 12% beziffert
und die Entwicklung, die am Arbeitsmarkt stattfindet, ist beunruhigend.
Aufgrund der Rezession kam es im Textilbereich zu beträchtlichen Entlassungen
von ungelernten Arbeitskräfte und auf der andere Seite wandern Facharbeiter – meist
indischstämmige Fidschianer – zunehmend ab.
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Außenwirtschaft:
Die wichtigsten Exportgüter der Fidschi Inseln sind Zucker, Gold,
Textilien, Fisch und tropische, während der Import sich auf Nahrungsmittel,
Treibstoffe, Industriegüter, Fahrzeuge, Maschinen und Chemikalien konzentriert.
Die Wirtschaft, die im Groben und Ganzen noch recht wenig industrialisiert
ist, hängt stark vom Primärsektor ab. So stellen die fallenden
Weltmarktpreise für natürliche Rohstoffe eine große Gefahr
für die Wirtschaft dar. Bemerkenswerte Beschränkungen des Außenhandels
bestehen nicht.
Wichtigste Handelspartner:
| Land |
Importvolumen in Mio. F$ |
Exportvolumen in Mio. F$ |
| Australien |
689 |
416 |
| Neuseeland |
290 |
59 |
| Großbritannien |
16,7 |
174,2 |
| USA |
80,4 |
239,1 |
| Japan |
80,3 |
45,9 |
| Singapur |
100,7 |
1,7 |
| Volksrepublik China |
34,2 |
1,3 |
| Hongkong |
68,2 |
16,8 |
| Taiwan |
36,2 |
18,4 |
Deutschland importierte im Jahr 2001 Güter im Wert von 4,6 Mio. € und
exportierte Produkte für 2,7 Mio. €
Seit Jahren weist die Handelsbilanz der Fidschi Inseln einen negativen Saldo
auf und 2001 weitete sich dieser Verlust um weitere 4,4% aus. Dafür verantwortlich
ist hauptsächlich die Krise in der Textilbranche. Die Zahlungsbilanz weist
einen Fehlbetrag von derzeit 30 Mio. F$ auf, da aufgrund fehlender Anlageperspektiven
sowohl Unternehmensgewinne (darunter auch Gewinne aus der Tourismusbranche)
wie auch privates Kapital ins Ausland abfließen. Dem gegenüber stehen
Devisenreserven in einer ungefähren Höhe von 360 Mio. F$. Die Außenverschuldung
entfällt zu ca. 58% in den privaten Bereich und beträgt 533 Mio.
F$. |
Mitgliedschaft in Wirtschaftsorganisationen:
Die Fidschi Inseln sind Mitglied der ADB und nehmen als AKP-Land am EU-Programm
zur Stabilisierung der Exporteinkünfte teil. Eine große Bedeutung
für die Stabilisierung der Einnahmen aus der verlustbringenden Zuckerindustrie
haben die EU-Ausgleichszahlungen für Zucker.
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Zukunftsaussichten: Bestimmungsfaktoren
der wirtschaftlichen Entwicklung
Wirtschaftliches Wachstum soll die Grundlage zur Bekämpfung der Armut sein
ist für die fidschianische Wirtschaftspolitik ein strategisches Ziel. Ebenso
sollen verminderte Staatsausgaben das Haushaltsdefizit verringern (zum Zeitpunkt
der Recherche bis 2003 auf 3,7%). Zu den Einschätzungen der Weltbank, die
eine Staatsverschuldung von 46% vor staatlichen Garantien und Krediten sieht,
steht dieses im merklichen Widerspruch. Eine wirksame (größere) Investionsbereitschaft
aus dem Ausland ist in absehbarer Zeit nicht in Sicht, so bleiben die Inseln
nach wie vor vom Export ihrer traditionellen Produkte abhängig.
Ein von der Regierung mittelfristig propagiertes Wirtschaftswachstum von 5%,
wird sicher nur dann zu erreichen sein, wenn die Hauptsektoren Tourismus und
Export übermäßig dazu beitragen und eine strengere Kreditdisziplin
bei der Finanzierung der Staatsausgaben eingehalten wird. |
Verkehrswesen:
Von den rund 5.100 Kilometern des ziemlich gut ausgebauten Straßennetzes
der Fidschi Inseln ist ungefähr 1/5 asphaltiert. Für die Verbesserung
und Sicherung von ca. 180 km Straßen auf 4 verschiedenen Inseln hat die
ADB Fidschi ein Darlehen von 40 Mio. US$ bereitgestellt. Die Regierung selbst
steuerte zu diesem Projekt 100 Mio. F$ zu.
Es gibt zwei inländische Flugsellschaften - Sun Air und Air Fiji - die
zusammen über 350 Inlandsflüge haben und mehr als 18 Städte verbinden
(wobei es zeitweise Einschränkungen gibt).
Air Pacific, mit Qantas als Anteilseigner, fliegt Australien, Neuseeland, Japan,
die USA und verschiedene südpazifische Inselstaaten (teilweise im Code-Sharing)
an. Ebenfalls durch Code-Sharing wird eine Ausdehnung nach Europa (bereits 1m
3. Februar 1997 wurden die Luftverkehrverhandlungen mit Deutschland erfolgreich
abgeschlossen) angestrebt.
Vom größeren Flughafen in Nadi gibt es internationale Flugverbindungen
in alle Welt. Während von Suva (Nausori) aus direkte Verbindungen nach Australien,
Neuseeland, Tonga und Tuvalu angeboten werden. In letzter Zeit sind noch einige
„Billig-Fuglinien” Virgin Blue, Freedom Air etc.) dazu
gekommen.
Die internationalen Häfen sind Suva, Lautoka und Levuka - letzterer
nur für kleinere Schiffe geeignet. Projekte zur Hafenmodernisierung für
Suva und Lautoka, um die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft
zu fördern, befinden sich in Planung. Im Besonderen sollen diese beiden
Häfen an internationale Frachtstandards angepasst werden und den Erdbebenstandards
entsprechend ausgebaut werden. Die Lagerkapazitäten sollen aufgestockt und
erforderliche Reparaturen ausgeführt werden. Dieses ist mittlerweile (Januar
2004) in Angriff genommen und soll Mitte des Jahres beendet sein.
Für den Import, Export, regionalen Fracht- und Passagierverkehr, worauf
die Fidschi Inseln in hohem Maße angewiesen sind ist dieses Projekt von
größter Bedeutung.
Das nur dem Frachtverkehr dienende Eisenbahnnetz (Feldbahn für den Zuckerrohrtransport)
hat eine Länge von über 800 km.
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Umweltbedingungen:
Durch die wachsende Bevölkerungsdichte, überwiegend in den Zentren
Suva und Nadi, nehmen die Belastungen der noch ziemlichen guten Umweltbedingungen
zu.
Abhilfe schaffen soll da auch das EU-Projekt für die Recycling-Mülldeponie
zwischen Pacific Harbour und Suva.
Aufklärungen in Sachen Umweltschutz sind in verschiedenen Medien schon sein
den letzten Jahren aktiv. |
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Alles auf einen Blick: |
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