Bis heute ist eigentlich nichts
weiter passiert, als das man nach und nach weitere Rebellen festgenommen
hat. Mittlerweile sind es 34, also alle die gesucht wurden.Seit
dem 17.11.00 besteht die Ausgangssperre in Suva wieder zwischen
00:00 und 05:00 Uhr.
Aus eigener Sicht können wir nur
sagen, daß es ruhig ist. Es wurden einige Militärkontrollen
wieder eingerichtet, aber ansonsten ist es genauso wie vor
dem 02.11.00. Die ganze Situation ist weiterhin unklar und
wie wir meinen wird sich dieses ständige Hin und Her auch
noch einige Zeit hinziehen.
Der höchste Richter in Fidschi, Anthony
Gates (1987 durch Rabuka aus dem Land gewiesen - heute Fidschianischer
Staatsbürger ), hat Recht gesprochen:
Die aktuelle Verfassung von 1997 ist
noch in Kraft
Sir Kamisese Mara
ist weiterhin Präsident
die Interimsregierung ist nicht mit dem
Recht zu vereinbaren
Im Großen und Ganzen müßte alles auf
den Stand von vor dem 19. Mai 2000 zurück gesetzt werden.Sir
Kamisese Mara hat es abgelehnt sich dazu zu äußern.Seit dem
15.11.00 besteht die Ausgangssperre wieder nur für den Bereich
Suva und von 22:00 - 05:00 Uhr.
Die Ausgangssperre wurde am 06.11.00 wieder auf 20:00 - 05:00 Uhr
zurück gesetzt und seitdem sind auch die Schulen wieder geöffnet.Die
weiteren Gerichtsverhandlungen Speights werden nun auf der Insel
Nukulau abgehalten und es werden keine Medien zu gelassen.
Der Neuseeländische Premierminister
setzte am 03.11.00 aufgrund der Ereignisse vom 02.11. die Warnungen
wieder hoch und weißt an nicht nach Fidschi zu reisen.
Das Auswärtige Amt Deutschlands folgte am 06.11.00Inzwischen wurde
das Fahrzeug Rabukas beschlagnahmt und er selbst von der Polizei
verhört.
Donnerstag: 02.11.2000
Meuterei in der Queen Elizabeth Kaserne Am Mittag gegen 13:00 Uhr kam es zu einer Schießerei
in der Queen Elizabeth Kaserne. Die Schießerei fand zwischen Soldaten
und Rebellen-Soldaten (Sie gehörten zu Speights Anhängern, mußten
aber aufgrund eines Gerichtsbeschlusses wieder in das Militär aufgnommen
werden) statt. Seitdem durfte niemand die Kaserne betreten oder
verlassen.
Es gab insgesamt 8 Tote (3 Soldaten und 5 Rebellen) und einige
Verletzte.
Die Bevölkerung wurde angehalten Ruhe zu bewaren und die Schulen
wurden sofort geschlossen. Der Armee Kommandant Frank Bainimarama
hat mit einigem Gefolge eilig die Kaserne verlassen, da er sich
inmitten der Schußlinie befand.
Die Rebellen hatten versucht die Waffenkammer der Kaserne zu übernehmen.
Aufgrund dieser Ereignisse wurde mit sofortiger Wirkung (20:00
Uhr) bis Sonntag (05.11.) morgen (06:00) wieder eine komplette
Aus- gangssperre verhängt und bis Nausori in die eine Richtung
und Lami in die andere Richtung ausgedehnt. Komischerweise tauchte gerade
im Moment der Schießerei der ehemalige Premierminister Sitiveni
Rabuka in voller Militärmontur (Galauniform) in der Kaserne auf.
Er wollte, wie er einem Radiosprecher mitteilte, helfen wieder
Ruhe und Ordnung in die Kaserne zu bringen.
Es wurden einige der Rebellen festgenommen und die Kaserne ist
erst gar nicht unter deren Kontrolle geraten.
Sonntag: 08.10.2000
bis
Mittwoch: 01.11.2000
KEINE NENNENSWERTEN
VORKOMMNISSE
Samstag: 07.10.2000
Aufgrund vieler E-mail-Anfragen zur Situation
hier in Fidschi fassen wir die wichtigsten Geschehnisse der letzten
3 Wochen zusammen:
Samstag: 07.10.00:
Wie heute bekannt gegeben
wurde, frißt die Gefangenhaltung Speights und seiner Männer
auf Nukulau ein riesiges Loch in die Staatskasse Fidschis.
Vom 28.07.00 bis heute wurden bereits F$ 120.000,-- dafür
ausgegeben. 2 der 5 Marine Schiffe patrouillieren ständig
um das Insel-Gefängnis um Sicherheit zu gewährleisten, diese
sind mit ca. 28 Marine Offizieren besetzt, alles weitere
verschlingt die mehr als gute Versorgung der Gefangenen.
Neuwahlen und eine neue
Verfassung sind für etwa März - Juni 2002 geplant, dieses
heißt im Klartext, das erst in ca. 18 Monaten mit einer verfassungsmäßigen
Demokratie zu rechnen ist.
Aufgrund des Feiertages "Fiji
Day" am kommenden Montag und des Unabhängigkeits-Wochenendes
sind Polizei und Militär in höchster Alarmbereitschaft, da
ein Gerücht über geplante politische Aktivitäten umgeht.
Des weiteren werden immer noch 22 Waffen vermißt, die es
zurück zu beschaffen gilt.
Tourismus weiter im Aufschwung
- Aufgrund der nunmehr ruhigen, wenn auch nicht geklärten
Lage in Fidschi wird von der Air New Zealand nun ein vierter
Flieger eingesetzt, der Reisende von Amerika nach Fidschi
bringt. Besonders die amerikanischen Touristen zeigen ein
gesteigertes Interesse daran Fidschi zu besuchen.
Freitag: 06.10.00:
Die Mehrheit der Indo-Fidschianischen Mitglieder,
die mit Fidschianern eine Kommission gebildet haben, um über
die 1997er Verfassung zu diskutieren / abzustimmen, wollen
die Rückkehr zu alten 1997 Verfassung. Sie behalten sich vor
auf nötige Änderungen hinzuweisen, die nach Aussagen der Sprecher
schon von Mahendra Chaudhry vorgeschlagen wurden.
Donnerstag: 05.10.00:
Öffentliche Zusammentreffen, die für den
kommenden Dienstag geplant sind, um auf die Wiederherstellung
der Demokratie zu drängen, sind nicht erlaubt.
Dienstag: 03.10.00:
Trotz fehlender Verfassung
hat die Todesstrafe in Fidschi noch ihre Gültigkeit, dies
gab Gefängnispräsident heute bekannt. Dies gilt für:
- Landesverrat
- Mord an einem Polizisten oder Gefängnis-Offizier
- und mehrfachen Mord
Die Verurteilung der Todesstrafe erfolgt durch das Gericht.
Der Präsident Fidschis kann diese Entscheidung dann bestätigen
oder dem Veruteilten Gnade gewähren
Montag: 02.10.00:
Fidschis Interimsregierung
erhält Unterstützung aus Australien was die Vorbereitung
zu den Neuwahlen und die Verfassung betrifft. Die Australische
Abgesandte Fidschis, Susan Boyd, beteuert, daß man Fidschi
nun und auch in Zukunft nicht im Stich lassen könne, so daß das
Hilfeprogramm Australiens auch weiter Bestand hat.
Am 27.10.00 wird in diesem
Jahr das Diwali (indisches Lichterfest/Weihnachten) gefeiert.
Die Erlaubnis Knallkörper zu entzünden, wie es eigentlich üblich
ist, ist aufgrund der vorausgegangenen Situation, noch nicht
gegeben.
Eigentlich
sollte heute endgültig bekannt gegeben werden ob der Immunitätserlaß und
somit die Amnestie Gültigkeit hat, leider ist bis jetzt
noch nichts verkündet worden.
Freitag: 29.09.00:
Die Überlegungen über den Immunitätserlaß gehen
unermüdlich weiter. Verschiedene Angeklagte wurden schon verurteilt,
weil sie nicht ausdrücklich Befehle von Speight oder einem
seiner Männer ausgeführt haben. Wir hoffen, wir verstehen
dies richtig - sollte das bedeuten das Speight
und seinen Anhängern die Immunität gewährt wird?
Leider ist das noch nicht völlig entschieden.
Die Untersuchungen an einer Beteiligung
des Polizeipräsidenten an dem Coup dauern immer noch an.
Mittwoch: 27.09.00:
Die endgültige Gerichtsverhandlung gegen
Speight und seine Männer wurde nun auf den 11. November 2000
vertagt. - In der Hoffung, daß das Hohe Gericht dann endlich
weiß wie zu urteilen ist.
Freitag: 22.09.00:
Das Gericht überlegt ernsthaft die kompletten
Gerichtsverhandlungen gegen Speight & Co. auf die Insel
Kukulau zu verlegen, um die Sicherheit in der Öffentlichkeit
zu gewährleisten. Leider wissen wir
bis heute (07.10.00) nicht was aus dieser Überlegung
geworden ist.
Mittwoch: 20.09.00:
Verlängerung des Ausnahmezustandes und
somit der Ausgangssperre in Suva wird um weitere 14 Tage verlängert.
Samstag: 16.09.2000
Schlagzeilen der letzten 2 Wochen:
Freitag: 15.09.00:
Speights Bestrafung und die der 18 Anhänger
hängt jetzt von der Rechtsgültigkeit des Immunitätserlasses
ab. Und diese Entscheidung soll nun endgültig am 19. diesen
Monats fallen.
Die Arbeitslosenzahl ist auf 7.510 zurückgegangen,
da in der Tourismusbranche 58 Arbeitnehmer wieder eingestellt
wurden. Es soll weiter aufwärts gehen.
ufgrund der Verbesserung der Situation
waren die Japaner die ersten, die, durch Ihre Botschaft, der Übergangsregierung
Zugeständnisse gemacht haben.
Eine weitere Person wurde heute des Landesverrats
angeklagt.
Donnerstag: 14.09.00:
Anzahl der Touristen wieder auf dem Weg
nach oben. Die Hotels haben inzwischen wieder Auslastungen
zwischen 30 und 50 % an den Wochenenden erreichen sie sogar
70%. Meist seien es Australier.
Es wurden sogar einige zuvor entlassene Mitarbeiter wiedereingestellt.
Verhaftung 2 weiterer Rebellen in Lautoka
und eines entflohenen Häftlings in Nadi.
Mittwoch: 13.09.00:
Wieder eine Verhandlung ohne Ergebnis -
Landesverrat - ja oder nein?
Immunitätserlaß? Bestrafung, wenn ja in welcher Form? etc.......Ein
hoffentlich nicht ewig andauernder Stillstand.
Eine weitere Person, deren Namen ungenannt
bleibt, soll eventuell wegen Landesverrats angeklagt werden
- wann? Das steht in den noch Sternen.
Polizeipräsident Savua (z.Z. außer Amtes)
bekommt alle Unterstützung seiner Provinz.
Dienstag: 12.09.00:
5 weitere Anhänger Speights wurden nun
ebenfalls auf dei „Gefangenen Insel Nukualau” gebracht.
Die ANZ-Bank schließt sich dem Spendenaufruf
des Radiosenders an und übergibt F$ 5.000,--. Dieses ermöglicht
weiteren Kindern ihre schulische Laufbahn fortzusetzen.
Mittlerweile haben die Spenden eine Höhe von mehr als F$ 75.000
erreicht. Leider ermöglicht das bei weitem noch nicht die Unterstützung
aller bedürftigen Kinder.
Montag: 11.09.00:
Keine Neuigkeiten die Situation betreffend!
Sonntag: 10.09.00:
Starker Wiederstand zur Erstellung einer
Neuen Verfassung aus der Bevölkerung.
Die Europäische Union setzt ein Ultimatum:
Sollte bis Ende November keinen Fortschritt zur Wiederherstellung
der 1997er Verfassung und Wiedereinsetzung der 1999 gewählten
Regierung geben, wird die EU mit harten Maßnahmen gegen Fidschi
durchgreifen. Die EU ist ein großer Handelspartner für Fidschi
und es wird schwere Folgen haben.
Samstag: 09.09.00:
Eine Aktion des Radiosenders FM96 und der
beiden angeschlossenen Sender in den Sprachen Fidschianisch
und Hindi brachte heute Spenden in Höhe von F$ 60.000 zusammen,
die ermöglichen sollen, daß Kinder, deren Eltern stark von
der derzeitigen Situation betroffen sind, weiter/wieder zur
Schule gehen können. Selbst Kinder spendeten einen Teil ihres
Ersparten, um Freunden helfen zu können.
Chaudhry fordert intensiv die Unterstützung
des Commonwealth!
Freitag: 08.09.00:
Stellvertretender Polizeipräsident Moses
Driver wird als dritter Zeuge genannt, um Aussagen gegen Savua
(Polizeipräsident - z.Z. außer Amtes) zu machen.
Einige Mitglieder der abgesetzten Regierung
halten sich zur Zeit außer Landes auf. Sie folgten Einladungen
Australiens, USA etc.
Laut Militär sind noch 3 Rebellen / Drahtzieher
Speights auf der Flucht und werden von etwa 200 Soldaten in
der Gegend um Ra gesucht. Ein Vierter wurde gestern Abend gefaßt.
Für Speight und seine Männern gab es wieder
eine Vertagung auf den 22.09.00 in Sachen Immunitätserlaß und
sie wurden wieder nach Nukualau zurück gebracht. Solange die
Immunitätsfrage nicht geklärt ist, kann es keine Verurteilungen
geben.
Donnerstag: 07.09.00:
Mittlerweile nimmt man an, daß das was
am 19.05.00 geschehen ist, auf Ermittlungen, die Chaudhry am
Anfang dieses Jahres durchführte, um Korruption und Bestechung
einiger Promineter aufzudecken, zurück zuführen ist. Er sei
kurz davor gewesen die Aufzeichnungen zu veröffentlichen.
weitere Verhandlungen, Nachforschungen
und immer noch kein Ergebnis in Sachen Immunitätserlaß.
Mittwoch: 06.09.00:
Die Reserve Bank of Fiji veröffentlicht
eine wirtschaftliche Vorhersage in Bezug auf die Situation
vom 19.05.00 und ihre Auswirkungen. Die Anzahl der Arbeitslosen
in der Tourismusbranche und Bekleidungsindustrie steigen weiter.
Im Gegenzug jedoch steigen die Lebenshaltungskosten. Die Inflationsrate
stieg aufgrund dessen in den vergangenen 12 Monaten um 2.9%.
Im Juli kamen rund 70% weniger Touristen als üblich.
Am 10. Oktober ist Fiji's Blue Day - ein
Tag an dem die Öffentlichkeit Ihre Unterstützung zur Wiederherstellung
der Demokratie mit allen zur Verfügung stehenden Mittel zeigen
soll. Der Ausschuß „Fiji Blue”besteht aus Vereinigungen
wie die Handelskammer, Arbeitgeberverband, Handelsgewerkschaft,
Bürgerforum, krichliche Verbände.......
Ausgangssperre in Suva bleibt noch bestehen.
Da noch immer ca. 30 Waffen vermißt werden, bleibt die Ausgangssperre
in Suva zwischen 22:00 und 05:00 Uhr bis auf weiteres bestehen.
Dienstag: 05.09.00:
Verhandlungen Speight & Co. gehen weiter
- noch keine konkrete Entscheidung
Australien stellt Fidschi für die Vorbereitungen
der Neuwahlen rund 7 Mio. $ zur Verfügung
Geschäfte mit Mahgoni-Holz Schuld an der Übernahme
der Regierung?
Ein Zusammenhang wird untersucht.
Neuseeland übergibt einen Scheck über $
9.988,-- für die Gewährleistung der Schulbesuche von bedürftigen
Kindern.
Ex-Premierminister Mahendra Chaudhry ist
immer noch auf der Reise durch Europa und USA und tut seine
Meinung zum ganzen Fall kund. Er bittet um internationale Hilfe,
berichtet über die schlechte Behandlung während der Geiselhaft.......
Auch die Anschuldigungen gegen den Polizeipräsidenten
werden weiter untersucht, da noch keine Klarheit über seine
Verwicklung in den ganzen Vorfall herrscht.
Montag: 04.09.00:
Die Gefangenen - Speight und Anhänger,
wurden nun doch wieder nach Nukulau zurückgebracht, da man
die Nation schützen will.