Rebellen auf
Kaution frei Vor Gericht in Suva wurden 3 Rebellen
aus Korovou gegen F$ 1.000,-- freigelassen. Sie plädierten auf „Nicht schuldig”,
gegen die 5 gegen sie erhobenen Anklagen. Sie sollen sich nun täglich
bei der nächsten Polizeiwache melden und am 30. dieses Monats erneut
vor Gericht erscheinen.
Ebenso wurde ein Rebell von Levuka, der wegen 9 Vergehen angeklagt
wurde, gegen F$ 1.000,-- und die selben Konditionen auf freien Fuß gesetzt.
Licht am Ende des
Tunnels Ein weiteres Treffen zur Rückgabe des Monasavu Staudamms fand heute in
Pacific Harbour statt. 9 von 12 Dorfräten stimmten der Rückgabe des
Staudamms an die FEA und der Rückgabe aller Waffen zu.
Mehr wurde noch nicht bekannt gegeben.
Entflohene
Häftlinge verwickelt? Es wird vermutet, daß einige entflohene Häftlinge in die Schießerei
vorgestern Abend verwickelt waren. Zwei weitere Personen, die dabei
gewesen sein könnten, werden nun von der Polizei beobachtet.
Beweise gegen
Speight Die Polizei sammelt weiter Beweise,
um Speight und seine Männer
gegen Landesverrat anklagen zu können. Am Freitag werden Speight und
seine Männer wieder in Suva vor Gericht stehen. Man will noch einmal
die Freilassung auf Kaution beraten.
Außenminister:
Gewerkschaftsproteste behindern nicht den Handel Der Außenminister Fidschis, Kaliopate Tavola, sagt, daß die
jüngsten Protestaktionen der Neuseeländischen Gewerkschaften,
den Handel im Rahmen der Lome Convention nicht beeinträchtigen
Tavola, der Fidschis Botschafter in Brüssel war, sagt, daß eine
vorübergehende Aussetzung sich nur auf die Entwicklungshilfe auswirkt.
Der Minister bezweifelt, daß diese Aktionen der Gewerkschaften, den
Zuckermarkt in Fidschi beeinflussen.
Tavola sagt, daß der Europarat, der Anfang September zusammen trifft,
vorgeschlagen hat bestimmte Einschränkungen unter der Lome Convention,
gegen Fidschi zu verhängen. Bevor eine Entscheidung fällt, wird
Fidschi die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
Dienstag: 08.08.2000
Monasavu Staudamm Die Verhandlungen dauern noch an und die FEA
kündigte den Kauf von 4
neuen Dieselgeneratoren im Wert von 26 Mio. Dollar an. Sie wollen diese
bei zwei Stationen, die von den Einschränkungen stark betroffen sind,
einsetzen.
Es soll zu einer Steigerung der Stromversorgung in den betroffenen
Gebieten um ca. 65 % kommen.
Ein Treffen der FEA, Staatsbeamten und den Grundbesitzern des Staudamms
soll heute gegen 13:00 Uhr im Centra Hotel in Pacific Harbour
stattfinden.
Obwohl wir hier in Pacific Harbour
sind, können wir nicht sagen, ob dieses Treffen wirklich stattgefunden
hat oder welche Ergebnisse daraus resultieren.
Ein Soldat und ein
Polizist kamen ums Leben, 3 Soldaten verletzt Gestern Abend bekam das Militär einen telefonischen Hinweis,
daß ein weißer Klein-LKW mit bewaffneten Männern in der Gegend um
Sawani gesichtet wurde. Dem gingen Soldaten und Polizisten nach.
Während dessen wurde von den Männern aus dem Hinterhalt geschossen.
Ein Soldat und ein Polizist wurden getötet und drei Soldaten kamen ins
Krankenhaus, einer von ihnen schwer verletzt.
Später wurde in einer Pressekonferenz von Militärsprecher, Filipo
Tarakinikini, bekannt gegeben, daß es 5 bewaffnete Männer waren, die
unter Alkoholeinfluß standen, automatische Waffen benutzten und das
Fahrzeug in einem Nachbardorf gestohlen hatten. Es wird vermutet, daß
einige, der gesuchten Kriminellen hinter der ganzen Sache stecken. Es
wurde festgestellt, daß es sich bei den Waffen, die in dem Dorf benutzt
wurden, um einige der noch vermißten Waffen des Militärs
handelt.
Einige Gebiete, in denen sich solche Vorfälle wiederholen könnten,
werden nun wieder stärker unter militärischer Beobachtung stehen.
Tarakinikini sagt, daß so etwas geschehen kann, wenn Waffen in die
Hände der falschen Leute geraten.
Außenminister
repräsentiert Fidschi in Übersee Der Außenminister und Minister für
den externen Handel und Zucker, Kaliopate Tavola, wird Fidschis Situation
am dem Treffen
des
Pacific Forums in Apia (Samoa) am Donnerstag darlegen.
Tavola hofft, daß die Bemühungen, die Fidschi zur Zeit unternimmt, in
einem kurzen Bericht erläutern zu können. Er hofft auf Verständnis,
Unterstützung und Überlegungen der Forumsleiter zu der komplizierten
Situation in Fidschi.
Hauptpunkt dieser Versammlung sollen die Vorfälle in Fidschi und auf
den Solomonen sein. Das Forum will beraten wir man bei derartigen
Problemen am besten Unterstützung leisten kann.
Dieses Treffen endet am Freitag, den 11. August 2000
Montag: 07.08.2000
Noch ein Speight
Anhänger verhaftet Ein weiterer prominenter Anhänger Speights befindet sich seit heute in
Obhut des Militärs.
Lt. Militärsprecher, Major Howard Politini, hat sich Neori Tuivonovono
in Tailevu selbst gestellt. So bleiben noch Drei, die gesucht werden.
Das Militär hat aus verschiedenen Quellen Informationen bekommen, daß
diese drei Männer sich in einem bestimmten Teil des Landes versteckt
halten. „Es ist uns bewußt, daß diese Männer auf der Flucht sind. Sie
müssen sich während der Flucht versteckt halten, denn wir bekamen
Informationen, daß sie in verschiedenen Teilen des Landes gesichtet
wurden. Wir sind nun auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.”
Folgen der
Staudamm Übernahme Morgen werden die Grundbesitzer des Monasavu Staudamms mit der
FEA und Staatsbeamten zusammentreffen.
Die Verantwortlichen für die Übernahme, werden die Konsequenzen für
Ihre Aktion tragen müssen, den Gesetz ist Gesetz.
Die Rebellen jedoch bitten um Amnestie für ihre kriminellen Aktionen
und den Besitz von Waffen.
Keine Verhandlung
auf Vanua Levu Die 150 Rebellen, die in Labasa
und Savusavu festgenommen wurden, hatten keine Möglichkeit heute vor Gericht zu erscheinen. Sie haben
vergeblich auf Ihren Anwalt gewartet. Außerdem würde auch die
Berichtsaufnahme der Polizei noch eine Weile dauern.
Verlängerung des
Ausnahmezustandes Der Ausnahmezustand wird am kommenden
Freitag noch einmal verlängert. Laut Tarakinikini ist das Militär der Meinung, daß der
Ausnahmezustand noch bestehen bleiben soll. So wird dieser am Freitag um
weitere 14 Tage verlängert. Auch die militärische Ausgangssperre in
Suva bleibt bestehen.
Ermittlungen gegen
Polizeipräsidenten Die PSC (Public Service Commission)
untersuchen zur Zeit Berichte des Polizeipräsidenten, Isikia Savua, die
im Zusammenhang mit dem Coup vom 19.05.00 stehen.
Die Ergebnisse werden am 17. diesen Monats in einer Pressekonferenz
bekannt gegeben.
Kontrollpunkte in
Suva Die Kontrollpunkte in Suva, die
immer von 5:00 - 20:00 Uhr besetzt waren, werden ab sofort aufgehoben.
Dies wurde von
Militärsprecher Lt. Alipate Mataitini bestätigt. Er sagte, daß nur an
4 Stellen in Suva und Umgebung diese Kontrollen bestehen blieben.
Muanikau Vertrag und Immunitätserlaß in Frage gestellt? Die Rechtsgültigkeit dieses Vertrages wird in Frage gestellt,
weil das Militär sagt, daß diese Unterzeichnung unter Druck
stattgefunden hat.
Militärsprecher, Lt. Colonel Filipo Tarakinikini sagt, daß es nie zu
einer solchen Unterzeichnung gekommen wäre, wenn George Speight keine
Geiseln gehalten hätte. „Im Fall der Unterzeichnung des Muanikau Vertrages, legten wir
eine eidesstattliche Erklärung unter Zwang ab, da Geiseln gehalten
wurden. Wenn nicht die Geiseln, die unter Waffengewalt gehalten wurden,
gewesen wären, wäre ein solcher Vertrag nie unterzeichnet worden. Wir
haben nur für die Geiseln unterschrieben.”
Er sagte auch, daß der Immunitätserlaß zurück gezogen wird, wenn
nicht alle Waffen zurück gegeben werden.
Wenn das Militär den Erlaß zurück ziehen wird, wird ein formelles
Gesuch mit Nennung der Gründe an den Übergangspremierminister und den
Präsidenten geben.
Verhöre einiger
Chiefs Wie Major Howard Politini heute
mitteilte, werden in nächster
Zeit einige bekannter Chiefs, deren Namen von G. Speight im Zusammenhang
mit der Geielnahme vom 19. Mai enthüllt wurden, zu diesem Thema befragt
werden.
Wie z.B. die Chiefs von Bau, Ratu Epenisa Cakobau und Adi Litia Cakobau,
wird jeder der an diesem Tag in der Nähe des Parlamentes gesehen wurde,
befragt.
Sportliche
Sanktionen und deren Folgen Das 26 köpfige Sprinter-Team Fidschi, welches an einem Weltturnier
in Townsville teilnehmen sollte, muß nun Daheim bleiben. Das Team
bekommt aufgrund der sportlichen Sanktionen keine Einreisevisa von
Canberra für Australien. Dieses wurde dem Team am Freitag Morgen
telefonisch und in einem offiziellen Brief mitgeteilt.
Übergangsminister
aktiv Die Übergangsminister fangen mit einigen Änderungen an. Am
19.07.1999 wurde die Vergabe von Taxi-Linzensen, die für vielen
Menschen ihr täglich Brot ist, eingefroren. Es gab keine
Verlängerungen und keine Neuausstellungen. Diese wurde am 04.08.00 von
dem neuen Übergangsminister für Tourismus und Transport aufgehoben.
Sonntag: 06.08.2000
Ein Tag fast ohne neue
Nachrichten:
Es wird weiter über den
Immunitäts-Erlaß für Speight und Team diskutiert.
Übergangspremierminister Quarese legt
neue wirtschaftliche Maßnahmen fest.
Er setzt die Sparmaßnahme in Kraft, daß nicht mehr jeder, der im
Kabinett arbeitet ein Fahrzeug mit Fahrer zur Verfügung bekommt.
Vorher hat die Regierung, aufgrund der derzeitigen Situation, schon eine
Gehaltskürzung von 12,5 % gegenüber dem Chaudhry-Kabinett festgelegt.
Samstag: 05.08.2000
Kaution abgelehnt Die Freilassung der Verbrecher auf
Kaution wurde vom Gericht abgelehnt. Speight und seine Männer werden
weitere 6 Tage, bis zum 11:08.00, auf Nukulau bleiben und dann wird es
eine erneute Prüfung für eine Freilassung auf Kaution geben.
Diese 6 Tage dürfen sie auch nur für die kleineren Vergehen
festgehalten werden. Der eigentliche Fall ist auf den 01.09.00 vertagt
worden.
Nicht schuldig Geiselnehmer George Speight und
seine Männer plädieren vor Gericht auf „Nicht schuldig”, so
wurde es ihnen von ihrem Rechtsanwalt vorgeschlagen.
Zunächst soll der Aufenthalt der Verbrecher bis zum 01.09.00
verlängert werden. Den Untersuchungen für die eventuelle Anschuldigung
wegen Landesverrat sind noch nicht abgeschlossen.
Es wird von der Gegenseite Freilassung auf Kaution gefordert, dieses
wird vom hohen Gericht in Suva noch beraten. Des weiteren bestehen die
Verbrecher noch auf die, ihnen gewährte Amnestie. Da aber noch nicht
alle Waffen (23 vermutet man noch in Besitz von Speights Anhängern)
zurück gegeben wurden, wurde der unterzeichnete Muanikai Vertrag nicht
eingehalten und dieses war Voraussetzung für eine Amnestie. Sie können
lediglich nicht für die politischen Verbrechen im Zusammenhang mit dem
versuchten Coup zur Verantwortung gezogen werden. Alle anderen
Anschuldigen / Anklagen bleiben bestehen.
Soldat auf Vanua Levu
festgenommen Der Soldat, der in Labasa, die Übernahme der Kaserne anführte,
wurde heute morgen verhaftet.
Laut Militärsprecher, Howard Poltini, ist dieser Soldat alleine
verantworlich für diese Übernahme.
Speight und Leute vor
Gericht George und seine Männer wurden
von Nukulau nach Suva vor Gericht gebracht wo Sie für die zuvor
genannten Anschuldigungen angeklagt wurden. Fünf weitere Männer, unter
ihnen auch Jim Speight, sind zur gleichen Zeit vor Gericht.
Freitag: 04.08.2000
Weitere Waffen
gefunden In Tailevu, die Gegend aus der George Speight stammt, sind weitere
Waffen gefunden worden.
Militärsprecher Politini bestätigt, daß die Waffen anhand der Angaben
von Jim Speight und Varinava Tiko gefunden wurden.
Ebenso hat man drei weitere Personen festgenommen.
Speights Bruder
Jim Auch die Ermittlungen gegen Jim Speight gehen weiter. Heute wurde er
wegen der ihm vorgeworfenen Vergehen befragt.
Moses Driver sagte, daß er obwohl er einen Australischen Paß besitzt,
für seine in Fidschi begangenen Verbrechen, auch hier im Land
verurteilt werden kann. So teilte man es Jim Speight auch von der
Australischen Botschaft mit - es mache vor dem Gericht in Fidschi keinen
Unterschied, daß er Australier ist.
Mittlerweile wurde Jim Speight
der Australische Paß von Australien entzogen und man hat ihm 14 Tage Zeit
gegeben, sich zu den Anschuldigen, ihm gegenüber, zu äußern.
Das Gesetz in Australien besagt, so der Australische Außenminister,
daß die Australische Botschaft einen Paß entziehen kann, wenn der
Halter möglicherweise die Sicherheit und Gesundheit anderer gefährdet.
Rückgabe des
Monasavu Staudamm Bestätigt werden konnte noch gar nichts, aber es gäbe positive Zeichen
für eine baldige Rückgabe. Es seien bereits mehrere Teams der FEA zum
Staudamm unterwegs, um, sobald die Rückgabe erfolgt ist, alles daran
zu setzten in Suva und Umgebung eine normale Stromversorgung wieder
herzustellen.
Speight vor
Gericht - Samstag 10:00 Uhr Der Geiselnehmer George Speight und sein
Team müssen bis morgen
10:00 Uhr vor Gericht gestellt werden.
Länger dürfen die Terroristen auch laut der Ausnahmeregelung nicht
festgehalten werden.
Es werden immer noch Beweise gesammelt um Speight auch des
Landesverrates anzuklagen.
Der Zuckerrohr Arbeiter, der gestern
auf Vanua Levu von dem Rebellen, der dann erschossen wurde, angeschossen
wurde, befindet sich in gutem Zustand. Weitere verletzte Personen kamen
heute morgen in das Krankenhaus. Man weiß jedoch noch nicht ob es sich
um Rebellen handelt.
Donnerstag: 03.08.2000
Letzte
Meldung im Radio:
Rebell tödlich getroffen Der Rebell feuerte Schüsse auf die Soldaten
ab. Diese erwiderten das Feuer und verletzten ihn. Der Rebell erlag seinen
Verletzungen auf
dem
Weg ins Krankenhaus.
30 Leute in Labasa
verhaftet Nachdem heute Morgen das Militär mit ca. 200 Soldaten auf Vanua Levu
eingetroffen ist, hat man bereits 30 Leute verhaftet. Einige Rebellen,
die an den Ereignissen der letzten Tage beteiligt waren, seien in die
Wälder geflohen, die jetzt von Soldaten durchkämmt werden.
Howard Politini bestätigt, daß es in allen Gebiete, in denen das
Militär Kontrollpunkte errichtet hat, nun keine Schwirgkeiten mehr
gibt.
Militär zieht auf
Vanua Levu ein Das Militär greift in allen Gebieten Vanua Levus ein, um die
gewaltsamen Zwischenfälle im Norden innerhalb der nächsten 24 Stunden
zu stoppen.
Lt. Militärsprecher Howard Politini ist dies notwendig geworden, weil
diese Zwischenfälle im Norden ziemlich ernst geworden sind.
Politini:„Wir sind nach Vanua Levu gegangen, um die Effektivität
unsere Waffen zu finden zu steigern und der Gewalt ein Ende zu machen.
Wir gehen in die Gemeinden und eine größere Anzahl Soldaten wird
besonders auffällige Punkte unter Kontrolle halten.”
Eine Mitteilung Politins an die Menschen von Vanua Levu:„Wir
müssen die Täter fangen, die Waffen wieder bekommen und jeder Bürger
hat die Verpflichtung uns in diesem Fall zu helfen.„
Weitere Anhänger
Speight vor Gericht Die letzten 80 Anhänger Speights werden
heute Nachmittag vor Gericht erwartet.
Der Rechtsanwalt Speights reichte gestern eine Verfügung beim hohen
Gericht ein. Diese fordert einen Gerichtstermin für Speight und Männer
noch in dieser Woche.
Staudamm immer
noch in der Hand der Landeigner
(entgegen der Meldung des Radios vom 31.07.00) Wie Major Howard Politini bestätigte, daß die Verhandlungen, um die
Rückgabe des Monasavu Staudamm (das Elektrzitätswerk dort) fortgesetzt
werden.. Das Militär wird in einigen Stunden wieder dort eintreffen.
Ein Abkommen soll noch vor Sonnenuntergang getroffen werden.
Priorität für FEA ist die Rückgabe des Dammes und für das Militär
die Rückgabe der Waffen.
Beschuldigungen
gegen Speight und Leute bestätigt Noch einmal bestätigte heute die Polizei,
die bereits gestern genannten Anschuldigen gegen Speight und seine Leute.
Einen Gerichtstermin soll es vermutlich am kommenden Samstag geben.
Mittwoch: 02.08.2000
Ermittlung gegen
Staatsbeamte
Untersuchungen über eventuelle Mittäterschaft
von Staatsbeamten bei dem Coup vom 19.05.00 werden bald aufgenommen.
200 Personen vor Gericht
Heute Mittag stehen weitere 200 Anhänger Speights, die man in der
letzten Woche bei der Räumung der Schule in Kalabu festgenommen wurden,
vor Gericht.
Rückgang der
Besucherzahler
Während im letzten Jahr im Juli ca. 38.000 Besucher nach Fidschi
eingereist sind, waren es in diesem Jahr nur knapp über 12.000.
Ein ganz normaler
Tag
Der heutige Tag - Tag des Friedens -
war ein ganz normaler Tag. Fast alle Schulen, Unternehmen und Geschäfte hatten ganz normal geöffnet
und die Arbeiter und Angestellten erschienen wie gewohnt zur Arbeit.
Beschuldigungen
gegen Speight und sein Team
Gegen Speight und die 7 Männer, die sich auf der Insel Nukulau
befinden, werden 4 Anschuldigungen erhoben. So bestätigte es heute
die Polzei.
ungesetzliche Versammlungen
ungesetzliche Begräbnisse (sie hatten einen der Rebellen,
der vor einigen Wochen verstorben war einfach auf
dem Parlamentsgrundstück vergraben, dieser
muß nun verlegt werden)
2 weitere Anschuldigungen basieren auf illegalen Waffenbesitz
Des weiteren ermittelt man immer noch wegen Landesverrat. Es wird
noch nach Beweisen gesucht, um Speight auch wegen dieses Vergehens
anklagen
zu können.
Die Polizei muß nun einen Termin bekannt geben, an dem Speight und die
anderen vor Gericht erscheinen müssen.
Die gestern
festgenommenen Speight Anhänger unter Druck Das Militär setzt die drei, gestern festgenommenen Anhänger Speights,
nun unter Druck, um die noch fehlenden Waffen zurück zubekommen.
Major Politini sagt, daß Jim Speight und Varinava Tiko wohl das
Versteck der Waffen in Tailevu bekannt geben werden.
Bei den Untersuchungen sei zu berücksichtigen, daß Jim Speight
Australier ist, die Australische Botschaft jedoch, wird solange hier
in Fidschi lassen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind.
Die anderen vier Männer werden immer noch polizeilich gesucht. Man
vermutet, daß sie bewaffnet sind.
Von Schlägern bedroht Der General Sekretär, Felix Anthony des FTUC (Fiji Trades Union Congress
- Gewerkschaft) wurde heute in seinem Büro in Lautoka von vier
Schlägern bedroht, eine größere Anzahl von Begleitern wartete
draußen. Anthony erstattete später Anzeige gegen diese Personen.
Trotz dieser versuchten Einschüchterung wird die FTUC seinen Kampf für
die Wiederherstellung der Demokratie fortsetzen.
Tag des Friedens Das Arbeitsministerium fordert alle Arbeitgeber
und -nehmer auf sich noch einmal genau zu überlegen, die Arbeit für den heutigen
Tag niederzulegen.
Denn Arbeitgeber, die keine Arbeit bereitstellen, müssen trotzdem die
Löhne zahlen und Arbeitnehmer, die nicht zur Arbeit erscheinen, werden
keinen Lohn bekommen. Es handele sich nicht um einen öffentlichen
Feiertag.
Dienstag: 01.08.2000
Über die in den
deutschen Medien berichteten Flugstornierungen und Rückrufe, der hier
lebenden Deutschen, ist uns nichts bekannt. Auch ein Anruf bei dem
Honorarkonsul Mr. Daryl Tarte konnte diese Aussagen nicht bestätigen.
Auch bestätigte er nicht die Warnung des Auswärtigen Amtes auf deren
Internetseite vom 29. Juli 2000.
Schaden im
Parlament Der Schaden, den die Terroristen in den
vergangenen Wochen im und um das Parlamentsgebäude angerichtet haben, beträgt
etwa 85.000,-- $.
Weitere Personen
verwickelt In weiteren Bemühungen um Sicherheit
sucht das RFMF (Republic Fiji Military Forces) nach weiteren Personen
die an der Flut von
Gesetzlosigkeit im Land beteiligt waren.
Man fordert die sieben Männer: Iliesa Duvuloco, Meli Tunisau, Serupepeli Dakai, Varinava Tiko, Neori Tuivonovono, Jim Speight und Jonasa
Tonawai auf, sich bei der nächsten Polizeiwache zu melden.
Abgesetzter
Premierminister enthüllt Mahendra Chaudhry berichtet über die körperliche Behandlung während
der Geiselhaft.
Chaudhry sagte, daß sich sein Gesundheitszustand langsam verbessere. Er
wird morgen zu weiteren Untersuchungen gehen und in der nächsten Woche
mehr wissen.
Es wurde behauptet, daß er einige Rippen gebrochen hat. Darauf sagte
Chaudhry, daß er am sechsten Tag seiner Geiselhaft von sechs Jugendlichen
angegriffen wurde. Die Terroristen ließen die Geiseln oft stundenlang
mit dem Gesicht vor einer Mauer stehen. George Speight hat nur zweimal
mit den Geiseln gesprochen.
Am ersten Montag nach der Geiselnahme wurde Chaudhry, laut eigener
Aussage, vom einem Bewaffneten von hinten gegriffen, der ihm dann eine
Pistole an den Kopf hielt. Dieser Mann sagte zu ihm: „Wenn Rabukas
Angreifer uns attackieren erschießen wir dich.” Etwa 10 Minuten
wurde Chaudhry so festgehalten, dann brachte man ihn wieder zu den
anderen.
Chaudhry hat auch Speight als Verräter gebrandmarkt. Wenn Speight
wirklich wegen Landesverrat angeklagt würde, so könne es lebenslange
Haft bedeuten.
Speight vor Gericht Die
Papiere, um Speight und seine Männer, die sich noch auf Nukulau
befinden so schnell wie möglich vor Gericht zu bringen, werden
vorbereitet.
Aufgrund der Ausnahmeregelung können Speight und seine Männer
insgesamt 10 Tage, also noch bis zum 05.08.00 festgehalten werden.
Morgen -
02.08.2000 - Ein Friedenstag? Sämtliche öffentliche Einrichtungen, Arbeitnehmer, kirchliche
Einrichtungen etc. werden aufgefordert morgen am Tag des Friedens, des
Rechts, der Demokratie und der Ordnung mitzuwirken und der Arbeit
fernzubleiben. Schulen überlegen noch ob sie geschlossen bleiben. Die
öffentlichen Transportunternehmen wissen noch nicht ob sie morgen
fahren werden.
Die Busunternehmen gaben am Nachmittag bekannt, wie gewohnt zu fahren,
ihren Angestellten jedoch genügend Zeit einzuräumen, damit sie für
den Tag des Friedens beten können.
Auch die Schulen werden morgen ihrem normalen Tagesablauf nachgehen.
Sicherheit in
Muaniweni Gestern Abend wurde in der Siedlung Muaniweni
in Labasa drei Häuser
niedergebrannt. Die Polizei hat noch niemanden festgenommen und die
Untersuchungen dauern an. Ein genauer Bericht wird am Abend erwartet.
Berater für den
Übergangspräsidenten Das Büro des Präsidenten überlegt wer als Berater für Ratu Josefa
Iloilo in Frage kommt, denn in nicht allzu ferner Zukunft sollte er
einen Berater haben. Man wünscht sich den ehemaligen Präsidenten Ratu
Sir Kamisese Mara für diesen Posten.
Montag: 31.07.2000
Anschuldigungen
gegen Speight Genauere Details wurden noch nicht bekannt
gegeben. Jedoch sagte Moses Driver, daß die Anschuldigungen sich auf kriminelle Aktivitäten,
Speights und seiner Männer, nach dem 14. Juli beziehen. Amnestie gäbe
es nur für die Aktivitäten der Gruppe zwischen dem 19. Mai und 13.
Juli 2000.
Ein Erscheinen der Gruppe vor Gericht am Dienstag schließt Moses Driver
aufgrund weiterer Nachforschungen aus. Es wird noch wegen Landesverrat
und der Bedrohung des Lebens des Interimspräsidenten, Ratu Josefa
Iloilo, ermittelt.
Speights
Rechtsanwalt fordert eine Erklärung Speights Anwalt fordert den Hauptfriedensrichter auf Speight und seine
Leute, die sich auf Nukulau befinden, morgen vor Gericht erscheinen zu
lassen.
Er will wissen warum diese Personen, ohne eine Anschuldigung, länger
als 48 Stunden festgehalten werden.
Der stellvertretende Polizeipräsident, Moses Driver, sagt, daß die
Untersuchungen der Polizei fortgeführt werden und das lt.
Ausnahmeerlaß Speight und seine Männer von letztem Samstag an 7 Tage
festgehalten werden dürfen.
Mahendra Chaudhry
in Australien Ehemaliger Premierminister Chaudhry will
die Vereinten Nationen um Hilfe bitten, wenn es noch länger dauert bis Recht und Ordnung in Fidschi
wieder hergestellt wird. Er hat mit dem Australischen Premierminister,
John Howard, über einen Plan für die nächsten Monate gesprochen.
Er sagt, die Sanktionen die Australien gegen Fidschi verhängt hat,
seien vorläufig genug. Aber wenn das Militär nicht fähig wäre mit
Fidschi zurecht zukommen, würde er um Hilfe bitten.
Mittlerweile hat er auch zugegeben, daß er für die nächste Zeit nicht
an die Macht will. Er sagt, solange nicht Recht und Ordnung wieder
hergestellt ist, kann er sich nicht vorstellen, daß die alte,
abgesetzte Regierung wieder eingestellt wird.
Er wird sich am Mittwoch in Australien einer medizinischen Untersuchung
unterziehen.
Labasa - Vanua
Levu Die Sukanaivalu Kasernen in Labasa, sowie
die gestohlenen Waffen wurden heute nachmittag an das Militär zurück
gegeben.
Speights Leute vor
Gericht Heute stehen die ersten 150 Anhänger
Speights vor Gericht.
28 Personen, die wegen illegaler Versammlungen angeklagt waren, wurden
gegen eine Kaution von F$ 50 frei gelassen. Sie müssen am 28. August
wieder vor Gericht erscheinen und sich bis dahin dreimal wöchentlich
bei der Polizeiwache melden.
Drei Tage Count Down Der Monasavu Staudamm wurde wieder
an die FEA übergeben und
lt. der Ingenieure dauert es mindestens 3 Tage bis die normale Stromversorgung
wieder hergestellt ist.
Militärsprecher, Major Howard Politini, sagte auch, daß noch nicht
alle Waffen zurück gegeben wurden.
Sonntag: 30.07.2000
Letzte Meldungen
im Radio: Der Staudamm wurde immer noch nicht zurückgegeben und die
Stromeinschränkungen in Suva halten an. Selbst nach der Rückgabe soll
es lt. FEA (Fiji Electricity Authority) noch einige Zeit dauern bis eine
normale Stromversorgung wieder hergestellt ist. Das
Ultimatum für die Rückgabe der Kasernen in Labasa wurde vom Militär
um 24 Stunden verlängert. Der ursprüngliche Termin wäre heute Nacht
um 0:00 Uhr gewesen.
19:35
Uhr
Besuch auf Nukulau Die einzige Person, die nun , außer Militär und Rotes Kreuz, zu
Speight und seinen Männern auf die Insel durfte, ist ihr Rechtsanwalt.
Denn er muß diese Leute vor Gericht vertreten.
Das Militär bestätigt diese Aussage.
Des weiteren bestätigt der Direktor des Fiji Red Cross (Rotes Kreuz),
daß Speight und seine Männer auf der Insel Nukulau bestens umsorgt
werden:
„Ich war beeindruckt über das was vom Militär für diese Leute
arrangiert wurde. Sie haben viel Verpflegung, Matratzen und Decken und
sie scheinen fröhlich zu sein. Das würde die Situation genau
beschreiben.”
14:30 Uhr
Mahendra Chaudhry fliegt nach Australien Der ehemalige Premierminister Mahendra
Chaudhry, begleitet von seiner Frau und seinem Sohn, ist heute morgen
einer Einladung gefolgt
und nach
Australien geflogen.
Er wird dort mit dem Premierminister und dem Außenminister zusammen
treffen.
Im gleichen Flugzeug war auch Adi Samanunu Cakobau Talakuli
(eine von Speight vorgeschlagene Kandidatin für den Posten des
Interimspremierministers) auf dem Weg nach Malaysia.
Adi Samanunu fliegt nach Malaysia zurück um Ihren Posten als
Fidschianische Botschafterin wieder aufzunehmen.
Chaudhry hatte als
Premierminister gute Verbindungen zur Malaysischen Regierung.
13:40 Uhr
Soldaten am Staudamm frei Das Militär bestätigt die Freilassung
der Soldaten, die seit einigen Wochen am Monasavu Staudamm als Geiseln
gehalten wurden, in der letzten
Nacht, durch die Landeigner.
Ebenfalls wurden die Waffen zurück gegeben.
Die Rückgabe der Kasernen soll, lt. Militär, nun auch erfolgen.
George Speight und Männer: Ratu
Timoci Silatolu, Ilisoni Liagiri, Metuisela Mua, Ratu Tevita Bukarau,
Josefa Nata, Rusiate Korovusere,
Josefa Savua,
die zur Insen Nukulau gebracht wurden, werden dort bleiben bis Ihre
Gerichtsverhandlungen abgewickelt und die Strafen festgelegt sind.
Es ist nur dem Roten Kreuz erlaubt nach Nukulau zu kommen.
12:00 Uhr
Eigene Regierung im Westen Die Chiefs (Oberhäupter) der West-Provinzen:
Ba, Ra, Nadroga und Navosa haben einstimmig beschlossen ihre eigene Regierung
aufzustellen.
Dieses wurde auf der gestrigen Versammlung beschlossen und von den
Oberhäuptern aller 4 Provinzen unterzeichnet.
Eine Delegation der Chiefs soll diesen Beschluß dem Interimpräsidenten
präsentieren.
Der Westliche Souveräne Staat würde nach den Prinzipien der Demokratie
aufgebaut und würde auf der Verfassung von 1997 basieren.
Zur Gründung des Staates werden sie um Assistenz aus dem Ausland
bitten.
??? Ist das dann das "NEUE FIDSCHI" ???
Eine genaue Übersicht
erhalten Sie mit einem Klick auf die Karte.
Samstag: 29.07.2000
Die gewaltsamen
Unruhen, von denen in den deutschen Medien berichtet wird, können wir
nicht bestätigen. Es ist nur so, daß das Militär nun endlich
durchgegriffen hat, wie wir es eigentlich schon lange erwartet hatten.
Unserer Meinung nach hat das Militär, im Gegensatz zu den letzten
Wochen, nun wirklich fast alles im Griff. Des weiteren wurde heute in den
Nachrichten über das Treffen der westlichen Chiefs (Oberhäupter)
berichtet. Hier ging es um die Gründung eines eigenen Staates im
Westen.
Sobald uns Einzelheiten bekannt sind,
werden wir darüber berichten.
14:30 Uhr
Speight und sein Team auf eine Insel verlegt Das Militär bestätigte, daß Geiselnehmer, George Speight und seine
Männer heute morgen um 6:00 Uhr mit einem Marineboot auf die Insel
Nukulau gebracht wurden.
Die Häftlinge werden dort für eine unbestimmte Zeit bleiben.
Die Inseln Nukulau und Makaluva in Rewa wurden offiziell und gesetzlich
zur Gefangenenzone (Sperrzone) erklärt. Die zwei Inseln und das
umgebende Meer wurden für die Öffentlichkeit gesperrt und es wird auf
unbestimmte Zeit so bleiben.
14:00 Uhr
Ausnahmezustand in Fidschi Der Ausnahmezustand bleibt, aufgrund der aktuellen politischen Lage ab
heute noch 14 Tage bestehen.
Lt. Radio FM96 wurden Speight
und weitere 6 seiner Leute heute Morgen gegen 6:00 Uhr von der Kasernen
zu
einer kleinen, unbewohnten, Suva vorgelagerten Insel „Nukulau” gebracht.
Dieser gesamte Bereich wurde zu Sperrgebiet erklärt. Patrouillenboote
der Marine sichern diesen Bereich ab.