Geiseln
warnen Militär
Speight hat dem Militär
abgeraten während der nächsten 24 Stunden, bevor es weitere
Verhandlungen gegeben hat, etwas zu unternehmen. Es könnte
die Geiseln, welche er als politische Gefangene bezeichnet,
gefährden.
Lieferungen aus Neuseeland
Die Handelsperre von Neuseeland
wurde aufgehoben. So können wieder frische Waren, wie Obst
und Gemüse nach Fidschi exportiert werden.
Ob die Flüge aus Neuseeland, die bis auf 1/5 reduziert wurden,
bald wieder mehr werden, stand noch nicht fest.
Treffen der westlichen Oberhäupter
Auf diesem Treffen wurde über
die ausweglose Situation in Sachen Verhandlungen beraten
und Ratu Josefa Iloilo als neuer Präsident vorgeschlagen.
Hier hat aber letztendlich der Boselevu Vakaturaga (der
grpße Rat) das letzte Sagen.
Ultimatum endet um 18:00 Uhr
Speight sagte einem weiteren
Treffen zu Verhandlungen mit dem Miltär zu.. Dieses soll
gegen 18:00 Uhr stattfinden.
Speights Gruppe beim Treffen
der westlichen Chiefs
Die westlichen Chiefs erlaubten
Speights gesetzlichem Berater, Tevita Bukarau, bei diesem
Treffen dabei zu sein. Dieser gab 3 Namen bekannt, die
bei den Verhandlungen zwischen dem Militär und Speight
gefallen sind. Diese sollen für die neue Präsidentschaft
vorgeschlagen worden sein:
- Tui Vuda, Ratu Josefa Iloilo (Vize-Präsident)
- Roko Tui Bau, Ratu Joni Madraiwiwi
- Sitiveni Rabuka ( Vorsitzender des großen Rates)
Speight und seine Gruppe wollen unbedingt Ratu
Josefa Iloilo - aus welchen Gründen wurde nicht näher erläutert.
Man sagte nur, daß man sich sorgt, daß es einer der beiden anderen
werden könnte.
Dienstag: 27.06.2000
Es soll nun weitere Verhandlungen geben, detaillierte
Informationen zum heutigen Tag werden wir morgen veröffentlichen.
George Speight wurde ein Ultimatum gesetzt zu den Verhandlungen
zurück zu kehren. Über ein weiteres Treffen mit dem Militär wird
er sich heute Abend noch mit seinen Anhängern beraten.
Sollte er sich nicht bereit erklären weitere Verhandlungen innerhalb
der nächsten 24 Stunden zu führen und den Vertrag nicht unterschreiben,
so gibt es laut Militär nur zwei Möglichkeiten:
eine zivile Interimsregierung für die nächsten
zwei Jahre
das Militär würde weiter das Ruder in der Hand halten und das Land führen.
Es wird erwartet, daß sich beide Parteien morgen
Abend gegen 18:00 Uhr zu weiteren Verhandlungen treffen.
Laut einer Pressemitteilung soll es morgen
früh gegen 11:00 Uhr auch ein weiteres Treffen der westlichen Chiefs
geben. Sie wollen beraten wie die Wirtschaft nach dieser Krise
wiederbelebt werden kann und sich zur Verfassung (vorgeschlagene Änderungen
dazu) äußern.
Montag: 26.06.2000
Mitglieder der Interims-Militärregierung haben
sich zu weiteren Beratungen mit dem Vize-Präsidenten getroffen.
Und das Oberhaupt der Provinz Tailevu (von hier stammen Speight
und die meisten seiner Anhänger) fleht Speights Leute an das Parlament
zu verlassen und in ihre Dörfer zurückzukehren.
07:00 Uhr:
Speight teilte mit, daß er und seine
Anhänger, nicht eher an den Verhandlungstisch zurückkehren, bis
das Militär sie dazu auffodert.
Montag: 26.06.2000
Am Sonntag gab
es kaum Informationen über weitere Verhandlungen oder Unterzeichnung
von Verträgen. Jedoch wurden die drei weiblichen Geiseln:
Adi Koila Nailatikau -
ehemalige Ministerin des Tourismus
Lavenia Padarath -
ehemalige Ministerin für Frauen und Kultur
Marieta
Rigamoto -
ehemalige stellvertretende Ministerin für Land-, Fischerei-
und Forstwirschaft
Bulou Akanisi Koroitamanao -
ehemalige Regierungsangestellte für Bankanlegenheiten
um 12:30 Uhr freigelassen. Als Begründung dafür
gab George Speight in einem Interview an, daß die Frauen müde seien
und er Adi Koila Nailatikau die Teilnahme an der Beerdigung ihres
Schwagers nicht verwehren möchte.
Die für 14:00 Uhr geplante Vertragsunterzeichnung
fand wieder nicht statt und die Delegation der Militärregierung
zog sich daraufhin an einen unbekannten Ort zurück.
Das zu den Meldungen am Sonntag. Es wird nun
vermutet, daß Speight selber gar keine Entscheidungsgewalt besitzt,
sondern immer wieder jemanden im Parlamentskomplex kontaktieren
und dessen Anordnungen folgen muß.
Des weiteren wurde berichtet, daß der Sohn
des ehemaligen Premierminsters Mahendry Chaudry sich auch wieder
im Parlamentsgebäude aufhält, obwohl er bereits ziemlich zu Beginn
der Geiselnahme freigelassen wurde. Einige Telefonate diesbezüglich
gaben uns jedoch auch keine genaue Auskunft.
Die für den Samstag angesetzte
Vertragsunterzeichnung wurde dann auf Sonntag Mittag 14:00 Uhr
verschoben. Wie bereits im Vertrag festgehalten, sollten die
Geiseln 3 Stunden nach Unterzeichnung freigelassen werden. So
bereiteten die Angehörigen der Geiseln schon alles für dem Empfang
vor und gaben im Radio Interviews mit Ausrufen der Freude. Aber
nicht mit Speight, er und seine Anhänger machten diese Vorfreude
schnell wieder zunichte. Im letzten Moment forderte er wieder
neue Klauseln für den Vertrag. Die Gespräche/ Verhandlungen wie
schon do oft an einem toten Punkt an und wir warteten auf den
Sonntag. Eine der Änderungen bezog sich auf die Freilassung der
Geiseln. Die Freilassung, die ursprünglich, für 3 Std. nach Unterzeichung
angesetzt war wurde von Speights Leuten auf 24 bis 36 Std. verschoben.
Noch
am Freitag Morgen war Militärsprecher
Tarakinikini, hier auf einer Pressekonferenz voller Hoffnung
in Hinsicht auf den Vertrag der am Samstag gegen 11:00 Uhr von
beiden Parteien unterzeichnet werden sollte.
Ebenso hoffte man, daß nach einer Einigung
zwischen Speight und dem Militär das Handelsverbot zwischen Australien,
Neuseeland und Fidschi gelockert werden könne.
Die letzten Nachrichten am Freitag waren dann genauso hoffnungslos
wie in den vergangenen 5 Wochen, denn Speight hatte wieder einmal
neue Forderungen vorgelegt und die Verhandlungen gehen weiter -
kein Ergebnis - keine Freilassung der Geiseln.
Am letzten Donnerstag waren
selbst die Speight Anhänger zuversichtlich, daß der vorbereitete
Vertrag am Freitag unterzeichnet würde. Man hatte sich hinter
verschlossen Türen im Haus des Vize-Präsidenten, Ratu Josefa
Iloilo, beraten.
Auch den Zuckermühlen wurde am Donnerstag nochmals
nahegelegt mit der Arbeit zu beginnen, bevor die ganze Ernte den
Bach runtergeht.
Bereits am Mittwochvergangener
Woche sprach man über die Unterzeichung eines Vertrages zwischen
der Interims-Militärregierung und den Geiselnehmern, jedoch ist
es bis zur Stunde nicht dazu gekommen.
Mittlerweile gibt es wieder einige Arbeitslose mehr und die Gehälter
von Regierungsangestellten und Angestellten im öffentlichen Dienst
wurden um 20 % gekürzt.
Speight fordert, daß nur einheimische Fidschianer ein Mitspracherecht
für die neu Verfassung, die er will, haben sollen.
Samstag: 24.06.2000
Vertragsunterzeichnung gescheitert
Heute Morgen um 11:00 Uhr
sollte der Vertrag zwischen dem Militär und George Speight
unterzeichnet werden. Laut Vertrag sollten 3 Stunden später
dann Geiseln freigelassen werden.
Zur Unterzeichnung ist es jedoch gar nicht
gekommen, da George Speight neue Forderungen vorgelegt hat. Daraufhin
hat die Delegation des Militärs frustriert und ohne Kommentar den
Raum verlassen.
Kommentare wurden seitens des Militärs in einer
Pressekonferenz nicht gegeben. Man übte sich in Stillschweigen.
Für Morgen 14:00 Uhr ist nun einer neuer Termin
angesetzt, bis dahin wollen sich beide Parteien noch einmal beraten.
Ob es dann zu einer Klärung und Freilassung der Geiseln
kommt, ist ungewiß.
Freitag: 23.06.2000
Donnerstag: 22.06.2000
In den vergangenen zwei Tagen
gab es immer wieder die gleichen Nachrichten: Verhandlungen und nochmals
Verhandlungen. Jedoch keine Ergebnisse.
Es gab keine weiteren Vorkommnisse - es ist
ruhig, die Zuckermühlen haben ihre Arbeit aufgenommen und bis zur
Stunde gibt es keine weiterer Arbeitslosen.
Nach letzten Meldungen, soll am Samstag, 24.06.00
ein Vertrag zwischen dem Militär und George Speight unterzeichnet
werden. Im Anschluß daran will man die Geiseln freilassen.
Wir glauben noch nicht ganz daran, geben aber
die Hoffnung auf eine schnelle Beendigung nicht auf und melden
uns wieder sobald wir Neuigkeiten haben.
Mittwoch: 21.06.2000
Zusammenfassung der gesamten
Meldungen in einem Satz:
Die Meldungen des heutigen
Tages sagen allesamt aus, daß es vermutlich noch vor dem
Wochenende zu eine Beendigung der Krise kommen soll und
die Geiseln frei gelassen werden sollen.
Wir sind davon noch nicht so überzeugt und
warten ab, wie schon seit mehr als 4 Wochen.
Dienstag: 20.06.2000
Rabuka sagt: „George
Speight hat die Verhandlungen verloren”
Der Vorsitzende vom
Bose Levu Vakaturaga, Sitiveni Rabuka glaubt, daß Speight
die Verhandlungen verloren hat.
Diese Nachricht ist unserer
Meinung nach ist diese Veröffentlichung sehr widersprüchlich,
deshalb haben wir erst gezögert sie für diese Seite zu übersetzten.
Auf der einen Seite sagt
Rabuka, daß Speight die Verhandlungen verloren hat, sich
und seine Leute nicht mehr so unter Kontrolle hat und nicht
mehr Zentrum des Geschehens ist. Auf der anderen Seite äußert
er, daß er sich nicht wundern würde, wenn Speight doch
noch Premierminister würde, wenn nur die Karten richtig
ausgespielt würden.
Dann wieder weißt er Speight darauf hin, seine eigene Sicherheit
etwas ernster zu betrachten.
Die Verhandlungen gehen jedoch weiter. Speight hatte in der letzten
Woche gesagt, daß er keine weiteren Verhandlungen mehr wolle.
Krise und Tourismus
Trotz der anhaltenden Krise
hat sich die Fluggesellschaft Korean Air entschieden wieder
nach Fidschi zu fliegen. Zunächst 2 Flüge pro Woche, im
Oktober soll es dann 3 Flüge pro Woche geben.
Das sind die guten Nachrichten - die schlechte ist, daß Fidschis
Verlust pro Tag, durch ausbleibende Urlauber, vom Fiji Visitor
Bureau auf F$ 1,3 Mio. geschätzt wird. Das sind in den ersten 15
Tagen des Junis ca. F$ 20 Mio.
Man will jetzt eine Marketing Kampagne, die eigentlich für Australien
und Neuseeland geplant war, auf andere Gebiete verlegen.
Zuckerrohrernte
Laut der letzten Meldungen geht
die Ernte und die Verarbeitung in den Zuckermühlen nun endlich
weiter.
Montag: 19.06.2000
Das waren leider alle heutigen Nachrichten.
Weitere Entscheidungen zur Lösung der Situation wurden leider nicht
getroffen.
Fidschi sieht sich mehr
internationalen Sanktionen gegenüber
Fidschi hat mehr als nur
internationale Handelssanktionen zu erwarten, wenn die
Krise noch länger andauernd. Dies wurde heute durch Repräsentanten
des World Trade Union Movements (Welthandelsgewerkschaft)
verkündet.
Repräsentant, Tim Newman, der International Union erklärte verschiedene
Aktionen, die man hinsichtlich der Situation in Betracht zieht:
"Die internationale Abweisung der Leute, die an der kriminellen Rechtshandlung
beteiligt sind, als erste Maßnahme.
Zweitens die diplomatische Front. Eine Aufforderung an die Europäische
Union die Unterzeichnung der Lome Konvention abzulehnen. Man ist
zuversichtlich, daß die EU zustimmen wird. Man hat schon die starke
Unterstützung der Europäischen Handelsgewerkschaft und vieler Europäischer
Regierungen", sagte Newman.
Es ist eine ernste Angelegenheit und es wird zeigen, daß die internationale
Gemeinschaft die Art und Weise wie die Krise gehandhabt wird, nicht
toleriert und auch nicht die Machtübernahme, welche praktisch eine
militärische Diktatur sei.
Man möchte auch Einfluß darauf nehmen, daß die Vereinten Nationen,
Fidschianische Soldaten, die in Übersee ihren Dienst ausüben, zurückschicken.
Zweite Geiselnahme verhindert
4 bewaffnete Männer, unter
Ihnen der Vater eines im Libanon, vor zwei Monaten, getöteten
Soldaten, haben heute morgen gegen 09:30 Uhr die Polizeiwach
in Nabua gestürmt. Unter den Geiseln befand sich der Soldat,
der im Libanon den anderen erschossen hat. Es wurden einige
Schüsse abgefeuert und zwei Polizisten entkamen knapp dem
Tod.
Die ganze Sache wurde dann vom Militär, nach Verhandlungen, beendet.
Darüber, wo diese Männer die Waffen her bekommen hatten, hat man
sich nicht geäußert.
Examen
könnten abgesagt werden
he Fiji Teachers Confederation
(Lehrer Vereinigung) hat dem Ausbildungsministerium vorgeschlagen
die öffentlichen Prüfungen aufgrund der Situation für dieses
Jahr zu verschieben. Und Zwischenprüfungen für verschiedene
Jahrgänge sollen vorübergehend ausfallen, auch wenn dadurch
wertvolle Zeit verloren ginge. Zwei Jahrgänge laufen weiter,
da es hier um Stipendien geht.
Im Radio wurde auch mitgeteilt, daß einige Lehrer (ca. 20) bereits
aufgrund der Krise gekündigt haben.
Sonntag: 18.06.2000
Am heutigen Tag gab es keine weiteren Meldungen.
Nachtrag zum Samstag: 17.06.2000 In einer Pressekonferenz
am Abend teilte Militärsprecher Filipo Tarakinikini mit,
daß die Delegation des Commonwealth das Militär anhält
die Demokratie so schnell wie möglich wieder herzustellen.
Es würde aber mindestens 2 Jahre dauern eine neue Wahl
durchzuführen, da man schon 18 Monate benötigt, um diese
vorzubereiten.
Er äußerte auch, daß das Militär nun doch einige Namen von Speights
Liste für die Zwischenregierung berücksichtigen würde.
Das Militär unterstützt auch den Grund Speights für die Einheimischen
Fidschianer zu kämpfen, aber die die Art und Weise wie er es versucht.
Man müsse die Rechte aller in Fidschi lebenden Menschen / Rassen
berücksichtigen.
Das Militär hat auch noch ein Treffen mit dem Fiji Trade Unions
Congress angesagt, um die Beziehung zu verdeutlichen.
Es wurde auch noch einmal darauf hingewiesen, daß die Ausgangssperren
in Suva und Umgebung (alle anderen wurden aufgehoben) nur der Sicherheit
dienen.
Wir holen am Sonntag Gäste in Nadi am
Flughafen ab und Sie werden aus diesem Grund wahrscheinlich erst
am Sonntag Abend (Deutsche Zeit) die nächste Aktualisierung
dieser Seite lesen können. Wir bemühen uns es früher hinzubekommen
- bitten Sie jedoch um Verständnis, falls wir es nicht schaffen
sollten.
Samstag: 17.06.2000
Verbot für
Fracht von Neuseeland nach Fidschi
Die New Zealand Council
of Trade Unions haben in der letzten Nacht auf einer Versammlung
in Wellington beschlossen, keine Fracht mehr nach Fidschi
zu exportieren und nichts aus Fidschi zu importieren.
Fiji Trade Union Congress General Sekretär Felix Anthony begrüßt
diese Maßnahme, obwohl die Nachfrage nach frischen Waren (Obst,
Gemüse etc.) aus Neuseeland in Fidschi groß ist.
Die Supermärkte bestätigen, daß sie noch genügend Vorräte für die
nächsten Wochen haben.
Samstag: 17.06.2000 17:30 Uhr
Bis zur Stunde gibt es keine
weiteren Meldungen
Freitag: 16.06.2000
Zusammenfassung des heutigen Tages:
Es wurden wieder Leute ins Parlament
vorgelassen
Militärsprecher, Ratu Eroni
Volavola, gab eine Erklärung darüber ab, warum heute wieder
Leute ins Parlament gelassen wurden.
Leider wurde diese Rede nur einmal im Radio wiedergegeben und wir
konnten nicht so schnell notieren. Das Wichtigste daraus war, daß sich
die Leute unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen im Parlamentskomplex
befinden.
Militär klärt Schüsse am
heutigen Morgen auf
Heute Morgen wurde 4 Warnschüsse
in der Richards Street abgegeben. Diese richteten sich
gegen eine Gruppe von Brandstiftern, die versuchten eine
Brand am Haus des Permanent Secretary of Fijian Affairs,
Ratu Meli Bainimarama, zu legen.
Als eine Militärpatrouille dort lang kam, waren die Brandstifter
gerade im Begriff, mit Benzin gefüllte Flaschen gegen das Haus
zu werfen. Es wurde jedoch niemand verhaftet. Man identifizierte
die Brandstifter als eine Gruppe, die vorher im Parlamentsgebäude
gesehen wurde.
Unterstützung für die militärische
Interimsregierung wächst
Gestern gaben die Chiefs
der Provinz Cakaudrove, nach der Versammlung der Oberhäupter,
bekannt, daß sie die derzeitige Militärregierung unterstützen
werden. Sie forderten die Freilassung der Geiseln und die
Rückgabe der Waffen an das Militär.
Ebenso bestätigten die Macuata Chiefs aus Labasa ihre Unterstützung.
Ihr wichtigstes Anliegen sei, daß Recht und Ordnung in Fidschi
wieder hergestellt werden und dazu sei die Militärregierung fähig.
Die Provinzen Serua und Namosi sowie Tailevu geben ebenfalls ihre
Unterstützung. Wobei Tailevu als einzige Provinz auf eine Versammlung
des GCC besteht, um eine zivile Interimsregierung zu ernennen.
Die westlichen Chief trafen sich heute wieder in Viseisei und gaben
bekannt, daß sie den Präsidenten, Ratu Mara, der zurückgetreten
ist, unterstützen.
Selbst die Methodistenkirche ist für die militärische Interimsregierung,
weil sie der Meinung sind, daß das Militär die einzige Möglichkeit
ist, Recht und Ordnung in Fidschi wieder herzustellen.
Es hat keine der Provinzen offiziell geäußert, daß sie Speight
und die anderen Geiselnehmer unterstützen. In dieser Woche verloren weitere Menschen ihre Arbeit Heute wurden die aktuellen Arbeitslosenzahlen
bekannt gegeben:
1.006 Menschen verloren in der Tourismusindustrie
ihre Anstellung.
754 in der Bekleidungsindustrie
656 im Einzelhandel
143 bei den öffentlichen Verkahrsunternehmen
Insgesamt gibt es zur Zeit (Meldung vom 14.06.00)
rund 4.122 Arbeitslose.
Arbeitgeber werden darauf hingewiesen, statt Leute zu entlassen
besser die Arbeitszeit zu reduzieren, d.h. die Arbeit unter den
Leuten so aufzuteilen, daß niemand entlassen werden muß.
Denn zusätzlich sind die Preise von Lebensmitteln um 0,1 % gestiegen.
Sollte die politische Krise anhalten, sind weitere Arbeitsplätze
in Gefahr.
Zuckermühle immer noch geschlossen
Im Gegensatz zu den am Mittwoch gebrachten Meldungen, ist die Zuckermühle
Rarawai immer noch geschlossen. Man wollte den Betrieb aufnehmen,
jetzt jedoch streiken die Arbeiter der Mühle.
Delagation des Commonwealth
Die Delegation des Commonwealth (CMAG) trifft sich zur Zeit mit
verschiedenen politischen Parteien und auch religiösen Gruppen,
unter anderem auch mit dem Vorsitzenden, Sitiveni Rabuka, des BLVs.
Ein Treffen mit Frank Bainimarama soll gegen 15:30 Uhr folgen,
da die Delegation noch heute wieder abreisen wird.
Ergebnisse liegen zur Stunde noch nicht vor.
Nachtrag zum Donnerstag, 15.06.2000:
Die Delegation des Commonwealth,
Alexander Downer und Phil Goff, ist mittlerweile in Nausori
(Flughafen Suva) angekommen, um mit der militärischen Interimsregierung
zu sprechen. Sie werden von Vertretern aus Botswana und
Malaysia begleitet.
Aufgrund der Sanktionen von Australien wird
nun auch kein Brennstoff/Benzin mehr nach Fidschi gebracht. Man
meint jedoch genug für die nächsten 2 Monate zu haben. Es
wird aber lt. Shell-Manager, Andrew Smith, versucht woanders im
asiatischen Raum Benzin zu ordern. Dieses soll aber dann teurer
sein und dementsprechend müßten dann auch die Benzinpreise angehoben
werden.
Unserer Meinung nach bedeutet das dann wieder Anhebung der Preise
für Taxifahrten und den öffentlichen Busverkehr.
Einige Schulen öffnen in der
nächsten Woche wieder:
Die Schulen auf den Außeninseln: Kadavu, Lomaviti, Rotuma und in
der Lau-Gruppe sind ab der nächsten Woche wieder geöffnet.
Die Schulen auf der Hauptinsel Viti Levu und auf Vanua Levu bleiben
weiterhin geschlossen. Am 23.06. soll nun entgültig entschieden
werden, wann diese Schulen wieder geöffnet werden.
Wir bitten vielmals um
Entschuldigung, aber aufgrund mehrerer Stromausfälle von einigen
Stunden Dauer, war es uns bis jetzt nicht möglich die Seite
zu aktualisieren - Lesen Sie nachfolgend die Meldungen vom
14. + 15.06.00
Donnerstag: 15.06.2000
Nachrichten des heutigen Tages:
Geisel für ärztliche Versorgung
freigelassen
Der ehemalige Minister of Homeaffairs,
Joji Uluinakauvadra, soll bald freigelassen werden, um sich einer
Untersuchung zu unterziehen. Er hatte über Schmerzen im Brustbereich
geklagt und soll geröntgt werden.
Mittlerweile hat diese Untersuchung stattgefunden und er wurde
dementsprechend behandelt. Er befände sich nun in einem relativ
guten gesundheitlichen Zustand, seine Medikation wurde umgestellt und
er sei auf eigenen Wunsch ins Parlament zurückgebracht worden.
Er wolle die anderen Geiseln nicht im Stich lassen.
Tailevu* unterstützt
das Militär und Speight
Tailevu (eine der Provinzen)
Bose Vanua (Provinzrat) hat eine dringende Versammlung
des BLV ( Boselevu Vakaturaga = Großer Rat) einberufen,
um eine zivile Interimsregierung zu ernennen.
Der Provinzrat unterstützt die versuchte Übernahme Speights, weil
sie einheimische Fidschianer in der Regierung wollen und auch die
Amnestie für Speight und seien Anhänger.
Sie sind aber auch der Meinung das der Tod des Polizisten und weitere
kriminelle Aktionen weiterverfolgt werden sollten. Auch unterstützen
sie die Militärregierung, da diese es erleichtern werden, die Normalität
im Land wieder herzustellen. Sie sagen, daß Speight in den militärischen
Rat aufgenommen werden soll, um die Freilassung der Geiseln zu
beschleunigen.
Ähnliche Versammlungen sollen heute noch in
dem Dorf Somosomo auf Taveuni für die Provinz Cakaudrove und in
Navua für die Provinz Namosi (hierzu gehören auch wir in Pacific
Harbour) abgehalten werden.
* Tailevu ist die Provinz aus der George
Speight stammt, wo er aufgewachsen ist und seine Familienbande
sind.
Mittwoch: 14.06.2000
Zusammenfassung der Nachrichten des heutigen Tages:
Zwei weitere Familien, aus Nausori, sind im
Zeltlager im Westen eingetroffen.
Speight stellt 9 neue Forderungen
auf.
(leider können wir diese
hier nicht veröffentlichen, da sie uns nicht in Schriftform
vorliegen. Vom Radiosender wurde uns ein Fax zugesagt,
welches wir nach mehreren Anrufen immer noch nicht vorliegen
haben)
Speight: „Die Geiseln könnten
bis Ende der Woche frei sein”
Speight sagt, daß die Geiseln
bis Ende Woche frei sein könnten, wenn der GCC (Great Council
of Chiefs) noch diese Woche zusammentrifft und Entscheidungen
in seinem Interesse trifft. Ebenso sagte er, daß das Leben
der Geiseln in Gefahr sei, wenn man ihn in irgendeiner
Weise angreifen würde.
Militärsprecher, Lieutenant Colonel Filipo Tarakinikini, sagte,
daß Speight realisieren sollte, daß er nicht die einzige Person
ist, die durch die von ihm angezettelten Krise, Unannehmlichkeiten
hat und dasCommodore Bainimarama nicht für die Schüsse am Checkpoint
entschuldigen werde.
Auf einer Versammlung des GCC wurde laut, daß einige Chiefs von
Tailevu (eine der Provinzen) auf ein Treffen des Großen Rates noch
in dieser Woche drängen.
Zuckerquote in Zweifel
Nachdem gestern nur einige
Bauern angefangen hatten Zuckerrohr zu ernten, hat die
Fiji Sugar Corporation (FSC) eine dringende Versammlung
für morgen einberufen.
Die FSC will entscheiden wie viele der Arbeiter der Zuckermühlen
Zuhause bleiben müssen, bis die Normalität wieder eintritt und
wieder Zucker gemahlen werden kann. Die Zuckerindustrie konnte
schon 2 Lieferungen nicht wahrnehmen. Sie könnten die Juliquote
verlieren und was aus der Augustquote wird, bleibt abzuwarten.
Der Vorsitzende der FSC, Hafiz Khan sagt, daß die Zuckerindustrie
in jeder Woche ca. 2 Millionen Fidschi Dollar verliert.
Die Rarawai Mühle teilte mit, daß man erwartet in ca. einer Stunde
mit der Arbeit anzufangen. Es werden ca. 4.000 Tonnen Zuckerrohr
benötigt, um die Maschinen in Betrieb nehmen zu können. Der Manager
Raymond Wade hofft, daß mehr Bauern, während der derzeitigen trockenen
Phase, ernten werden.
!! Die Rarawai Mühle hat gegen 14:00 Uhr den Betrieb aufgenommen
!!
Neuseeland verbietet bekannten
Kollegen/Partner
die Einreise ins Land
Neuseelands Außenminister, Phil Goff,
gab heute bekannt, daß sowohl George Speight als auch seinen Partner,
die durch Kidnapping versucht haben illegal an die Macht zu kommen,
jegliche Einreise nach Neuseeland verboten wird. Sie werden soweit
bekannt auf einer schwarzen Liste geführt.
Phil Goff verkündete gestern Abend in einer Pressemitteilung:
Wir betrachten George Speight und diejenigen,
die in den Coup verwickelt sind als Terroristen, welche illegal
versuchen an die Macht Fidschis zugelangen. Als solche wird
es ihnen nicht erlaubt sein nach Neuseeland einzureisen.
So wie Australien hatte Neuseeland schon Speight
selbst die Einreise verboten. Dieses Verbot wird nun auf alle
85 Personen inkl. Militär-Offiziere, Opportunisten und andere
Kriminelle zusammen mit gesetzlichen und finanziellen Sponsoren,
die an der Geiselnahme beteiligt sind, ausgeweitet.
Diesen Leuten wird nach dem Paragraphen 7(1)
f des Neuseeländischen Einwanderungsgesetzes von 1987,
welcher besagt, daß Personen, die außerhalb Neuseelands an
terroristischen Aktionen beteiligt waren die Einreise nicht
erlaubt wird, die Einreise verboten. Die Anordnung soll sicherstellen,
daß alle die für diese Aktion Verantwortlichen auch den Folgen
gegenüber stehen.
Neuseeland macht nicht die militärische Interimsregierung
für die Geiselnahme verantwortlich. Wir unterstützen ihren
Widerstand zu jedem Vorschlag, der verhindert, daß Speight
oder irgendeiner seiner Anhänger an der neuen Regierung beteiligt
sein wird. Wir sind aber weniger gewiß, daß es ein ähnliches
Engagement zur Wiederherstellung der Verfassung oder der demokratisch
gewählten Regierung, gibt.
Die Interims-Militär-Regierung hat der breiten Öffentlichkeit
Fidschis schon klargemacht, welche Kosten Fidschi von der internationalen
Gemeinschaft auferlegt werden, wenn Speight nicht abgelehnt
und die Demokratie nicht wieder hergestellt wird. Diese Handlung
Neuseelands soll den Weg der Führung der derzeitigen Militärregierung
stützen. So es das auf diese Weise dem größten Teil der Fidschianischen
Bevölkerung sehr klar wird, worum es geht.
Der Bann (Handelssperre) wird bis 31. August
aufrechterhalten, aber man wird immer wieder überprüfen, ob
es irgendwelche Änderungen der Umstände in Fidschi gibt. Eine
Erweiterung wird das Thema der nächsten staatliche Entscheidung
sein, sagte Goff.
Inzwischen, so sagte Goff, daß Australien und
die USA, dem Beispiel Neuseelands folgen wollen und anhand
einer schwarzen Liste George Speight und weiteren 85 Personen
die Einreise verweigern werden.
Goff rechtfertigt die Entscheidung der Neuseeländischen
Regierung, die sportlichen Bande mit Fidschi zu trennen und
sagt, daß diese weiteren Sanktionen George Speight ärgern werden.
Dieser Bann soll ebenfalls bis Ende August gelten, wobei immer
wieder Änderungen der Situation entscheidend sein werden. Goff
sagt, daß es einer schwere Aufgabe war, aber die New Zealand
Rugby Union hat die Entscheidung ihrer Regierung akzeptiert
und er hofft ebenso die Fiji Rugby Union.
Es dürfen wieder Lebensmittel
für die Geiseln ins
Parlament gebracht werden.
Nach den Schüssen auf zwei Fahrzeuge von Speight, durften seit
Dienstag keine Lebensmittel mehr für die Geiseln ins Parlament
gebracht werden. Dieses Verbot wurde heute von den Kidnappern
wieder aufgehoben.
Die Chiefs (Oberhäupter) von
Cacaudrove auf Taveuni
werden morgen früh um 10:00
Uhr zusammentreffen, um über die aktuelle Krise zu sprechen.
Lt. Meldungen soll auch über einen eigene Regierung gesprochen
werden.
Dienstag: 13.06.2000 23:00 Uhr
Zusammenfassung der Nachrichten des heutigen Tages:
Die Waffen der Rebellen stammen
vom Militär. Vorläufige Untersuchungen
des Militärs ergaben, daß die Waffen der Rebellen im Parlamentsgebäude
aus dem militärischen Camp kommen. Captain Eroni Volavola
sagt, daß es sich um Waffen der ersten Schwadron, die immer
die aktuellsten haben, handelt. Das Militär nimmt an, daß 15
Soldaten an der Beschaffung der Waffen, aus den Queen Elizabeth
Kasernen in Nabua, beteiligt sind.
Das Militär bestreitet versuchtes
Attentat auf George Speight.
Es
war gestern nur auf die Fahrzeuge von Speight und seinen
Anhängern geschossen worden, weil sie den Checkpoint durchbrachen.
George Speight hatte dafür eine öffentliche Entschuldigung
des Militärs gefordert - diese wurde abgelehnt!
Noch vor Ende dieser Woche
soll eine zivile Interims-Regierung ernannt werden. Army
Commander, Commodore Frank Bainimarama sagt, daß unter den
Mitgliedern weder George Speight noch einer seiner Anhänger
sein werden. Die Mitglieder werden ohne politische Vergangenheit
sein und sollen imstande sein, Fidschi aus der Krise zu führen.
Ein Hotel, der Fünf-Sterne-Klasse
wurde vorrübergehend geschlossen.
Das
Sheraton Royal Denarau wird ab morgen für 3 - 4 Wochen komplett
geschlossen. Der Grund: Die anhaltende Geiselnahme/Krise
Es wird kein Personal entlassen - die Leute werden für diese
Zeit in den anderen beiden Sheraton Hotels beschäftigt.
Noch mehr Arbeitslose
Weitere Arbeitslose werden noch in dieser Woche erwartet.
Bereits in der letzte Woche verloren ca. 2.200 Menschen ihre
Arbeit. Die meisten davon kamen aus der Bekleidungsindustrie,
der Hotelbranche und der Produktionsindustrie. Das Arbeitsministerium
wird die Zahl der Entlassenen am Freitag bekannt geben.
In der letzten Nacht wurde
in Lautoka das Haus des Marschorganisators Ben Padarath mit
Steinen beworfen.
Niemand
befand sich zu dieser Zeit im Haus. Man nimmt an, daß es
eine Vergeltungstat gegen den gestern geplanten Marsch von
Zivilisten war. Es wurde niemand festgenommen.
Fidschi wird nicht Gastgeber
für die ACP-EU Versammlung dieses Monats sein.
Aufgrund
der anhaltenden Krise wurde diese Versammlung in den Afrikanischen
Staat Benin verlegt. Fidschi wird dort durch Isikeli Mataitoga
vertreten sein, um Informationen zur Lage zu geben. Am 23.
dieses Monats soll der neue Vertrag „Lome Five” unterzeichnet
werden.
Die Geschäfte in Suva öffneten
heute zum Großteil alle.
Für
Militärschutz sei gesorgt, damit die Sicherheit gegeben ist.
Die
Rugby-Tour Fidschis durch Australien wurde heute, aufgrund
der anhaltenden Geiselnahme, komplett abgesagt.
Ende dieses Monats
sollte es ebenfalls eine Tour durch Neuseeland
geben. Ob diese wie geplant stattfindet wird heute
noch in Neuseeland entschieden.
Wieder einmal zeigt sich, daß zum Großteil die unter der Aktion
Speights zu leiden haben, die am wenigsten damit zu tun haben.
Montag: 12.06.2000 20:00 Uhr
17:00 Uhr:
Militär bestätigt Schüsse
Am Kontrollpunkt Muanikau wurden
von Soldaten Warnschüsse abgeben, als die Fahrzeuge mit Speight
und seinem Gefolge, ohne zu stoppen durchfuhren. Nun nimmt man
an, daß Speight, als er den Kontrollpunkt passierte, auf dem Rückweg
vom Krankenhaus war.
Die Soldaten signalisierten den Fahrzeugen zu stoppen, diese jedoch
erzwangen die Durchfahrt.
Speight ist zurück im Parlamentsgebäude, während das Folgefahrzeug
zum Anhalten gezwungen wurde. Das Ergebnis war die Verhaftung der
Insassen.
Timoci Silatoiu, forderte das RFMF auf, die Verhafteten freizulassen
und drohte den Geiseln Gewalt an zu tun wenn dies nicht geschehe.
Später begleitete Leutnant Oberst Apakuki Kurusiga das Fahrzeug
samt Insassen zum Parlamentskomplex.
16:30 Uhr:
Teilweise Aufhebung der Ausgangssperre
Der Militärrat gab heute die Aufhebung
der Ausgangssperre für den westlichen und nördlichen Teil Fidschis
bekannt. Nach militärischen Einschätzungen ist dies hier nicht
mehr notwendig und man will die Möglichkeit zur normalen Geschäftstätigkeit
und die Bewegungsfreiheit der Menschen nicht länger einschränken.
Die Gebiete stehen jedoch weiter unter Militär- und Polizeikontrolle
und die Öffentlichkeit wird gebeten die Augen offen zu halten und
bei Anzeichen von kriminellen Handlungen die nächste Polizeistation
zu verständigen.
15:30 Uhr:
Schüsse auf Speights Wagen
Vor ca. einer halben Stunde wurden
in der Nähe des Parlamentskomplexes Schüsse abgefeuert. Zwei Fahrzeuge
mit Speight und seinen Anhängern kamen von einem Treffen mit dem
Vize-Präsidenten, Ratu Josefa Iloilo zurück, als auf der Ratu Sukuna
Road auf sie geschossen wurde.
Das Fahrzeug mit Speight erreichte trotzdem das Parlament, daß andere
Fahrzeug wurde am Kontrollpunkt festgehalten, ob jemand verletzt
wurde, ist zur Zeit noch nicht bekannt.
15:00 Uhr:
Opfer des Terrorismus ziehen in den Westen
Viele Opfer des Terrorismus, während
der politischen Krise, von Muaniweni wurden vom Westen angezogen.
Eine Gruppe, die ein Zufluchtscamp organisiert hat, sagt, daß etwa
100 Menschen, darunter 30 Kinder mit allen Mitteln gekämpft haben,
daß Zeltlager im Westen zu erreichen. Unter Tränen haben die Familien
ihre Heimat, unter dem Vorwand eine Hochzeit im Westen zu besuchen,
in Bussen, verlassen. In einer Veröffentlichung in den Medien wurde
die Identität der Menschen nicht bekannt gegeben. Die Bewohner
von Muaniweni in Naitasiri sind seit dem 19.05. immer wieder überfallen
und von Schlägern terrorisiert worden. Sie haben ihre Ernten und
ihr Vieh verloren und mußten viele schlaflose Nächte im Dschungel
verbringen, um diesem Terrorismus zu entkommen. Einiges von dem
Vieh wurde geschlachtet und in Polizeiwagen abtransportiert - zum
Parlament - die Polizei ist unbeteiligt und ermittelt.
"The Sanctuary Camp" ist das erste Flüchtlingslager in Fidschi. Die
Organisationsgruppe sagt, daß viele Menschen und Gemeinden ihre Unterstützung
geben.
12:30 Uhr:
Marsch abgesagt
Der Marsch von Lautoka nach Suva
wurde abgesagt und der Organisator, Ben Padarath wurde zur Polizeiwache
in Lautoka gebracht.
Kurz nach 10:00 Uhr kam eine Gruppe Soldaten und Polizisten in
den Kirchpark in Lautoka, um den Marsch zu stoppen.
Ben Padarath wurde, kurz nach dem er im Park eingetroffen war,
in Polizeigewahrsam genommen. Später ließ man ihn wieder frei und
er verkündete für den kommenden Dienstag einen neuen Marsch zu
planen.
Padarath berichtete, daß es einige Gründe gab den heutigen Marsch
abzusagen. Einer davon, das Verbot von öffentlichen Ansammlungen
während eines Ausnahmezustandes. Ein weiterer, waren Drohanrufe, über
die ihn Lieutenant Colonel Henry Manulevu informierte. Es wäre
Padaraths Leben, sowie das seiner Familie und der Marschierer in
Gefahr.
08:30
Uhr:
Ben Padarath organisiert Marsch
(entgegen der Meldung von gestern!!!)
Die Organisatoren des Marsches,
der heute in Lautoka zum Parlament nach Suva starten soll, haben
keinerlei Genehmigungen, diesen durchzuführen. Der Marsch ist illegal,
weil es unter dem Ausnahmezustand keine öffentlichen Ansammlungen
geben darf. Das sind die Aussagen des Militär, als man fragte,
ob der geplante Marsch stattfinden wird.
Wie auch immer, Organisator des Marsches, Ben Padarath, Sohn der
Geisel Lavenia Padarath, sagt: "Der Marsch wird stattfinden!"
Er meinte, es würde von den Offizieren der jeweiligen Verwaltungsbezirke
behängen, ob eine Genehmigung ausgestellt würde.
Der Marsch ist für 10:00 Uhr geplant und im Kirchpark in Lautoka
starten und soll am Mittwoch Nachmittag beim Parlamentskomplex
in Veiuto enden.
Padarath sagt, daß der Marsch für alle Menschen ist, egal welche
Rasse, politische Ansicht oder Geschlecht und es soll ein Weg sein,
George Speight zu sagen, die Geiseln freizulassen und dem Land
zu erlauben zur Normalität zurückzukehren.
08:00 Uhr:
Immer noch keine Entscheidung zu Freilassung der Geiseln
George Speight und seine Gruppe
verlangen vom Army Commander, Commodore Frank Bainimarama, den
GCC (Great Council of chiefs) zu einem dringenden Treffen zusammen
zu rufen.
Speight Anhänger, Ratu Timoci Silatolu, sagt, daß man bereits vom
Vorsitzenden des Rates, Sitiveni Rabuka, gefordert habe eine dringende
Versammlung einzuberufen, um ihre Fragen zu diskutieren.
Ratu Timoci sagt, daß man den Oberhäuptern berichten will, daß eine
zivile Regierung und ein neuer Prädident benannt werden sollen.
Rabuka hat auf ihre Forderung nicht geantwortet.
Commodore Frank Bainimarama hält jedoch an seiner Entscheidung
fest, Fidschi erst wieder zurück zur Normalität zu führen, bevor
der GCC wieder einberufen wird, nicht früher. Das Militär benötige
3 Monate um dem Land den Frieden und die Stabilität zurück zugeben.