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Seite 4 (12.06. - 28.06.2000):
 
Mittwoch: 28.06.2000 Geiseln warnen Militär
Speight hat dem Militär abgeraten während der nächsten 24 Stunden, bevor es weitere Verhandlungen gegeben hat, etwas zu unternehmen. Es könnte die Geiseln, welche er als politische Gefangene bezeichnet, gefährden.

Lieferungen aus Neuseeland
Die Handelsperre von Neuseeland wurde aufgehoben. So können wieder frische Waren, wie Obst und Gemüse nach Fidschi exportiert werden.
Ob die Flüge aus Neuseeland, die bis auf 1/5 reduziert wurden, bald wieder mehr werden, stand noch nicht fest.

Treffen der westlichen Oberhäupter
Auf diesem Treffen wurde über die ausweglose Situation in Sachen Verhandlungen beraten und Ratu Josefa Iloilo als neuer Präsident vorgeschlagen. Hier hat aber letztendlich der Boselevu Vakaturaga (der grpße Rat) das letzte Sagen.

Ultimatum endet um 18:00 Uhr
Speight sagte einem weiteren Treffen zu Verhandlungen mit dem Miltär zu.. Dieses soll gegen 18:00 Uhr stattfinden.

Speights Gruppe beim Treffen der westlichen Chiefs
Die westlichen Chiefs erlaubten Speights gesetzlichem Berater, Tevita Bukarau, bei diesem Treffen dabei zu sein. Dieser gab 3 Namen bekannt, die bei den Verhandlungen zwischen dem Militär und Speight gefallen sind. Diese sollen für die neue Präsidentschaft vorgeschlagen worden sein:

- Tui  Vuda, Ratu Josefa Iloilo (Vize-Präsident)
- Roko Tui Bau, Ratu Joni Madraiwiwi
- Sitiveni Rabuka ( Vorsitzender des großen Rates)

Speight und seine Gruppe wollen unbedingt Ratu Josefa Iloilo - aus welchen Gründen wurde nicht näher erläutert. Man sagte nur, daß man sich sorgt, daß es einer der beiden anderen werden könnte.

Dienstag: 27.06.2000 Es soll nun weitere Verhandlungen geben, detaillierte Informationen zum heutigen Tag werden wir morgen veröffentlichen.
George Speight wurde ein Ultimatum gesetzt zu den Verhandlungen zurück zu kehren. Über ein weiteres Treffen mit dem Militär wird er sich heute Abend noch mit seinen Anhängern beraten.
Sollte er sich nicht bereit erklären weitere Verhandlungen innerhalb der nächsten 24 Stunden zu führen und den Vertrag nicht unterschreiben, so gibt es laut Militär nur zwei Möglichkeiten:

  1. eine zivile Interimsregierung für die nächsten zwei Jahre
  2. das Militär würde weiter das Ruder in der Hand halten und das Land führen.
Es wird erwartet, daß sich beide Parteien morgen Abend gegen 18:00 Uhr zu weiteren Verhandlungen treffen.

Laut einer Pressemitteilung soll es morgen früh gegen 11:00 Uhr auch ein weiteres Treffen der westlichen Chiefs geben. Sie wollen beraten wie die Wirtschaft nach dieser Krise wiederbelebt werden kann und sich zur Verfassung (vorgeschlagene Änderungen dazu) äußern.

Montag: 26.06.2000 Mitglieder der Interims-Militärregierung haben sich zu weiteren Beratungen mit dem Vize-Präsidenten getroffen.
Und das Oberhaupt der Provinz Tailevu (von hier stammen Speight und die meisten seiner Anhänger) fleht Speights Leute an das Parlament zu verlassen und in ihre Dörfer zurückzukehren.

07:00 Uhr:
Speight teilte mit, daß er und seine Anhänger, nicht eher an den Verhandlungstisch zurückkehren, bis das Militär sie dazu auffodert.

Montag: 26.06.2000 Am Sonntag gab es kaum Informationen über weitere Verhandlungen oder Unterzeichnung von Verträgen. Jedoch wurden die drei  weiblichen Geiseln:
  • Adi Koila Nailatikau - ehemalige Ministerin des Tourismus
  • Lavenia Padarath - ehemalige Ministerin für Frauen und Kultur
  • Marieta Rigamoto - ehemalige stellvertretende Ministerin für Land-, Fischerei- und Forstwirschaft
  • Bulou Akanisi Koroitamanao - ehemalige Regierungsangestellte für Bankanlegenheiten
um 12:30 Uhr freigelassen. Als Begründung dafür gab George Speight in einem Interview an, daß die Frauen müde seien und er Adi Koila Nailatikau die Teilnahme an der Beerdigung ihres Schwagers nicht verwehren möchte.

Die für 14:00 Uhr geplante Vertragsunterzeichnung fand wieder nicht statt und die Delegation der Militärregierung zog sich daraufhin an einen unbekannten Ort zurück.

Das zu den Meldungen am Sonntag. Es wird nun vermutet, daß Speight selber gar keine Entscheidungsgewalt besitzt, sondern immer wieder jemanden im Parlamentskomplex kontaktieren und dessen Anordnungen folgen muß.

Des weiteren wurde berichtet, daß der Sohn des ehemaligen Premierminsters Mahendry Chaudry sich auch wieder im Parlamentsgebäude aufhält, obwohl er bereits ziemlich zu Beginn der Geiselnahme freigelassen wurde. Einige Telefonate diesbezüglich gaben uns jedoch auch keine genaue Auskunft.

Die für den Samstag angesetzte Vertragsunterzeichnung wurde dann auf Sonntag Mittag 14:00 Uhr verschoben. Wie bereits im Vertrag festgehalten, sollten die Geiseln 3 Stunden nach Unterzeichnung freigelassen werden. So bereiteten die Angehörigen der Geiseln schon alles für dem Empfang vor und gaben im Radio Interviews mit Ausrufen der Freude. Aber nicht mit Speight, er und seine Anhänger machten diese Vorfreude schnell wieder zunichte. Im letzten Moment forderte er wieder neue Klauseln für den Vertrag. Die Gespräche/ Verhandlungen wie schon do oft an einem toten Punkt an und wir warteten auf den Sonntag. Eine der Änderungen bezog sich auf die Freilassung der Geiseln. Die Freilassung, die ursprünglich, für 3 Std. nach Unterzeichung angesetzt war wurde von Speights Leuten auf 24 bis 36 Std. verschoben.

TarakinikiniNoch am Freitag Morgen war Militärsprecher Tarakinikini, hier auf einer Pressekonferenz voller Hoffnung in Hinsicht auf den Vertrag der am Samstag gegen 11:00 Uhr von beiden Parteien unterzeichnet werden sollte.

Ebenso hoffte man, daß nach einer Einigung zwischen Speight und dem Militär das Handelsverbot zwischen Australien, Neuseeland und Fidschi gelockert werden könne.
Die letzten Nachrichten am Freitag waren dann genauso hoffnungslos wie in den vergangenen 5 Wochen, denn Speight hatte wieder einmal neue Forderungen vorgelegt und die Verhandlungen gehen weiter - kein Ergebnis - keine Freilassung der Geiseln.

Am letzten Donnerstag waren selbst die Speight Anhänger zuversichtlich, daß der vorbereitete Vertrag am Freitag unterzeichnet würde. Man hatte sich hinter verschlossen Türen im Haus des Vize-Präsidenten, Ratu Josefa Iloilo, beraten.

Auch den Zuckermühlen wurde am Donnerstag nochmals nahegelegt mit der Arbeit zu beginnen, bevor die ganze Ernte den Bach runtergeht.

Bereits am Mittwoch vergangener Woche sprach man über die Unterzeichung eines Vertrages zwischen der Interims-Militärregierung und den Geiselnehmern, jedoch ist es bis zur Stunde nicht dazu gekommen.
Mittlerweile gibt es wieder einige Arbeitslose mehr und die Gehälter von Regierungsangestellten und Angestellten im öffentlichen Dienst wurden um 20 % gekürzt.
Speight fordert, daß nur einheimische Fidschianer ein Mitspracherecht für die neu Verfassung, die er will, haben sollen.

Samstag: 24.06.2000 Vertragsunterzeichnung gescheitert
Heute Morgen um 11:00 Uhr sollte der Vertrag zwischen dem Militär und George Speight unterzeichnet werden. Laut Vertrag sollten 3 Stunden später dann Geiseln freigelassen werden.

Zur Unterzeichnung ist es jedoch gar nicht gekommen, da George Speight neue Forderungen vorgelegt hat. Daraufhin hat die Delegation des Militärs frustriert und ohne Kommentar den Raum verlassen.

Kommentare wurden seitens des Militärs in einer Pressekonferenz nicht gegeben. Man übte sich in Stillschweigen.

Für Morgen 14:00 Uhr ist nun einer neuer Termin angesetzt, bis dahin wollen sich beide Parteien noch einmal beraten. Ob es dann zu einer Klärung  und  Freilassung der Geiseln kommt, ist ungewiß.

Freitag: 23.06.2000


Donnerstag: 22.06.2000
In den vergangenen zwei Tagen gab es immer wieder die gleichen Nachrichten:
Verhandlungen und nochmals Verhandlungen. Jedoch keine Ergebnisse.

Es gab keine weiteren Vorkommnisse - es ist ruhig, die Zuckermühlen haben ihre Arbeit aufgenommen und bis zur Stunde gibt es keine weiterer Arbeitslosen.

Nach letzten Meldungen, soll am Samstag, 24.06.00 ein Vertrag zwischen dem Militär und George Speight unterzeichnet werden. Im Anschluß daran will man die Geiseln freilassen.

Wir glauben noch nicht ganz daran, geben aber die Hoffnung auf eine schnelle Beendigung nicht  auf und melden uns wieder sobald wir Neuigkeiten haben.

Mittwoch: 21.06.2000 Zusammenfassung der gesamten Meldungen in einem Satz:
Die Meldungen des heutigen Tages sagen allesamt aus, daß es vermutlich noch vor dem Wochenende zu eine Beendigung der Krise kommen soll und die Geiseln frei gelassen werden sollen.

Wir sind davon noch nicht so überzeugt und warten ab, wie schon seit mehr als 4 Wochen.

Dienstag: 20.06.2000 Rabuka sagt: „George Speight hat die Verhandlungen verloren”
Der Vorsitzende vom Bose Levu Vakaturaga, Sitiveni Rabuka glaubt, daß Speight die Verhandlungen verloren hat.

Diese Nachricht ist unserer Meinung nach ist diese Veröffentlichung sehr widersprüchlich, deshalb haben wir erst gezögert sie für diese Seite zu übersetzten.


Auf der einen Seite sagt Rabuka, daß Speight die Verhandlungen verloren hat, sich und seine Leute nicht mehr so unter Kontrolle hat und nicht mehr Zentrum des Geschehens ist. Auf der anderen Seite äußert er, daß er sich nicht wundern würde, wenn Speight doch noch Premierminister würde, wenn nur die Karten richtig ausgespielt würden.
Dann wieder weißt er Speight darauf hin, seine eigene Sicherheit etwas ernster zu betrachten.
Die Verhandlungen gehen jedoch weiter. Speight hatte in der letzten Woche gesagt, daß er keine weiteren Verhandlungen mehr wolle.

Krise und Tourismus
Trotz der anhaltenden Krise hat sich die Fluggesellschaft Korean Air entschieden wieder nach Fidschi zu fliegen. Zunächst 2 Flüge pro Woche, im Oktober soll es dann 3 Flüge pro Woche geben.
Das sind die guten Nachrichten - die schlechte ist, daß Fidschis Verlust pro Tag, durch ausbleibende Urlauber, vom Fiji Visitor Bureau auf F$ 1,3 Mio. geschätzt wird. Das sind in den ersten 15 Tagen des Junis ca. F$ 20 Mio.
Man will jetzt eine Marketing Kampagne, die eigentlich für Australien und Neuseeland geplant war, auf andere Gebiete verlegen.

Zuckerrohrernte
Laut der letzten Meldungen geht die Ernte und die Verarbeitung in den Zuckermühlen nun endlich weiter.

Montag: 19.06.2000 Das waren leider alle heutigen Nachrichten. Weitere Entscheidungen zur Lösung der Situation wurden leider nicht getroffen.

Fidschi sieht sich mehr internationalen Sanktionen gegenüber

Fidschi hat mehr als nur internationale Handelssanktionen zu erwarten, wenn die Krise noch länger andauernd. Dies wurde heute durch Repräsentanten des World Trade Union Movements (Welthandelsgewerkschaft) verkündet.
Repräsentant, Tim Newman, der International Union erklärte verschiedene Aktionen, die man hinsichtlich der Situation in Betracht zieht:
"Die internationale Abweisung der Leute, die an der kriminellen Rechtshandlung beteiligt sind, als erste Maßnahme.
Zweitens die diplomatische Front. Eine Aufforderung an die Europäische Union die Unterzeichnung der Lome Konvention abzulehnen. Man ist zuversichtlich, daß die EU zustimmen wird. Man hat schon die starke Unterstützung der Europäischen Handelsgewerkschaft und vieler Europäischer Regierungen", sagte Newman.
Es ist eine ernste Angelegenheit und es wird zeigen, daß die internationale Gemeinschaft die Art und Weise wie die Krise gehandhabt wird, nicht toleriert und auch nicht die Machtübernahme, welche praktisch eine militärische Diktatur sei.
Man möchte auch Einfluß darauf nehmen, daß die Vereinten Nationen, Fidschianische Soldaten, die in Übersee ihren Dienst ausüben, zurückschicken.

Zweite Geiselnahme verhindert

4 bewaffnete Männer, unter Ihnen der Vater eines im Libanon, vor zwei Monaten, getöteten Soldaten, haben heute morgen gegen 09:30 Uhr die Polizeiwach in Nabua gestürmt. Unter den Geiseln befand sich der Soldat, der im Libanon den anderen erschossen hat. Es wurden einige Schüsse abgefeuert und zwei Polizisten entkamen knapp dem Tod.
Die ganze Sache wurde dann vom Militär, nach Verhandlungen, beendet. Darüber, wo diese Männer die Waffen her bekommen hatten, hat man sich nicht geäußert.

Examen könnten abgesagt werden
he Fiji Teachers Confederation (Lehrer Vereinigung) hat dem Ausbildungsministerium vorgeschlagen die öffentlichen Prüfungen aufgrund der Situation für dieses Jahr zu verschieben. Und Zwischenprüfungen für verschiedene Jahrgänge sollen vorübergehend ausfallen, auch wenn dadurch wertvolle Zeit verloren ginge. Zwei Jahrgänge laufen weiter, da es hier um Stipendien geht.
Im Radio wurde auch mitgeteilt, daß einige Lehrer (ca. 20) bereits aufgrund der Krise gekündigt haben.

Sonntag: 18.06.2000 Am heutigen Tag gab es keine weiteren Meldungen.

Nachtrag zum Samstag: 17.06.2000
In einer Pressekonferenz am Abend teilte Militärsprecher Filipo Tarakinikini mit, daß die Delegation des Commonwealth das Militär anhält die Demokratie so schnell wie möglich wieder herzustellen. Es würde aber mindestens 2 Jahre dauern eine neue Wahl durchzuführen, da man schon 18 Monate benötigt, um diese vorzubereiten.
Er äußerte auch, daß das Militär nun doch einige Namen von Speights Liste für die Zwischenregierung berücksichtigen würde.
Das Militär unterstützt auch den Grund Speights für die Einheimischen Fidschianer zu kämpfen, aber die die Art und Weise wie er es versucht. Man müsse die Rechte aller in Fidschi lebenden Menschen / Rassen berücksichtigen.
Das Militär hat auch noch ein Treffen mit dem Fiji Trade Unions Congress angesagt, um die Beziehung zu verdeutlichen.
Es wurde auch noch einmal darauf hingewiesen, daß die Ausgangssperren in Suva und Umgebung (alle anderen wurden aufgehoben) nur der Sicherheit dienen.

  Wir holen am Sonntag Gäste in Nadi am Flughafen ab und Sie werden aus diesem Grund wahrscheinlich erst am Sonntag Abend (Deutsche Zeit) die nächste Aktualisierung dieser Seite lesen können. Wir bemühen uns es früher hinzubekommen - bitten Sie jedoch um Verständnis, falls wir es nicht schaffen sollten.

Samstag: 17.06.2000 Verbot für Fracht von Neuseeland nach Fidschi
Die New Zealand Council of Trade Unions haben in der letzten Nacht auf einer Versammlung in Wellington beschlossen, keine Fracht mehr nach Fidschi zu exportieren und nichts aus Fidschi zu importieren.
Fiji Trade Union Congress General Sekretär Felix Anthony begrüßt diese Maßnahme, obwohl die Nachfrage nach frischen Waren (Obst, Gemüse etc.) aus Neuseeland in Fidschi groß ist.
Die Supermärkte bestätigen, daß sie noch genügend Vorräte für die nächsten Wochen haben.

Samstag: 17.06.2000 17:30 Uhr Bis zur Stunde gibt es keine weiteren Meldungen

Freitag: 16.06.2000 Zusammenfassung des heutigen Tages:

Es wurden wieder Leute ins Parlament vorgelassen

Militärsprecher, Ratu Eroni Volavola, gab eine Erklärung darüber ab, warum heute wieder Leute ins Parlament gelassen wurden.
Leider wurde diese Rede nur einmal im Radio wiedergegeben und wir konnten nicht so schnell notieren. Das Wichtigste daraus war, daß sich die Leute unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen im Parlamentskomplex befinden.

Militär klärt Schüsse am heutigen Morgen auf
Heute Morgen wurde 4 Warnschüsse in der Richards Street abgegeben. Diese richteten sich gegen eine Gruppe von Brandstiftern, die versuchten eine Brand am Haus des Permanent Secretary of Fijian Affairs, Ratu Meli Bainimarama, zu legen.
Als eine Militärpatrouille dort lang kam, waren die Brandstifter gerade im Begriff, mit Benzin gefüllte Flaschen gegen das Haus zu werfen. Es wurde jedoch niemand verhaftet. Man identifizierte die Brandstifter als eine Gruppe, die vorher im Parlamentsgebäude gesehen wurde.

Unterstützung für die militärische Interimsregierung wächst
Gestern gaben die Chiefs der Provinz Cakaudrove, nach der Versammlung der Oberhäupter, bekannt, daß sie die derzeitige Militärregierung unterstützen werden. Sie forderten die Freilassung der Geiseln und die Rückgabe der Waffen an das Militär.
Ebenso bestätigten die Macuata Chiefs aus Labasa ihre Unterstützung. Ihr wichtigstes Anliegen sei, daß Recht und Ordnung in Fidschi wieder hergestellt werden und dazu sei die Militärregierung fähig.

Die Provinzen Serua und Namosi sowie Tailevu geben ebenfalls ihre Unterstützung. Wobei Tailevu als einzige Provinz auf eine Versammlung des GCC besteht, um eine zivile Interimsregierung zu ernennen.

Die westlichen Chief trafen sich heute wieder in Viseisei und gaben bekannt, daß sie den Präsidenten, Ratu Mara, der zurückgetreten ist, unterstützen.

Selbst die Methodistenkirche ist für die militärische Interimsregierung, weil sie der Meinung sind, daß das Militär die einzige Möglichkeit ist, Recht und Ordnung in Fidschi wieder herzustellen.
Es hat keine der Provinzen offiziell geäußert, daß sie Speight und die anderen Geiselnehmer unterstützen.

In dieser Woche verloren weitere Menschen ihre Arbeit
Heute wurden die aktuellen Arbeitslosenzahlen bekannt gegeben:
  • 1.006 Menschen verloren in der Tourismusindustrie ihre Anstellung.
  • 754 in der Bekleidungsindustrie
  • 656 im Einzelhandel
  • 143 bei den öffentlichen Verkahrsunternehmen
Insgesamt gibt es zur Zeit (Meldung vom 14.06.00) rund 4.122 Arbeitslose.
Arbeitgeber werden darauf hingewiesen, statt Leute zu entlassen besser die Arbeitszeit zu reduzieren, d.h. die Arbeit unter den Leuten so aufzuteilen, daß niemand entlassen werden muß.
Denn zusätzlich sind die Preise von Lebensmitteln um 0,1 % gestiegen.
Sollte die politische Krise anhalten, sind weitere Arbeitsplätze in Gefahr.

Zuckermühle immer noch geschlossen
Im Gegensatz zu den am Mittwoch gebrachten Meldungen, ist die Zuckermühle Rarawai immer noch geschlossen. Man wollte den Betrieb aufnehmen, jetzt jedoch streiken die Arbeiter der Mühle.

Delagation des Commonwealth
Die Delegation des Commonwealth (CMAG) trifft sich zur Zeit mit verschiedenen politischen Parteien und auch religiösen Gruppen, unter anderem auch mit dem Vorsitzenden, Sitiveni Rabuka, des BLVs.
Ein Treffen mit Frank Bainimarama soll gegen 15:30 Uhr folgen, da die Delegation noch heute wieder abreisen wird.
Ergebnisse liegen zur Stunde noch nicht vor.

  Nachtrag zum Donnerstag, 15.06.2000:
Die Delegation des Commonwealth, Alexander Downer und Phil Goff, ist mittlerweile in Nausori (Flughafen Suva) angekommen, um mit der militärischen Interimsregierung zu sprechen. Sie werden von Vertretern aus Botswana und Malaysia begleitet.

Aufgrund der Sanktionen von Australien wird nun auch kein Brennstoff/Benzin mehr nach Fidschi gebracht. Man meint jedoch genug für die nächsten 2 Monate zu haben. Es wird aber lt. Shell-Manager, Andrew Smith, versucht woanders im asiatischen Raum Benzin zu ordern. Dieses soll aber dann teurer sein und dementsprechend müßten dann auch die Benzinpreise angehoben werden.
Unserer Meinung nach bedeutet das dann wieder Anhebung der Preise für Taxifahrten und den öffentlichen Busverkehr.

Einige Schulen öffnen in der nächsten Woche wieder:
Die Schulen auf den Außeninseln: Kadavu, Lomaviti, Rotuma und in der Lau-Gruppe sind ab der nächsten Woche wieder geöffnet.
Die Schulen auf der Hauptinsel Viti Levu und auf Vanua Levu bleiben weiterhin geschlossen. Am 23.06. soll nun entgültig entschieden werden, wann diese Schulen wieder geöffnet werden.

  Wir bitten vielmals um Entschuldigung, aber aufgrund mehrerer Stromausfälle von einigen Stunden Dauer, war es uns bis jetzt nicht möglich die Seite zu aktualisieren - Lesen Sie nachfolgend die Meldungen vom 14. + 15.06.00

Donnerstag: 15.06.2000 Nachrichten des heutigen Tages:

Geisel für ärztliche Versorgung freigelassen
Der ehemalige Minister of Homeaffairs, Joji Uluinakauvadra, soll bald freigelassen werden, um sich einer Untersuchung zu unterziehen. Er hatte über Schmerzen im Brustbereich geklagt und soll geröntgt werden.
Mittlerweile hat diese Untersuchung stattgefunden und er wurde dementsprechend behandelt. Er befände sich nun in einem relativ guten gesundheitlichen Zustand, seine Medikation wurde umgestellt und er sei auf eigenen Wunsch ins Parlament zurückgebracht worden. Er wolle die anderen Geiseln nicht im Stich lassen.

Tailevu* unterstützt das Militär und Speight
Tailevu (eine der Provinzen) Bose Vanua (Provinzrat) hat eine dringende Versammlung des BLV ( Boselevu Vakaturaga = Großer Rat) einberufen, um eine zivile Interimsregierung zu ernennen.
Der Provinzrat unterstützt die versuchte Übernahme Speights, weil sie einheimische Fidschianer in der Regierung wollen und auch die Amnestie für Speight und seien Anhänger.
Sie sind aber auch der Meinung das der Tod des Polizisten und weitere kriminelle Aktionen weiterverfolgt werden sollten. Auch unterstützen sie die Militärregierung, da diese es erleichtern werden, die Normalität im Land wieder herzustellen. Sie sagen, daß Speight in den militärischen Rat aufgenommen werden soll, um die Freilassung der Geiseln zu beschleunigen.

Ähnliche Versammlungen sollen heute noch in dem Dorf Somosomo auf Taveuni für die Provinz Cakaudrove und in Navua für die Provinz Namosi (hierzu gehören auch wir in Pacific Harbour) abgehalten werden.

* Tailevu ist die Provinz aus der George Speight stammt, wo er aufgewachsen ist und seine Familienbande sind.

Mittwoch: 14.06.2000 Zusammenfassung der Nachrichten des heutigen Tages:

Zwei weitere Familien, aus Nausori, sind im Zeltlager im Westen eingetroffen.

Speight stellt 9 neue Forderungen auf.

(leider können wir diese hier nicht veröffentlichen, da sie uns nicht in Schriftform vorliegen. Vom Radiosender wurde uns ein Fax zugesagt, welches wir nach mehreren Anrufen immer noch nicht vorliegen haben)

Speight: „Die Geiseln könnten bis Ende der Woche frei sein”

Speight sagt, daß die Geiseln bis Ende Woche frei sein könnten, wenn der GCC (Great Council of Chiefs) noch diese Woche zusammentrifft und Entscheidungen in seinem Interesse trifft. Ebenso sagte er, daß das Leben der Geiseln in Gefahr sei, wenn man ihn in irgendeiner Weise angreifen würde.
Militärsprecher, Lieutenant Colonel Filipo Tarakinikini, sagte, daß Speight realisieren sollte, daß er nicht die einzige Person ist, die durch die von ihm angezettelten Krise, Unannehmlichkeiten hat und dasCommodore Bainimarama nicht für die Schüsse am Checkpoint entschuldigen werde.
Auf einer Versammlung des GCC wurde laut, daß einige Chiefs von Tailevu (eine der Provinzen) auf ein Treffen des Großen Rates noch in dieser Woche drängen.

Zuckerquote in Zweifel

Nachdem gestern nur einige Bauern angefangen hatten Zuckerrohr zu ernten, hat die Fiji Sugar Corporation (FSC) eine dringende Versammlung für morgen einberufen.
Die FSC will entscheiden wie viele der Arbeiter der Zuckermühlen Zuhause bleiben müssen, bis die Normalität wieder eintritt und wieder Zucker gemahlen werden kann. Die Zuckerindustrie konnte schon 2 Lieferungen nicht wahrnehmen. Sie könnten die Juliquote verlieren und was aus der Augustquote wird, bleibt abzuwarten. Der Vorsitzende der FSC, Hafiz Khan sagt, daß die Zuckerindustrie in jeder Woche ca. 2 Millionen Fidschi Dollar verliert.
Die Rarawai Mühle teilte mit, daß man erwartet in ca. einer Stunde mit der Arbeit anzufangen. Es werden ca. 4.000 Tonnen Zuckerrohr benötigt, um die Maschinen in Betrieb nehmen zu können. Der Manager Raymond Wade hofft, daß mehr Bauern, während der derzeitigen trockenen Phase, ernten werden.
!! Die Rarawai Mühle hat gegen 14:00 Uhr den Betrieb aufgenommen !!

Neuseeland verbietet bekannten Kollegen/Partner
die Einreise ins Land

Neuseelands Außenminister, Phil Goff, gab heute bekannt, daß sowohl George Speight als auch seinen Partner, die durch Kidnapping versucht haben illegal an die Macht zu kommen, jegliche Einreise nach Neuseeland verboten wird. Sie werden soweit bekannt auf einer schwarzen Liste geführt.
Phil Goff verkündete gestern Abend in einer Pressemitteilung:
  • Wir betrachten George Speight und diejenigen, die in den Coup verwickelt sind als Terroristen, welche illegal versuchen an die Macht Fidschis zugelangen. Als solche wird es ihnen nicht erlaubt sein nach Neuseeland einzureisen.
  • So wie Australien hatte Neuseeland schon Speight selbst die Einreise verboten. Dieses Verbot wird nun auf alle 85 Personen inkl. Militär-Offiziere, Opportunisten und andere Kriminelle zusammen mit gesetzlichen und finanziellen Sponsoren, die an der Geiselnahme beteiligt sind, ausgeweitet.
  • Diesen Leuten wird nach dem Paragraphen 7(1) f des Neuseeländischen Einwanderungsgesetzes von 1987, welcher besagt, daß Personen, die außerhalb Neuseelands an terroristischen Aktionen beteiligt waren die Einreise nicht erlaubt wird, die Einreise verboten. Die Anordnung soll sicherstellen, daß alle die für diese Aktion Verantwortlichen auch den Folgen gegenüber stehen.
  • Neuseeland macht nicht die militärische Interimsregierung für die Geiselnahme verantwortlich. Wir unterstützen ihren Widerstand zu jedem Vorschlag, der verhindert, daß Speight oder irgendeiner seiner Anhänger an der neuen Regierung beteiligt sein wird. Wir sind aber weniger gewiß, daß es ein ähnliches Engagement zur Wiederherstellung der Verfassung oder der demokratisch gewählten Regierung, gibt.
  • Die Interims-Militär-Regierung hat der breiten Öffentlichkeit Fidschis schon klargemacht, welche Kosten Fidschi von der internationalen Gemeinschaft auferlegt werden, wenn Speight nicht abgelehnt und die Demokratie nicht wieder hergestellt wird. Diese Handlung Neuseelands soll den Weg der Führung der derzeitigen Militärregierung stützen. So es das auf diese Weise dem größten Teil der Fidschianischen Bevölkerung sehr klar wird, worum es geht.
  • Der Bann (Handelssperre) wird bis 31. August aufrechterhalten, aber man wird immer wieder überprüfen, ob es irgendwelche Änderungen der Umstände in Fidschi gibt. Eine Erweiterung wird das Thema der nächsten staatliche Entscheidung sein, sagte Goff.
  • Inzwischen, so sagte Goff, daß Australien und die USA, dem Beispiel Neuseelands folgen wollen und anhand einer schwarzen Liste George Speight und weiteren 85 Personen die Einreise verweigern werden.
  • Goff rechtfertigt die Entscheidung der Neuseeländischen Regierung, die sportlichen Bande mit Fidschi zu trennen und sagt, daß diese weiteren Sanktionen George Speight ärgern werden. Dieser Bann soll ebenfalls bis Ende August gelten, wobei immer wieder Änderungen der Situation entscheidend sein werden. Goff sagt, daß es einer schwere Aufgabe war, aber die New Zealand Rugby Union hat die Entscheidung ihrer Regierung akzeptiert und er hofft ebenso die Fiji Rugby Union.
Es dürfen wieder Lebensmittel für die Geiseln ins
Parlament gebracht werden.

Nach den Schüssen auf zwei Fahrzeuge von Speight, durften seit Dienstag keine Lebensmittel mehr für die Geiseln ins Parlament gebracht werden. Dieses  Verbot wurde heute von den Kidnappern wieder aufgehoben.

Die Chiefs (Oberhäupter) von Cacaudrove auf Taveuni 

werden morgen früh um 10:00 Uhr zusammentreffen, um über die aktuelle Krise zu sprechen. Lt. Meldungen soll auch über einen eigene Regierung gesprochen werden.

Dienstag: 13.06.2000 23:00 Uhr Zusammenfassung der Nachrichten des heutigen Tages:
  • Die Waffen der Rebellen stammen vom Militär.
    Vorläufige Untersuchungen des Militärs ergaben, daß die Waffen der Rebellen im Parlamentsgebäude aus dem militärischen Camp kommen. Captain Eroni Volavola sagt, daß es sich um Waffen der ersten Schwadron, die immer die aktuellsten haben, handelt. Das Militär nimmt an, daß 15 Soldaten an der Beschaffung der Waffen, aus den Queen Elizabeth Kasernen in Nabua, beteiligt sind.
  • Das Militär bestreitet versuchtes Attentat auf George Speight.
    Es war gestern nur auf die Fahrzeuge von Speight und seinen Anhängern geschossen worden, weil sie den Checkpoint durchbrachen. George Speight hatte dafür eine öffentliche Entschuldigung des Militärs gefordert - diese wurde abgelehnt!
  • Noch vor Ende dieser Woche soll eine zivile Interims-Regierung ernannt werden.
    Army Commander, Commodore Frank Bainimarama sagt, daß unter den Mitgliedern weder George Speight noch einer seiner Anhänger sein werden. Die Mitglieder werden ohne politische Vergangenheit sein und sollen imstande sein, Fidschi aus der Krise zu führen.
  • Ein Hotel, der Fünf-Sterne-Klasse wurde vorrübergehend geschlossen.
    Das Sheraton Royal Denarau wird ab morgen für 3 - 4 Wochen komplett geschlossen. Der Grund: Die anhaltende Geiselnahme/Krise
    Es wird kein Personal entlassen - die Leute werden für diese Zeit in den anderen beiden Sheraton Hotels beschäftigt.
  • Noch mehr Arbeitslose
    Weitere Arbeitslose werden noch in dieser Woche erwartet. Bereits in der letzte Woche verloren ca. 2.200 Menschen ihre Arbeit. Die meisten davon kamen aus der Bekleidungsindustrie, der Hotelbranche und der Produktionsindustrie. Das Arbeitsministerium wird die Zahl der Entlassenen am Freitag bekannt geben.
  • In der letzten Nacht wurde in Lautoka das Haus des Marschorganisators Ben Padarath mit Steinen beworfen.
    Niemand befand sich zu dieser Zeit im Haus. Man nimmt an, daß es eine Vergeltungstat gegen den gestern geplanten Marsch von Zivilisten war. Es wurde niemand festgenommen.
  • Fidschi wird nicht Gastgeber für die ACP-EU Versammlung dieses Monats sein.
    Aufgrund der anhaltenden Krise wurde diese Versammlung in den Afrikanischen Staat Benin verlegt. Fidschi wird dort durch Isikeli Mataitoga vertreten sein, um Informationen zur Lage zu geben. Am 23. dieses Monats soll der neue Vertrag „Lome Five” unterzeichnet werden.
  • Die Geschäfte in Suva öffneten heute zum Großteil alle.
    Für Militärschutz sei gesorgt, damit die Sicherheit gegeben ist.
  • Die Rugby-Tour Fidschis durch Australien wurde heute, aufgrund der anhaltenden Geiselnahme, komplett abgesagt.
    Ende dieses Monats sollte es ebenfalls eine Tour durch Neuseeland geben. Ob diese wie geplant stattfindet wird heute noch in Neuseeland entschieden.
    Wieder einmal zeigt sich, daß zum Großteil die unter der Aktion Speights zu leiden haben, die am wenigsten damit zu tun haben.

Montag: 12.06.2000 20:00 Uhr 17:00 Uhr:
Militär bestätigt Schüsse

Am Kontrollpunkt Muanikau wurden von Soldaten Warnschüsse abgeben, als die Fahrzeuge mit Speight und seinem Gefolge, ohne zu stoppen durchfuhren. Nun nimmt man an, daß Speight, als er den Kontrollpunkt passierte, auf dem Rückweg vom Krankenhaus war.
Die Soldaten signalisierten den Fahrzeugen zu stoppen, diese jedoch erzwangen die Durchfahrt.
Speight ist zurück im Parlamentsgebäude, während das Folgefahrzeug zum Anhalten gezwungen wurde. Das Ergebnis war die Verhaftung der Insassen.
Timoci Silatoiu, forderte das RFMF auf, die Verhafteten freizulassen und drohte den Geiseln Gewalt an zu tun wenn dies nicht geschehe.
Später begleitete Leutnant Oberst Apakuki Kurusiga das Fahrzeug samt Insassen zum Parlamentskomplex.

16:30 Uhr:
Teilweise Aufhebung der Ausgangssperre

Der Militärrat gab heute die Aufhebung der Ausgangssperre für den westlichen und nördlichen Teil Fidschis bekannt. Nach militärischen Einschätzungen ist dies hier nicht mehr notwendig und man will die Möglichkeit zur normalen Geschäftstätigkeit und die Bewegungsfreiheit der Menschen nicht länger einschränken.
Die Gebiete stehen jedoch weiter unter Militär- und Polizeikontrolle und die Öffentlichkeit wird gebeten die Augen offen zu halten und bei Anzeichen von kriminellen Handlungen die nächste Polizeistation zu verständigen.

15:30 Uhr:
Schüsse auf Speights Wagen

Vor ca. einer halben Stunde wurden in der Nähe des Parlamentskomplexes Schüsse abgefeuert. Zwei Fahrzeuge mit Speight und seinen Anhängern kamen von einem Treffen mit dem Vize-Präsidenten, Ratu Josefa Iloilo zurück, als auf der Ratu Sukuna Road auf sie geschossen wurde.
Das Fahrzeug mit Speight erreichte trotzdem das Parlament, daß andere Fahrzeug wurde am Kontrollpunkt festgehalten, ob jemand verletzt wurde, ist zur Zeit noch nicht bekannt.

15:00 Uhr:
Opfer des Terrorismus ziehen in den Westen

Viele Opfer des Terrorismus, während der politischen Krise, von Muaniweni wurden vom Westen angezogen.
Eine Gruppe, die ein Zufluchtscamp organisiert hat, sagt, daß etwa 100 Menschen, darunter 30 Kinder mit allen Mitteln gekämpft haben, daß Zeltlager im Westen zu erreichen. Unter Tränen haben die Familien ihre Heimat, unter dem Vorwand eine Hochzeit im Westen zu besuchen, in Bussen, verlassen. In einer Veröffentlichung in den Medien wurde die Identität der Menschen nicht bekannt gegeben. Die Bewohner von Muaniweni in Naitasiri sind seit dem 19.05. immer wieder überfallen und von Schlägern terrorisiert worden. Sie haben ihre Ernten und ihr Vieh verloren und mußten viele schlaflose Nächte im Dschungel verbringen, um diesem Terrorismus zu entkommen. Einiges von dem Vieh wurde geschlachtet und in Polizeiwagen abtransportiert - zum Parlament - die Polizei ist unbeteiligt und ermittelt.
"The Sanctuary Camp" ist das erste Flüchtlingslager in Fidschi. Die Organisationsgruppe sagt, daß viele Menschen und Gemeinden ihre Unterstützung geben.

12:30 Uhr:
Marsch abgesagt

Der Marsch von Lautoka nach Suva wurde abgesagt und der Organisator, Ben Padarath wurde zur Polizeiwache in Lautoka gebracht.
Kurz nach 10:00 Uhr kam eine Gruppe Soldaten und Polizisten in den Kirchpark in Lautoka, um den Marsch zu stoppen.
Ben Padarath wurde, kurz nach dem er im Park eingetroffen war, in Polizeigewahrsam genommen. Später ließ man ihn wieder frei und er verkündete für den kommenden Dienstag einen neuen Marsch zu planen.
Padarath berichtete, daß es einige Gründe gab den heutigen Marsch abzusagen. Einer davon, das Verbot von öffentlichen Ansammlungen während eines Ausnahmezustandes. Ein weiterer, waren Drohanrufe, über die ihn Lieutenant Colonel Henry Manulevu informierte. Es wäre Padaraths Leben, sowie das seiner Familie und der Marschierer in Gefahr.

08:30 Uhr:
Ben Padarath organisiert Marsch
(entgegen der Meldung von gestern!!!)

Die Organisatoren des Marsches, der heute in Lautoka zum Parlament nach Suva starten soll, haben keinerlei Genehmigungen, diesen durchzuführen. Der Marsch ist illegal, weil es unter dem Ausnahmezustand keine öffentlichen Ansammlungen geben darf. Das sind die Aussagen des Militär, als man fragte, ob der geplante Marsch stattfinden wird.
Wie auch immer, Organisator des Marsches, Ben Padarath, Sohn der Geisel Lavenia Padarath, sagt: "Der Marsch wird stattfinden!"
Er meinte, es würde von den Offizieren der jeweiligen Verwaltungsbezirke behängen, ob eine Genehmigung ausgestellt würde.
Der Marsch ist für 10:00 Uhr geplant und im Kirchpark in Lautoka starten und soll am Mittwoch Nachmittag beim Parlamentskomplex in Veiuto enden.
Padarath sagt, daß der Marsch für alle Menschen ist, egal welche Rasse, politische Ansicht oder Geschlecht und es soll ein Weg sein, George Speight zu sagen, die Geiseln freizulassen und dem Land zu erlauben zur Normalität zurückzukehren.

08:00 Uhr:
Immer noch keine Entscheidung zu Freilassung der Geiseln

George Speight und seine Gruppe verlangen vom Army Commander, Commodore Frank Bainimarama, den GCC (Great Council of chiefs) zu einem dringenden Treffen zusammen zu rufen.
Speight Anhänger, Ratu Timoci Silatolu, sagt, daß man bereits vom Vorsitzenden des Rates, Sitiveni Rabuka, gefordert habe eine dringende Versammlung einzuberufen, um ihre Fragen zu diskutieren.
Ratu Timoci sagt, daß man den Oberhäuptern berichten will, daß eine zivile Regierung und ein neuer Prädident benannt werden sollen.
Rabuka hat auf ihre Forderung nicht geantwortet.
Commodore Frank Bainimarama hält jedoch an seiner Entscheidung fest, Fidschi erst wieder zurück zur Normalität zu führen, bevor der GCC wieder einberufen wird, nicht früher. Das Militär benötige 3 Monate um dem Land den Frieden und die Stabilität zurück zugeben.
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Letzte Aktualisierung: 15. Mai 2008
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