17:00 Uhr:
Marsch: Lautoka nach Suva
Der Sohn einer der Geiseln hat
zu einem Marsch von Lautoka nach Suva aufgerufen. Der Marsch ist
genehmigt und das Militär sorgt für die Sicherheit.
Start des Marsches ist am Montag 10:00 Uhr in einem Park und Ziel
ist das Parlamentsgebäude am Mittwoch abend.
13:00 Uhr:
Die Chiefs der nördlichen Division denken ebenfalls über eine eigene
Regierung nach
In der nächsten Woche ist
ein Treffen der Chiefs der nördlichen Provinzen geplant,
sie wollen über eine eigene Regierung auf Vanua Levu beraten.
Das Treffen von einem der Chiefs dringend einberufen, soll auf
Taveuni stattfinden.
Sonntag: 11.06.2000 12:00 Uhr
Zusammenfassung der gestrigen Nachrichten:
Die Schulen sollen in der
nächsten Woche wieder
starten.
Die Geschäfte in Suva sollen ebenfalls ab der
nächsten Woche wieder alle geöffnet werden.
Es gibt weder aus dem Parlament
noch vom Militär Äußerungen über
die gestrigen Treffen mit den Chiefs.
Das Café / Bistro Light House etwas außerhalb
von Suva wurde bis auf die Grundmauern niedergebrannt - man
ermittelt einen Zusammenhang in Bezug auf die derzeitige Situation.
Die Nachrichten des heutigen Tages waren umfangreich,
jedoch aber Wiederholungen der letzten Tage.
Samstag: 10.06.2000 23:45 Uhr
Es gab heute zwar einige Meldungen im Radio,
aber wir möchten sicher gehen und warten ab bis sie uns in Schriftform
vorliegen.
Samstag: 10.06.2000 11:00 Uhr
Nachtrag zum Freitag: Diese Nachrichten erreichten uns
nach dem Update: 22:30 Uhr:
Es sind zu wenig Bauern zur Ernte bereit
Eine Umfrage ergab, daß es einige
Bauern gibt, die bereit sind zu Ernten. Der Manager, Grish Maharaj,
sagte es seien jedoch zu wenige, um die Zuckermühlen in Betrieb
zu nehmen.
Es wird das Problem der Fiji Sugar Corporation
sein, einzuschätzen ob es wirtschaftlich und finanziell für sie
tragbar ist, die Arbeit der Zuckermühlen, trotz der geringen Lieferungen
von Zuckerrohr, zu starten. Er sagte, daß sich zu viele Bauern
erst dann wieder zur Ernte bereiterklärten, wenn die Krise gelöst
sein.
Der Vorsitzende der Sugar Commission, Gerald
Barrack, sagte, daß die internationalen Belieferungen nicht eingehalten
werden können, wenn die Mühlen nicht bis zum 13. dieses Monats
mit der Arbeit beginnen. Fidschi konnte wegen der Krise schon zwei
Ladungen nicht versenden.
Nun wartet man auf die Ergebnisse der Umfrage
bei den Bauern im Labasa auf Vanua Levu.
22:00 Uhr:
Das Militär schätzt die Bemühungen der westlichen Oberhäupter,
gibt aber keinen Kommentar dazu
Der Kopf der Militärregierung,
Frank Bainimarama, daß er die Anstrengungen der westlichen
Oberhäupter, zu einen Lösung zu kommen, würdigt. Aber es
wäre weder eine Entscheidung getroffen noch eine erwartet.
Geleitet wurde die Delegation von Ratu Osea Gavidi und
Apasai Tora.
Vorher trafen die Chiefs im Parlament mit Speight
zusammen und forderten ihn auf, ihre Wahl (Ratu Josefa Iloilo
als Präsidenten) zu akzeptieren und nicht auf seinen Kandidaten,
Ratu Jope Seiniloli zu bestehen.
Bis zur Stunde ( Samstag - 10.06 / 11:00 Uhr)
haben sich Speight und seine Gruppe noch nicht zu dem Treffen geäußert.
Samstag: 10.06.2000 0:30 Uhr
In den letzten Nachrichten gab es keine neuen
Meldungen.
Freitag: 09.06.2000 23:00 Uhr
23:00 Uhr:
Keine Neuigkeiten aus dem Parlament und den Barracks.
17:00 Uhr:
Noch immer kein Wort aus dem Parlament
Bis zur Stunde hat man noch keine
Nachrichten aus dem Parlamentskomplex, wo eine Delegation der westlichen
Chiefs mit dem Kidnapper George Speight zusammen getroffen ist.
Im Anschluß daran wird sich diese Delegation mit den Repräsentanten
des Militärs in den Queen Elizabeth Barracks treffen.
16:00 Uhr:
Der Einzelhandels Verband von Suva kündigte
an bis zum Äußersten zu gehen und einen Queen's Council einzustellen,
um ihre Ansprüche durchzusetzen. Die Schäden durch die Plünderungen
am 19. Mai belaufen sich auf rund F$ 30 Mio.
15:00 Uhr:
Die Arbeiter der Textilunternehmen bitten FTUC
Die Arbeiter von Ranjit-Textilien
kündigten eine Petition an, die sie dem Generalsekretär, Felix
Anthony, vom FTUC (Fiji Trade Union Congress) am kommenden Dienstag übergeben
wollen. Sie wollen ihn darin um Aufhebung des Handelsverbotes in
Australien bitten.
Sie klagen auch an, daß ein Dollar jeder Bezahlung an den FTUC
geht und daß seit Anfang der Krise noch kein Mitglied des FTUC
sie besucht hat.
12:00 Uhr:
Die Delegation der westlichen Chiefs trifft beim Parlament ein
Eine Delegation der westlichen
Chiefs traf gerade eben am Parlamentskomplex ein, um seine gestern
(s. 08.06. - 16:00 Uhr) getroffene Entscheidung zu unterbreiten.
Der Militärrat hat sich getroffen, um das Treffen mit den Chiefs
zu bestätigen.
11:00 Uhr:
Militär streitet die Abweisung des Commonwealth ab
Wir haben die Commonwealth Gruppe
nicht abgewiesen, sagte Militärsprecher Filipo Tarakinikini. Er
gab damit eine Antwort auf eine Pressemitteilung der Zeitung „New
Zealand Morning Herald”. Das Militär hätte der Delegation
des Commonwealth gesagt, sie sollen nicht von Ende der nächsten
Woche nach Fidschi kommen, um nicht zu stören.
Laut der neuseeländischen Zeitung seien das
Militär, die Oberhäupter und die älteren Leiter enttäuscht, daß der
Commonwealth Fidschi wegen der anhaltenden poltischen Krise bestraft
und hätten deshalb nur zu einem Treffen frühestens Ende nächster
Woche zugestimmt.
Der Australische Außenminister, Phill Goff
und der Außerminister Neuseelands, Alexander Downer wären eigentlich
heute zusammen mit Vertretern von Botswana und Malaysia in Suva
eingetroffen. Sie wollten den vorrübergehenden Ausschluß Fidschis,
aufgrund der Ereignisse seit dem 19.05.00 und der militärischen Übernahme,
aus dem Commonwealth begründen.
Goff bestätigte gestern abend, daß der Generalsekretär
des Commonwealth ihm geraten habe, diesen Besuch in Fidschi abzusagen.
Die Delegation des Commonwealth will Fidschi
nun eine Frist setzen, zur Demokratie zurückzukehren . Außerdem
will man die Fidschianer offiziell über die Entscheidung des Commonwealth
unterrichten, die zur Suspendierung aus dem Commonwealth und zum
Stillstand technischer Hilfen in der Zukunft, führte.
08:00 Uhr:
Termin für die Zuckerernte
Noch heute soll bekannt gegeben
werden, wann die Zuckermühlen in der nächsten Woche ihre Arbeit
aufnehmen werden. Man erwartet Berichte der verschiedenen Erntebereiche
bis gegen Mittag. Wenn die Bauern zur Ernte bereit sind, kann die
Arbeit in der Mühle beginnen. Wenn die Bauern nicht zur Ernte bereit
sind, muß die FSC (Fiji Sugar Corporation) auch noch Entscheidungen über
ihre Angestellten treffen.
Sollte die Zuckerrohrernte weiterhin boykottiert
werden, so steigt das Defizit, welches wir gestern aufgelistet
haben, noch einmal um 9% (200 Mio).
Donnerstag: 08.06.2000 23:45 Uhr
23:00 Uhr:
Delegation der westlichen Chiefs will Bainimarama und Speight treffen
Eine Delegation der westlichen
Chief, geleitet von Ratu Josefa Iloilo, will morgen mit George
Speight und danach mit Commodore Frank Bainimarama zusammen treffen,
um Ihnen den Beschluß Ihres zweitägigen Treffens vorzulegen.
Sprecher, Ratu Osea Gavidi, sagte, sie wollen
beide über ihre Vereinbarung zur Gründung eines vierten Staates
und über die Rückkehr Fidschis zu einer zivilen Übergangsregierung
informieren.
„Die Priorität für das Militär die Herrschaft über
Fidschi an eine zivile Regierung abzutreten. Sie versuchen einen
Präsidenten zu ernennen, der das Vorrecht hat eine Übergangsregierung
zu bestimmen”, sagte Osea Gavidi.
Er sagte, die Chiefs sind nicht für eine separate
Regierung im Westen, aber eine 25 köpfige Abordnung der West-Provinzen wird
die Durchführbarkeit dieser Idee überprüfen.
„Wir werden die Durchführbarkeit prüfen.
Nach 3 Staatsstreichen im Land ist es nun an der Zeit den Westen
zu schützen. Ich meine, es gibt im Westen Tausende von Menschen
verschiedener Rassen. Wir beugen vor, damit bei einem weiteren
Staatsstreich in dieser Nation der Westen nicht darunter zu leiden
hat”, sagte Ratu Osea Gavidi.
Das zweitägige Treffen wurde heute Abend beendet.
21:00 Uhr:
IMG (Interim Military Government) veröffentlicht wirtschaftliche Übersicht
Das IMG veröffentlichte heute kurz-
und mittelfristige Maßnahmen, um mit den schlechten Zukunftsaussichten
Fidschis zurecht zukommen. Diese resultieren aus internationalen
Sanktionen, die aufgrund der anhaltenden Geiselnahme im Parlament
festgesetzt wurden.
Das RFMF sagt, um die Fremdwährungsreserven
zu schützen, soll als kurzfristige Maßnahme eine straffere Kontrolle über
Kapital, Kredithöchstgrenzen und Zinsen durchgeführt werden. Außerdem
wird die Regierung angehalten Ausgaben auf wichtige Sachen zu begrenzen,
um den Haushalt zu stabilisieren.
Mittelfristig soll eine Erhöhung des Werbeetats
für Tourismus, sowie direkte Gespräche mit Hauptinvestoren durchgeführt
werden. Um die touristische Infrastruktur zu verbessern, denkt
das IMG über verschiedene Investions-Projekte nach. Eine große
Rolle spielen das Fiji Visitor Bureau und das FTIB (Fidschi Island
Trade and Investment Board), um Investions-Initiativen und angelaufene
Projekte aufrechtzuerhalten und die Tourismus-Industrie vor einer
weiteren Verschlechterung zu bewahren. Über diese Maßnahmen wurde
auf einem Treffen zwischen Frank Bainimarama und der Finanzverwaltung
nachgedacht. Sollten Handelssanktionen aufgrund der fortdauernden
Krise verhängt werden, ist mit einer Verschlechterung der Lage
zu rechnen......
Handelsembargos werden das Bruttoinlandsprodukt
um ca. 13% verschlechtern, d.h. ein Verlust von über
F$ 400 Mio.
sollte die Zuckerrohrernte boykottiert
werden, könnte das Bruttoinlandsprodukt um ca. 22% fallen. Dieses würde
den Betrag um weitere F$ 200 Mio. erhöhen.
die Staatseinnahmen werden um F$ 200
Mio. fallen, durch höhere Ausgaben, Arbeitslose .....
der Export würde einen ca. 22%igen
und der Import einen ca, 20%igen Verlust erleiden.
Ein Anstieg der Inflation auf ca. 5%
würde durch
steigende Importpreise verursacht.
Die Arbeitslosenrate wird sich um ca.
6% erhöhen.
Diese Zahlen würden auf ca. 20% ansteigen, sollte der Boykott
auch die größten Arbeitgeber (Textilindustrie) treffen. Dies
würde die ganze Angelegenheit weiter verschlechtern.
Commodore Bainimarama appellierte an die Bevölkerung gemeinsame
Anstrengungen zu unternehmen, um eine weitere Verschlechterung
der Wirtschaft und Teilungen in der Gesellschaft zu vermeiden.
16:00 Uhr:
Die Delegation der RA-Provinz-Chiefs präsentiert Ihren Vorschlag
Eine Delegation der RA-Chiefs,
geführt von Ratu Peni Waqa präsentiert ihren Vorschlag bei dem
Treffen der westlichen Chiefs. Sie wollen das Fidschi ein christlicher
Staat wird. Sie schlagen vor das Tui Vuda* und
Vize Präsident Ratu Josefa Iloilo Präsident wird und das die westlichen
Provinzen eine vierte Konföderation werden.
Sie geben dem Militär ihre Unterstützung und wollen dafür sorgen,
daß die Zuckerrohrernte weiter geht.
Man will ein Treffen mit dem Militär und den
Kidnappern im Parlament-Komplex vereinbaren.
* Tui Vuda ist die Bezeichnung einer Position
im Rat der Chiefs
Donnerstag: 08.06.2000 10:00 Uhr
Ansonsten: NICHTS NEUES
Mittwoch, 23:00 Uhr:
Das Militär sagt: „Zuckerrohrernte”
Das Militär hat bestritten, die
Zuckerrohrbauern zur Ernte zwingen zu wollen.
Aber man hofft auf Verständnis, denn wenn nicht geerntet wird,
wird es Fidschi nach der Krise noch schwerer wieder hochzukommen.
Die Gewerkschaft berät sich nun. Einige Auslieferungen sind geplant
und werde festlegen wie viele Bauern ernten werden.
Ebenso wurde die Mitteilung, daß keine Gehälter
an die sich in Geiselhaft befindende ehemalige Regierung gezahlt
würden, korrigiert. Die Gehälter laufen weiter.
Mittwoch, 21:00 Uhr:
Die Chiefs der westlichen Provinzen fordern: „Laßt den GCC
die Freilassung der Geiseln aushandeln!”
Die Chiefs des Westen sind
der Meinung, daß das Militär dem Great Council of Chiefs
die Verhandlungen zur Geiselbefreiung wieder übergeben
sollte.
Es wurde klar und deutlich geäußert, die Verhandlungen wieder an
die Chiefs zurück zugeben, die dann wieder mit Speight verhandeln
wollen. Dies und anderes, wie es nach der politischen Krise und
der Geiselbefreiung in Fidschi weitergehen soll und wie der
Westen mehr Einfluß erlangen kann. Es wurde vorgeschlagen dafür
ein Komitee zu bilden.
Diese Diskussionen / Verhandlungen werden am Donnerstag - 08.06.00
- im Mocambo Hotel in Nadi fortgesetzt.
Mittwoch: 07.06.2000 23:45 Uhr
Bis zur Stunde liegen uns keine weiteren Neuigkeiten
vor.
16:00 Uhr:
Fidschis Epson Cup-Spiele nach Apia (West-Samoa) verlegt
Fidschis nächste 2 Spiele wurde
aufgrund der Situation nach Apia verlegt. Die Spiele gegen Kanada
und USA sind für den 13. Juni geplant.
Dieses wurde auf einer Pressekonferenz der Fidschi Rugby Gewerkschaft
bekannt gegeben.
Das nächste Spiel findet im Juli gegen Italien statt.
Unsere Meinung: Es
ist schon traurig was eine Geiselnahme durch einen Terroristen
wie George Speight für Auswirkungen auf Land und vor allem
Leute hat.
15:00 Uhr:
Kreditrückzahlungen laufen weiter
Entgegen der heute Vormittag veröffentlichen
Nachrichten, laufen die Bankrückzahlungen ganz normal weiter. Sollte
jemand Schwierigkeiten haben, die regelmäßigen Zahlungen zu leisten,
so muß er mit Bank-Management in Kontakt, die dann von Fall zu
Fall beurteilen wie weiter verfahren wird.
14:00 Uhr:
Keine Regierung für den Westen
Auf der Versammlung der westlichen
Chiefs wurde entschieden, daß eine getrennte Regierung als allerletzter
Ausweg zu sehen sei. Sprecher der Chiefs, Ratu Osea Gavidi, sagte
Radio FM96, daß die Chiefs weiter versuchen werden eine Lösung
zur aktuellen politischen Krise zu finden. Sollten diese Versuche
scheitern, so wird eine getrennte West-Regierung wieder in Betracht
gezogen. Ebenso wurde entschieden, sich demnächst regelmäßiger
zu treffen und um Probleme zu diskutieren und Entscheidungen zu
treffen. Sie werden heute Nachmittag weiter über die aktuelle Situation
sprechen.
Ein Bericht darüber liegt uns zur Zeit noch nicht vor.
Mittwoch: 07.06.2000
Nachtrag:
seit gestern (06.06.00) ist Fidschi
vorübergehend aus dem Commonwealth ausgeschlossen und zwar solange,
bis es wieder eine Demokratie gibt und Recht und Ordnung wieder
hergestellt ist.
Mittwoch: 07.06.2000 13:00 Uhr
12:00 Uhr:
Örtliche Banken und Vergünstigungen für die Zeit der Krise
Für die Menschen, die zur Zeit
keinen Lohn bekommen oder sogar Ihre Arbeit verloren haben, ist
es schwer Kredite bei der Bank und Hypotheken auf Ihre Häuser abzubezahlen.
Die ANZ-Bank verzichtet vorübergehend auf alle Kredit- Rückzahlung.
Sie benötigen dazu Bestätigungen der Arbeitgeber.
Die Westpac Bank, Colonial National Bank und die Bank of Hawaii
prüfen von Fall zu Fall, ob ein zeitweiliger Verzicht gewährt werden
kann.
12:00 Uhr:
Die Olympische Fackel kommt auf Umwegen nach Fidschi
Nachdem die Übergabe der Olympischen
Flamme, aufgrund der anhaltenden Situation gescheitert ist, wurde
die Fidschianische Läuferin, Miriama Tuisorisori Chambault, als
einzige Vertreterin von Fidschi, nach Rarotonga (Cook Islands)
eingeladen, um die Fackel zu präsentrieren.
Am Freitag wird die Fackel dann dem Fidschianischen Museum überreicht.
11:00 Uhr:
Keine Gehälter für Chaudhrys ehemalige Regierung
Die Gehaltszahlungen für die ehemalige
Regierung wurden, nach Aussagen des Finanzministeriums, am
vergangenen Freitag eingestellt.
09:00 Uhr:
Es wurde geschossen
Soldaten am Checkpoint der Ratu
Sukuna Road bestätigen, heute morgen gegen 08:45 Uhr Warnschüsse
abgegeben zu haben. Diese richteten sich an Gruppe Jugendliche,
die versuchten in einige Häuser nahe einer Schule einzubrechen.
Nach den Schüssen rannte die Gruppe zurück
zum Parlamentskomplex wo auch einige von Speights Leuten Warnschüsse
abgaben.
Lt. eines Reporters vor Ort sei es seitdem wieder still in der
Gegend.
Mittwoch: 07.06.2000
0:15 Uhr
In Suva ist es zur Zeit ruhig und es tut sich
absolut gar nichts.
Es ist der 18te Tag der Geiselnnahme und viele
Arbeiter und Angestellte werden nach Hause geschickt.
Der Großteil der Entlassenen kommt aus Textil- und Schuhfabrikation.
Die Verhandlungen sind weiterhin unterbrochen. Das vom Militär
gesetzte Ultimatum (06.06.00 - 15:00 Uhr), wurde von 3 der übergelaufenen
Soldaten genutzt, zurückzukehren. Das Militär erklärte weiter,
daß die, sich noch unter den Geiselnehmern befindlichen Soldaten,
seit 15:00 Uhr ihren militärischen Status verloren haben und nur
noch als normale Bürger zu betrachten sind.
Nach Aussagen der Geiselnehmer um George Speight
würden die zur Zeit anstehenden Sanktionen ihre Entscheidung nicht
beeinflußen. Fidschi könne auch ohne internationale Unterstützung überleben.
Es gäbe dafür genügend Beispiele.
Dienstag: 06.06.2000 10:00 Uhr
Keine weiteren Neuigkeiten:
Es ist ruhig und die Situation
unverändert.
Aufgrund der Sanktionen von Australien und
Neuseeland, so wurde im Radio berichtet, werden in den kommenden
Wochen ca. 20.000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Es können keine
Rohmaterialien zur Weiterverarbeitung importiert werden. Fertiggestellte
Waren können nicht exportiert werden, da keinerlei Handelsaustausch
zwischen Australien und Fidschi stattfindet.
Ebenso entlassen immer mehr Hotels eine große Anzahl ihrer Mitarbeiter.
Ist es das, was Speight für die einheimische Bevölkerung
will???
Montag: 05.06.2000 23:30 Uhr
22:00 Uhr:
„ Keine Verhandlungen mehr” sagt das Militär
Die RFMF sagte, daß keine weiteren
Verhandlungen zwischen dem Militär und George Speight über die
Geiselnahme stattfinden werden.
Militärsprecher, Colonel Filipo Tarakinikini, sagte, daß die militärische
Delegation und George Speights Gruppe schon früher in dieser Woche
einen gemeinsamen Standpunkt gefunden hätten. Aber Tarakinikini
sagte, daß die Forderungen Speights sich geändert hätten. Außerdem
verweigerte er weitere Kommentare über die nächsten Schritte.
20:30 Uhr:
Speight lehnt militärische Forderungen zurück
Kidnapper George Speight verkündete,
daß er den militärische Forderungen nicht nachkommen wird und wies
das Ultimatum des Armee-Kommandanten von heute Nachmittag zurück.
Auf einer Pressekonferenz am frühen Abend sagte
Speight, daß er keine Militärregierung bis zur nächsten Wahl akzeptieren
werde. Außerdem will er, daß die Befehlsgewalt auf den GCC übergeht.
Die Chiefs sollen dann eine zivile Übergangsregierung bestimmen,
die das Land führt. Weiterhin sagte er, daß es dann Sache der Chiefs
sei, ob sie Mitglieder seiner Gruppe in der Regierung wünschen.
Die Geiseln blieben solange in seiner Gewalt bis das Militär seine
Einstellung verstehen werde.
Speight sagte, daß er nun zu seinen Anhängern zurückgehen werde
um mit ihnen die nächsten Schritte zu besprechen.
16:00 Uhr:
Militär setzt Ultimatum
Armee-Kommandant Commodore, Frank
Bainimarama, hat George Speight und seinen Anhängern ein Ultimatum
gesetzt.
Dies geschah nachdem die Gespräche zwischen den Parteien an einem
toten Punkt angelangt waren. In einer nationalen Ansprache sagte
Frank Bainimarama, daß das Militär keine weiteren Forderungen Speights
annehmen wird. Er befahl Speight die Geiseln freizulassen und die
Waffen niederzulegen. Im Gegenzug werde das Militär George Speight
und seinen Männern Amnestie gewähren. Armee-Kommandant Commodore, Frank
Bainimarama, sagte, daß das Militär den Auftrag habe Normalität
in das Leben aller Fidschianer zurückzubringen.
Außerdem wieß er darauf hin, daß weder George
Speight noch einer seiner Männer Mitglied in der Übergangsregierung
sein könne. Nach Frank Bainimarama wäre das aufgrund der internationalen
und nationalen Reaktionen unmöglich. Er bat auch um die Unterstützung
der Chiefs. Versuche dazu einen Kommentar von Speight und seinen
Anhängern zu bekommen, blieben bis jetzt erfolglos.
Montag: 05.06.2000 08:15 Uhr
Es wurden mittlerweile schon etliche Leute
festgenommen, die die Ausgangssperre mißachtet hatten. Es werden
für Fidschi recht hohe Geldbeträge als Strafe verhängt.
08:00 Uhr:
Positive Zeichen
Die Gespräche zwischen dem Militär
und Speights Gruppe werden heute morgen gegen 09:00 Uhr fortgesetzt.
Militärsprecher, Colonel Filipe Tarakinikini sagt, daß sich die
Parteien auf alles, bis auf eine militärische Übergangsregierung,
geeinigt haben.
Armee-Kommandant Commodore, Frank Bainimarama, wiederholt,
daß das Militär an seinen Beschlüssen festhält, die da sind: Freilassung
der Geiseln, Herausgabe sämtlicher Waffen an das Militär, bevor
Straffreiheit für George Speights Team, welches direkt am Zivilen
Coup vom 19. Mai beteiligt ist, gewährt wird.
Er wünscht ebenso eine Anstandsfrist von 3
Monaten, nach Freilassung der Geiseln und Herausgabe der Waffen,
bis der GCC (Great Council of Chiefs) erneut zusammen trifft. Er
meint diese Zeit würde es dem Militär ermöglichen die Nation Fidschi
zu stabilisieren. Er wieß auch eindringlich darauf hin, daß Speight
nicht die Autorität besitzt eine Versammlung des GCC zu fodern.
Sonntag: 04.06.2000 22:30 Uhr
13:00 Uhr:
Die Gespräche sind wieder in Gang
Das Militär ist zuversichtlich,
daß Gespräche zwischen ihnen und der Gruppe um George Speight weitergeführt
werden.
Sprecher, Colonel Filipe Tarakinikini, sagte, daß das Militär zuversichtlich
ist, zu einer Lösung gelangen. Aber er schwieg sich über die Art
der Gespräche aus. Einzige Aussage von ihm war, daß das Militär
weiterhin fest zu seiner ursprünglichen Haltung steht.
Die Gespräche werden in den Queen-Elisabeth-Barracks in Nabua fortgesetzt.
12:30 Uhr:
Ruhiger Sonntag:
Einen Tag nachdem die Forderungen
des selbstproklamierten Führers George Speight sich wieder geändert
haben, ist der Sonntag in Fidschi ruhig.
Nachdem er noch am Freitag zugestimmt hatte, die Mitglieder der
ehemaligen Regierung, die er als Geiseln hält, freizulassen, änderte
Speight am Samstag wieder einmal seine Haltung. Nun fordert er
direkte Verhandlungen mit dem GCC (Great Council of Chiefs) und
will Ratu Jope Seniloli als Präsidenten. Danach soll Seniloli eine Übergangsregierung
bestimmen, welche eine neue Verfassung beschließen soll. Weiterhin
fordert er Straffreiheit für jeden, der an der Aktion (Kidnapping
/ versuchter Staatsstreich) beteiligt ist. Auch für die Bande seiner
Anhänger um das Parlament und diejenigen, die für den Mord an einen
Polizisten verantwortlich gemacht werden.
In der letzten
Nacht wurde vom Militärrat ein Aufruf an alle Fidschianer gemacht,
sich zu vereinigen und an ihre Nation und deren Zukunft zu
denken. Im selben Aufruf erklärte das Militär zum ersten Mal,
daß eine von George Speight aufgestellte Regierung den Fidschianern
NICHT die
Zukunft bringt, die sie sich wünschen. Und das Speights Pläne
für die Nation nicht „ausgegoren” sind. Nach den
vorliegenden Berichten scheint das Militär die aktuelle Verfassung
zu unterstützen. Colonel Filipe Tarakinikini von der
RFMF sagt, daß es unklar ist ob die Verfassung oder die Regierung
gescheitert ist. Er sagt auch, daß viele Menschen in der Nation,
speziell junge Fidschianer, nicht berücksichtigt wurden und
das Fidschi zukünftig eine unbestechliche Regierung benötigt,
die diese Probleme beheben und eine Nation ohne Randgruppen
schaffen kann.
Die große militärische Präsenz bleibt rund
um das Parlamentsgebäude in Veiuto bestehen, wo George Speight
und seine Revolverhelden immer noch mehr als 30 Mitglieder der
ehemaligen Regierung als Geiseln halten.
Leider wurde die Rede nicht in Schriftform
veröffentlicht, Sie können aber, wenn Ihr Browser die Vorrichtung
dafür hat, oder Sie über einen Mediaplayer verfügen, die Rede im
Originalton (Englisch) hören:
Leider existiert dieser Link mittlerweile nicht
mehr
Samstag: 03.06.2000 23:00 Uhr
Gerade eben wurde im Radio eine Rede der Militärregierung,
durch deren Sprecher, Colonel Filipe Tarakinikini, gehalten. Die
sich zusammengefaßt folgende Ausgabe ergibt:
„NUR GEMEINSAM SIND WIR
STARK!”
Sobald wir diese Rede in Schriftform vorliegen
haben, werden wir Auszüge übersetzen und sie im Original zur Verfügung
stellen.
Samstag: 03.06.2000 22:30 Uhr
18:30 Uhr:
Verhandlungen stehen still
Die Gespräche zwischen George Speight
und dem Militär scheinen zu einem Stillstand gekommen zu sein.
Beide Parteien haben heute widersprüchliche Behauptungen aufgestellt.
Beide bestreiten Ihre Haltung geändert zu haben und beschuldigen
sich gegenseitig Ihren „sogenannten Deal” gebrochen zu
haben.
Militärsprecher,Colonel Filipe Tarakinikini , berichtet, daß man
sehr überrascht war, daß die Delegation Speights auf nur einen
Vertreter reduziert wurde und neue Forderungen stellte.
Inzwischen behauptet Speight, daß Vereinbarungen, die Anfang der
Woche von beiden Parteien ausgehandelt wurden, vom Militär nicht
eingehalten würden. Dies ist der Grund warum die Geiseln nicht
freigelassen würden.
12:00 Uhr:
Dreist schlägt Speight sich als Premier-Minister
Zunehmend zu all der Gesetzlosigkeit
außerhalb des Parlamentarischen Komplexes, sagt der Mann , der
innerhalb behauptet der Retter der Rechte der einheimischen Bevölkerung
Fidschis zu sein, zum Sydney Morning Herold, er kann Fidschi führen.
Unsere Frage dazu: WOHIN???
Samstag: 03.06.2000 12:00 Uhr
Nach aktuellen Radiomeldungen war der angeschossene
junge Mann einer von ca. 80 Leuten, die trotz Abriegelung durch
das Militär aus dem Parlamentsgebäude gekommen waren, angeblich
um für Lebensmittelnachschub zu sorgen. Sie haben es dann auch
geschafft, nach dem Tumult, wieder ins Gebäude zurück zu gelangen,
indem sie mit weiteren Steinwürfen Richtung Gebäude auf sich aufmerksam
machten.
Gerade eben finden weitere Verhandlungen statt
- ansonsten keine Neuigkeiten.
Samstag: 03.06.2000 01:30 Uhr
Zusammenfassung des gestrigen Tages: Sanktionen gegen Fidschi verhängt
durch Australische und Internationale Unionen
Schiffe aus Fidschi, die
Australien anlaufen, werden lediglich entladen. Die entladenen
Container werden nur gelagert, nicht weiter bearbeitet.
Der Frachter, Direct Kookaburra, der Sydney heute erreichte,
wurde nur entladen und muß morgen leer zurück nach Fidschi
fahren.
Die Australischen Unionen teilen mit, daß all ihre Sanktionen nun
in Kraft getreten werden.
Mann angeschossen
Ein 26 jähriger wurde heute durch
zwei Kugeln verwundet. Es wurde bestätigt, daß die Schüsse sein
rechtes Bein sowie den rechten Unterarm trafen. Die Schüsse fielen
als der Verletzte Steine auf verschiedene Ziele in der Vuya
Road warf. Nach Aussagen eine Arztes ist Mann in stabilen Zustand.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Speights Gruppe erhielt Drohanrufe
Im Parlamentskomplex wurde
ca. 19:45 Uhr sämtliche Beleuchtung abgeschaltet, nachdem
die Kidnapper Drohanrufe erhalten hatten.
FM96-Reporter, Tukini Cama, berichtete Speights Männer hätten bei
einer Überprüfung 5 Schüsse in die Luft gefeuert. Mit dieser Überprüfung
wollte man feststellen, ob Leute in die besetzte Zone eindringen
wollten.
Wie auch immer die Beleuchtung wurde wieder eingeschaltet.
Nach Annahme von Radio FM96 befinden sich außerhalb
des Parlamentsgebäudes Leute, die Steine in den Komplex schmeißen.
Nach Aussage des Militärheadquarters befindet sich eine Gruppe
Soldaten vor Ort.
Ärzte besuchen die Geiseln
Nach Aussagen von Dr. Bhaghat
Ram, der die Geiseln heute besuchte, geht es den Festgehaltenen
den Umständen entsprechend.
Er wurde zu einer Untersuchung gerufen, da sich einige der Gefangenen
in den letzten Tagen nicht wohlfühlten. Dr. Ram verordnete einige
Medikamente und wird morgen weitere Untersuchungen vornehmen.
Viele Menschen verlieren Ihren
Job durch die momentane Krise
300 Dorfbewohner aus Namosi
verloren heute ihren Job.
Die Firma Sandolars Ltd., die Kokosnußölseife und -lotion herstellt
und exportiert, mußte diese heute, aufgrund der Sanktionen entlassen.
Das Gleiche gilt auch für viele andere Firmen in Fidschi.
Diese Firmen informierten ihre Mitarbeiter, daß sei während der
andauernden Krise nicht länger benötigt würden. Es kann davon ausgegangen
werden, daß weitere Mitarbeiter von anderen Firmen von Entlassungen
bedroht sind.
Ein Kommentar von uns:
Leider sind immer die die Leidtragenden, die am Wenigsten zu dieser
Situation beigetragen haben.
Kidnapper George Speight brüstet sich damit, dies alles für und
im Namen der einheimischen Bevölkerung zu tun. Welchen Schaden
er mit seiner Aktion Fidschi und der Bevölkerung, die er ja angeblich
vertritt, damit anrichtet, scheint ihm absolut nicht klar zu sein.
Speight: „Freilassung
der Geiseln noch vor Tagung des BLV”
Es besteht die Möglichkeit,
daß die von George Speight und seiner Gruppe gefangen
gehaltenen Geiseln noch an diesem Wochenende freigelassen
werden.
Speight sagte Reportern von FM96, im Parlamentkomplex, heute morgen,
daß er bereit außerdem bereit sei, die Waffen niederzulegen, wenn
sich das Militär aus den landesweiten Checkpoints zurückzieht.
Diese Vereinbarung wurde zwischen ihm und dem Armee-Kommandant
Commodore, Frank Bainimarama, bei ihrem Treffen in der letzten
Nacht getroffen.
Allerdings sagte Speight, habe er seine Chiefs zu informieren,
bevor irgendeine dieser Entscheidungen erfüllt werden kann.
Versuche dieses von der RFMF bestätigt zu bekommen, blieben erfolglos.
Beide Parteien erwarten, daß sie ihre Vorschläge dem BLV am Montag übergeben
können, wenn dieser über das weitere Schicksal der Fidschianischen
Regierung entscheiden wollen.