Wir waren heute
in Suva Einkaufen - hier unsere eigenen Eindrücke und ein paar Fotos,
die wir während der Fahrt gemacht haben (deshalb teilweise etwa
unscharf):
Die
Stimmung ist etwas bedrückend, man sieht einiges an Militärkontrollen,
aber ansonsten läuft das Tagesgeschehen ganz normal ab.
Der Verkehr wird
durch das Militär geregelt und man muß schon einmal etwas warten.
Der Großteil der Geschäfte hat geöffnet und
auf dem Markt herrscht reger Betrieb.
Man sieht noch die Schäden, die angerichtet wurden, aber in Deutschland
ist ja genauso, keine Demo oder kein Marsch gehen spurlos an einer
Stadt vorbei. Die Aktion kann noch so friedlich sein, es gibt immer
Idioten, die Schaden anrichten müssen.
Bis kurz vor Suva war gar keine Änderung zu bemerken - alles wie
immer.
Und Einschränkungen in Sachen Lebensmittel etc. gibt es gar nicht,
die Regale waren voll und alles frisch.
Wir sind ganz froh, daß wir
uns nun selber alles angesehen haben, es aus unserer Sicht weitergeben
können.
Ein fast normaler Freitag Nachmittag
in Suva.
Auch TV-Teams versuchen die Eindrücke
einzufangen, hier an einem der Checkpoints.
Freitag: 02.06.2000 11:00 Uhr
Bis zur Stunde gibt es keine weiteren Neuigkeiten.
Ein weiteres Treffen der Chiefs ist für Montag, den 05.06.2000, angesetzt.
Freitag: 02.06.2000 0:30 Uhr
Am gestrigen Tag hat sich nicht besonders viel
ereignet:
Die erste Runde zwischen Speight und der Delegation
des Militärs, geführt von Armee-Kommandant Commodore, Frank
Bainimarama, wurde gegen 21:00 Uhr im Republic-Fijian-Military-Force-Hauptquartier
(RFMF) in Nabua beendet.
Nach Aussagen des Militärsprechers, Ratu Eroni Volavola, sei ein
großer Durchbruch innerhalb der Gespräche erreicht worden. Weiterhin
sagte er, nach Beendigung des Meetings schüttelte man sich die
Hände. Ratu Eroni Volavola teilte mit, daß George Speight und Frank
Bainimarama Ihre Gespräche fortsetzen werden. Diese neuen Gespräche
finden unter vier Augen statt.
Sie würden sich auf die Freilassung der Geiseln und die Rückgabe
aller Waffen aus dem Parlamentskomplex konzentrieren.
Ratu Eroni Volavola sagte beide Parteien erwarten Fortschritte
in Sachen Geiselbefreiung in den nächsten 36 Stunden.
Eine Delegation des Great Council der Chiefs,
bestehend aus:
Adi Litia Cakobau, Ratu Epeli Kanaimawai, Ratu Tevita Bolobolo
und Ratu Aca Soqosoqo waren Teilnehmer der Gespräche.
Nach Aussage des Arztes, des ehemaligen Premier-Ministers
Mahendra Chaudhry, der heute zur Untersuchung im Regierungsgebäude
war, geht es den Geiseln den Umständen entsprechend gut.
Mittwoch: 31.05.2000 23:00 Uhr
Zusammenfassung der Ereignisse des heutigen Tages:
In der Hauptstadt ist es ruhig und es kam entgegen
einiger Gerüchte zu keinen weiteren Zwischenfällen.
Außerdem ließ Armee-Kommandant Commodore, Frank
Bainimarama, verlauten, daß die neue Interims-Militär-Regierung
erst nach Beruhigung der Lage bekannt gegeben und vereidigt wird.
Die Verhandlungen zwischen dem Militär und
Speights Männern geht weiter - auch morgen. Speight ist mit den
gemachten Vorschlägen des Militärs nicht einverstanden. Außerdem
fordert er weiterhin eine einflußreiche Rolle in der neuen Interims-Regierung,
um die neue Verfassung im Sinne einer Vormachtsstellung für Fidschianer
zu beeinflußen.
Britanniens Außenminister, Robin Cook und der Commonwealth begrüßen
die Änderung, die Recht und Ordnung wieder herstellen soll. Ebenso
wird die Übernahme durch das Militär begrüßt.
Eine der Geiseln, Adi Ema Tagicakibau, wurde heute für die Zeit
einer Beerdigung, unter Aufsicht des Miltärs, vorübergehend entlassen.
Dienstag: 30.05.2000 23:45 Uhr
In Suva ist es ruhig. Die Ausgangssperre wie
gehabt in ganz Fidschi von 20:00 bis 05:00 Uhr. Die einzelnen Firmen
rufen Ihre Mitarbeiter per Radio auf morgen wie gewohnt zur Arbeit
zu erscheinen.
Die Verhandlungen zwischen der Delegation des
Militärs und Speights Männern dauern an.
Um 22:50 Uhr wurde das laufende Radioprogramm
für folgende Meldung unterbrochen:
"Die Geiseln (der ehemalige Premier-Minister Mahendra Chaudhry und sein
ehemaliges Kabinett) werden noch heute Nacht freigelassen. Dieses wurde von einem
der Männer Speights bestätigt."
Ungefähr 5 Minuten später wurde diese Meldung
im Rahmen der aktuellen Nachrichten widerrufen. Es gäbe vor Verhandlungsabschluß und
einer endgültigen Lösung keine Freilassungen. George Speight zeigte
sich nicht begeistert von der Aussage einer seiner Männer.
Der Fernsehsender ist heute wieder in Betrieb
genommen worden, soweit es die nicht zerstörten Geräte zuließen.
Dienstag: 30.05.2000 14:30 Uhr
13:25 Uhr:
Vier von Speights Anhängern
verhaftet
Heute teilte Speight in einer Pressekonferenz
mit, daß am heutigen Morgen 4 seiner Leute im Rahmen der Ausgangssperre
verhaftet wurden. Sie wurden geschlagen und einer von ihnen wurde
verletzt ins Krankenhaus eingeliefert - es wird keine Angabe gemacht,
um welchen der Männer es sich hierbei handelt.
Die Polizei bestätigt Speights Männer aufgehalten
zu haben.
Bisher wurde noch kein Wort über die Freilassung
der Geiseln geäußert und mittlerweile angefangenen Verhandlungen
zwischen Speight und dem Militär dauern an.
13:15 Uhr:
Der Außenminister Australiens,
Alexander Downer, beschreibt die Befreiung der Geiseln als kritische
Phase.
George Speight wurde von der Einwanderungsbehörde
Australiens sein Langzeit-Visum entzogen, um ihn international
zu isolieren.
11:50 Uhr:
Noch ist unklar wann die
Geiseln freikommen werden, man hofft jedoch in den nächsten 24
Stunden.
Es soll auch Speight und 6 seiner Männer Immunität
gewährt werden. Sobald wir vom Radiosender dahingehend Neuigkeiten
haben, werden wir diese hier veröffentlichen.
05:50 Uhr:
Die tägliche
Ausgangssperre wurde wieder aufgehoben und gilt nun wieder von
abends 20:00 Uhr bis morgens 07:00 Uhr, damit die Menschen ihrer
Arbeit nachgehen können.
02:30 Uhr:
Speight begrüßt die Übernahme durch
das Militär
Später am heutigen Tag soll ein Treffen Speights
mit der Militärregierung stattfinden und die Geiseln sollen bald
freigelassen werden.
Armee-Kommandant Commodore, Frank Bainimarama,
der nun die Kontrolle über das Land hat, sagt, es sei der beste
Weg aus dieser aussichtslosen Situation, da es dem Großen Rat der
Oberhäupter (BLV) nicht möglich sei eine Lösung zu finden.
Montag: 29.05.2000 23:40 Uhr
Schon wieder wurde die militärische
Ausgangssperre korrigiert. Entgegen der vorherigen Meldung gilt
die Ausgangssperre nun doch für ganz
Fidschi und für 24 Stunden mit täglicher Erneuerung.
Montag: 29.05.2000 23:20 Uhr
So eben wurde im Radio eine
Korrektur der verhängten militärischen Ausgangssperre vorgenommen:
In Anlehnung an eine Pressekonferenz des Armee-Kommandant Commodore, Frank
Bainimarama, am heutigen Abend, wurde die Ausgangssperre nun wieder
auf den Bereich Suva und Umgebung
eingegrenzt. Beginnend am heutigen abend um 18:00 Uhr bis Dienstag
abend 18:00 Uhr und sie soll täglich fortgesetzt werden.
Montag: 29.05.2000 21:00 Uhr
Australier, die sich zur Zeit in Fidschi aufhalten,
werden von der Australischen Regierung aufgefordert, das Land unverzüglich
zu verlassen.
Um 18:30 Uhr wurde eine Ausgangssperre für
die nächsten 48 Stunden verhängt, beginnend um 18:00 Uhr. Diese
wurde um kurz nach 19:00 Uhr auf 20:00 Uhr verschoben, mit der
Begründung, daß die wenigsten Personen davon wußten, und gilt somit
bis Mittwoch Abend 20:00 Uhr. Diese militärische Ausgangssperre
erstreckt dieses Mal über das ganze Land und nicht nur auf Suva
und Umgebung.
Des Weiteren wurden Deutsche Touristen per
Radioaufruf aufgefordert sich bei dem Deutschen Honorarkonsul Daryl
Tarte registrieren zu lassen.
Aus diesem Grund haben wir mit Mr. Tarte telefonisch
Kontakt aufgenommen. Es bestünde keine Gefahr für Touristen, die
internationalen Flüge gehen alle wie geplant und trotz der allgemeinen
Ausgangssperre gäbe es keinerlei Probleme für Leute, deren Abreise
in den nächsten zwei Tagen bevorsteht.
Laut Radio hat das bewaffnete Militär nun komplett
die unbewaffnete Polizei abgelöst und das Land unter Kontrolle.
Es werden im gesamten Land Kontrollgänge vom Militär gemacht um
sicher zu gehen, daß niemand auf den Straßen ist. Die Fidschianische
Marine ist ebenfalls in diese Aktion integriert und bewacht den
Hafen.
Tourunternehmen, die für den Transport der
Touristen zuständig sind, bekommen spezielle Ausweise zur Beförderung.
Das Personal der Krankenhäuser wird in Schichten
eingeteilt, um eine medizinische Versorgung rund um die Uhr zu
gewährleisten. Alle Krankenhäuser hätten genug medizinische Vorräte
für die nächsten 48 Stunden. Vom Militär und der Polizei stehen
Fahrzeuge für Notfälle bereit.
Aus eigener Quelle:
Soeben telefonierten mit zur Zeit anwesenden Gästen. Diese fühlen
sich in keinster Weise von den derzeitigen Problemen eingeschränkt
und genießen weiterhin Ihren Urlaub.
Zusammenfassung
der heutigen Meldungen:
22:30 Uhr: Erklärung des Kriegsrechts:
Nach dem Rücktritt des Präsidenten, Ratu
Sir Kamisese Mara, wurde mit sofortiger Wirkung das Kriegsrecht
in Fidschi ausgerufen.
Während einer abendlichen Pressekonferenz
verkündet Armee-Kommandant Commodore, Frank Bainimarama,
den Rücktritt von Präsident Mara und das das Militär die Kontrolle über
das Land übernommen hat. Es sagte mit Bedauern, daß er nun die
Führung von Fidschi übernommen habe und die Nation von einer
Militärregierung geleitet wird.
Außerdem rief er eine 24 stündige Ausgangssperre in der Hauptstadt
aus, welche täglich um 18:00 Uhr erneuert wird.
Weiterhin untersagte er sämtlichen Verkehr zum und vom parlamentarischen
Komplex, wo die Geiselnahme andauert. Ausnahmen gelten nur für
lebensnotwendige Versorgungen.
Bainimarama beantwortete keine Fragen der
Presse.
Diese Ankündigung kam nach der Verordnung
einer 48 stündigen Ausgangssperre am späten Montag nachmittag.
An diesem Tag wurde erwartet, daß der ehemalige Präsident, Ratu
Sir Kamisese Mara einen Interims Premier-Minister ernennt, nachdem
er das amtierende Kabinett abgesetzt hat, von dem die Meisten im
Regierungsgebäude in Suva gefangen gehalten werden.
Präsident Mara verhandelte mehr als eine
Woche mit George Speight und seinen Anhängern, welche das ehemalige
Kabinett mit Waffengewalt am Freitag, den 19. Mai 2000, in Geiselhaft
genommen hatten. In Folge dieser Ereignisse kam es in Suva zu
einem Ausbruch der Gewalt und Plünderungen. Seitdem forderte
Speight unnachgiebig den Rücktritt des Präsidenten, die Aussetzung
der aktuellen Verfassung und Amnestie für sich und seine Männer.
Nach Verkündigung des Kriegsrecht steht Bainimarama
nun vor der schwierigen Aufgabe, Recht und Ordnung wieder herzustellen.
16:05 Uhr:
Ein geplanter Marsch vom Government
House zum Parlamentkomplex wurde abgesagt.
Einer von George Speights Anhängern, Ratu Timoci Silatolu, teilte
mit, daß die Zivilisten im Parlamentsgebäude über diese Entscheidung
unterrichtet wurden.
Es sind keine Journalisten mehr im Veiuto
Komplex und es ist ruhig. Die Polizei fordert die Bevölkerung
auf nach Hause zu bleiben und die Straßen der Hauptstadt meiden.
Die gestrige Attacke auf den Fernsehsender
Fiji1 wurde von der PINA (Pacific Island News Association) verurteilt.
Attacken dieser Art schränken das Recht der Bevölkerung von Fidschi
ein, alle nötigen Informationen zu erhalten. Durch das Fehlen
freier Massenmedien ist die Bevölkerung auf Gerüchte oder das "Kokosnuß-Radio" angewiesen.
13:25 Uhr:
Durch die momentan vorherrschende
Situation bleiben die Schulen und Ausbildungsstätten für eine
weitere Woche geschlossen.
12:35 Uhr:
Der Präsident Ratu Sir Kamisese
Mara versucht mit dem Premier-Minister Mahendra Chaudhry zu sprechen,
wird aber nicht vorgelassen.
Dieses Gespräch ist nötig, um Mr. Chaudhrys Zustimmung zur Auflösung
des Kabinetts zu bekommen. Aufgrund der Unerreichbarkeit muß der
Präsident nach einer anderen Lösung suchen. Nach § 106 der Verfassung
ist der Präsident ermächtigt einen Minister zu ernennen, der die
Vertretung für einen anderen Minister (inkl. Premier-Minister) übernehmen
kann. Dies gilt für den gesamten Zeitraum, in der der Minister
nicht in der Lage ist seinen Aufgaben und Pflichten nachzukommen.
Nach Rücksprache mit dem Vize-Präsidenten Ratu Josefa Iloilo wurde
der Minister für Arbeit, Industrielle Verbindungen und Einwanderung,
Tevita Momoedonu, zum stellvertretenden
Interims-Premierminister ernannt.
12:20 Uhr:
Die Australischen Gewerkschaften
beschließen einen Handelsboykott, der ab morgen (Dienstag) Mittag
mit vollen Auswirkungen zum Tragen kommt.
Die Neuseeländischen Gewerkschaften werden wahrscheinlich folgen.
Dieser Boykott, der Reisen, Fracht und Post beinhaltet begann gestern
Mittag und wird innerhalb 48 Stunden realisiert sein.
Außer der Transportunterbrechung von verschiedenen Gütern zwischen
Australien und Fidschi wird dieser Boykott den Tourismus durch
Flugstornierungen, nach und von Fidschi, empfindlich treffen.
Weitere Gewerkschaften wollen sich diesem
Boykott anschließen.
Außerdem wird die Australische Einwanderungsbehörde
gebeten die Einreisebestimmungen für Personen, die dem Rassismus
und der Diskriminierung in Fidschi entkommen wollen, zu erleichtern.
Von heute an wollen die Gewerkschaften Streikposten
außerhalb der Fidschianischen High Commission in Canberra aufstellen,
die für eine Wegänderung der Olympischen Fackel sowie den
Ausschluß Fidschis aus dem Commonwealth demonstrieren sollen.
Ebenso erwägt die New Zealand Rugby Union
ihre Möglichkeiten zu einer Zulassung Fidschianischer Teams.
ACTU Präsidentin Sharan Burrow sagte, daß sie
hofft, daß diese Aktionen die Wiederherstellung der Demokratie
in Fidschi unterstützen werden.
08:00 Uhr: 2 Tote als der Mob die Fernsehstation
Fiji1 zerstört
Zwei Menschen mußten sterben als gestern
abend eine Gruppe aufständischer Jugendlicher in Suva zusammenläuft.
Ein Polizist wurde erschossen und ein Sicherheitsmann erhielt eine
Herzinfarkt, beide waren bei Ankunft im Krankenhaus bereits verstorben.
Diese Gruppe von ungefähr 60 Jugendlichen zerstörten die komplette
Ausrüstung des Fernsehsender Fidschis, wobei aber keine Angestellten
verletzt wurden.
Außerhalb des Regierungsgebäudes, hinter
dem Wohnhaus des Premier-Ministers, wurden ebenfalls Schüsse
gehört - es gab keine Verletzten.
Nationale und Internationale Presse wurde
gestern, um sie vor Aufständischen zu schützen, im Parlamentsgebäude
festgehalten und heute morgen wieder entlassen.
Montag: 29.05.2000 17:00 Uhr
Aktuell:
Die Präsentation der Olympischen
Fackel, auf Fidschianischem Boden, wurde so gerade eben von dem
Olympischen Komitee in Australien (Sydney) abgesagt. Dieses wird
noch heute in der Presse bekannt gegeben.
Montag: 29.05.2000 16:00 Uhr
Zusammenfassung vom Sonntag, 28.05.2000:
16:45 Uhr:
Einer von Speights Männern wurde
in Nausori verhaftet
Einer von Speights Männern wurde heute in Nausori
verhaftet. Er fuhr zwei weitere Anhänger Speights in einem Regierungsfahrzeug
umher. Einer der Passagiere war mit einer Feuerwaffe bewaffnet
und beide Mitfahrenden konnten entkommen. Die Polizei ersucht die Öffentlichkeit
um Informationen.
14:15 Uhr:
Die Freiheit Fidschis wird gefangen
gehalten
Von bewaffneten Banditen wird die Freiheit
Fidschis gefangen gehalten, sie wollen der Nation und den Menschen
einen Kurs diktieren.
Von einer größeren Menschenmenge, die sich
im und um das Parlamentsgebäude versammelt hat, unterstützt, hält
der bankrotte Geschäftsmann George Speight weiter den Premier-Minister
und einige Kabinettsmitglieder gefangen. Angesichts der Entscheidungen
des Präsidenten, Ratu Sir Kamisese Mara, vom vergangenen Freitag
ist es für Fidschi die Hölle. Um einen klaren Weg zu finden sind
der amtierende Premier-Minister und sein Kabinett suspendiert
worden.
Der Präsident gab deutlich
zu verstehen, daß es ihm klar ist, daß das alles eine Tragödie
für die Nation Fidschi bedeutet und es vielleicht zu einem
ausgestoßenen, von der Welt isolierten und mit Sanktionen
versehenen Staat macht. Aber er hätte keine andere Wahl,
da Speight seine Aktion fortsetzt und es dabei unter Umständen
um Leben und Tod von mehr als 20 Geiseln geht.
Viele Bewohner Suvas zogt es über das Wochenende,
mit anschließendem Feiertag (Ratu Sukuna Day - ein Gedenken an
einen der einheimischen Chiefs der zum Staatsmann wurde und als
Vater der Demokratie Fidschis gesehen wird) am heutigen Montag
in die westliche Region der Insel Vanua Levu.
13:35 Uhr:
Die Sicherheitsvorkehrungen am
Flughafen in Nadi wurden drastisch erhöht!
Um die Sicherheit zu erhöhen wurden in Nadi
3 Röntgenstrahlen-Geräte zur Kontrolle des Gepäcks installiert.
Airports Fiji Limited Manager, Norman Yee ,
sagte, daß diese Geräte dem Flughafen geschenkt wurden. Sie kamen
am Donnerstag, vergangener Woche, an und waren bereits am Freitag
in Betrieb.
Zwei Neuseeländer des Luftfahrtsicherheitsdienstes haben die Guardforce
Offiziere in Nutzung der Geräte eingewiesen. Die Geräte sollen
höhere Sicherheit für ein- und ausgehendes Gepäck gewährleisten.
13:30
Uhr:
Hoffnungen auf blühenden Tourismus wurden
zerschlagen
Die Hoffnungen der Fidschianischen Tourismus-Industrie,
seine größte Einnahmequelle zu erhalten, wurde am Freitag von der
Australischen Regierung je zerschlagen. Man rät von Reisen nach
Fidschi ab!
Diesem Aufruf Australiens folgten alle Länder,
die den Tourismus in Fidschi bis jetzt förderten, so auch Neuseeland,
Groß Britannien, USA und Japan. Alle Reise-Agenturen haben die
Pflicht Ihre Kunden über die Anweisungen der jeweiligen Regierungen
und die Situation in Fidschi aufzuklären.
Der FHA Präsident, Hafiz Khan, daß die Ankunft
von Touristen schon beträchtlich geschrumpft ist, was in der Tourismus-Industrie
für große Probleme sorgt. Durch die Anordnung der Australischen
Regierung, wird die Tourismus-Industrie innerhalb der nächsten
Tage zum Stillstand gelangen.
Es wird keine Versicherungen geben für Leute die trotzdem reisen
wollen. Touristen, die bereist unterwegs sind, haben noch den Schutz
dieser Versicherungen.
Mr. Khan sagt ebenfalls, daß große Gruppen
von Touristen, die sonst zu dieser Jahreszeit kommen, bereits storniert
haben.
13:20 Uhr:
In Labasa (Vanua Levu) wird ein Taxi-Fahrer
ermordet aufgefunden, was aber nichts mit der derzeitigen Situation
hier in Fidschi zusammenhängt - wird berichtet.
13:15 Uhr:
Es gibt keine weiteren Entwicklung.
Um das Parlament und in Suva ist es ruhig.
Premier-Minister Mahendra Chaudhry und die
restlichen Kabinettsmitglieder befinden sich weiterhin in Geiselhaft
von Speight und seinen Männern. Für den den Nachmittag ist ein
weiteres Treffen von Speights Gruppe und den Delegierten des BLV
angedacht.
Der Australische Außenminister Alexander Downer
beschreibt den gestrigen Schußwechsel, wobei ein Englischer Kameramann
und zwei Soldaten verletzt wurden als zerstörend. Er meint, daß der
Schußwechsel zwischen dem Militär und der Gruppe Speights keine
Voraussetzung für eine friedliche und verfassungsgerechte Lösung
des Geiseldramas sein.
Morgen trifft sich das Olympische Komitee Fidschis
um zu entscheiden, ob die Olympische Flamme doch noch vom Flughafen
in Nausori, nahe Suva, zum Nationalen Stadion gebracht werden soll.
Geplant war diese Zeremonie der Fackelübergabe in Fidschi für Samstag,
den 3. Juni, aufgrund der Krise hängt das Ganze nun in der Schwebe.
Wie auch immer, die Fiji Association of Sports
und der Präsident des nationalen Komitees, Robert Mitchell, sagen,
daß am Freitag, 02.06.00, das Sydney Organising Committee erwartet
wird.