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Seite 2 (29.05. - 02.06.2000):
 
Freitag: 02.06.2000 21:00 Uhr Wir waren heute in Suva Einkaufen - hier unsere eigenen Eindrücke und ein paar Fotos, die wir während der Fahrt gemacht haben (deshalb teilweise etwa unscharf):
  Checkpoint





Die Stimmung ist etwas bedrückend, man sieht einiges an Militärkontrollen, aber ansonsten läuft das Tagesgeschehen ganz normal ab. 
Verkehrsregelung durch das Militär
Der Verkehr wird durch das Militär geregelt und man muß schon einmal etwas warten.
Auf Anweisungen warten
Der Großteil der Geschäfte hat geöffnet und auf dem Markt herrscht reger Betrieb.
Straßenmarkt

Man sieht noch die Schäden, die angerichtet wurden, aber in Deutschland ist ja genauso, keine Demo oder kein Marsch gehen spurlos an einer Stadt vorbei. Die Aktion kann noch so friedlich sein, es gibt immer Idioten, die Schaden anrichten müssen.
Bis kurz vor Suva war gar keine Änderung zu bemerken - alles wie immer.
Und Einschränkungen in Sachen Lebensmittel etc. gibt es gar nicht, die Regale waren voll und alles frisch.

Wir sind ganz froh, daß wir uns nun selber alles angesehen haben, es aus unserer Sicht weitergeben können.

reger BetriebVerkehr fast normal













Ein fast normaler Freitag Nachmittag in Suva.

TV-Team




Auch TV-Teams versuchen die Eindrücke einzufangen, hier an einem der Checkpoints.


Freitag: 02.06.2000 11:00 Uhr
Bis zur Stunde gibt es keine weiteren Neuigkeiten.
Ein weiteres Treffen der Chiefs ist für Montag, den 05.06.2000,  angesetzt.

Freitag: 02.06.2000 0:30 Uhr Am gestrigen Tag hat sich nicht besonders viel ereignet:

Die erste Runde zwischen Speight und der Delegation des Militärs, geführt von Armee-Kommandant Commodore,  Frank Bainimarama, wurde gegen 21:00 Uhr im Republic-Fijian-Military-Force-Hauptquartier (RFMF) in Nabua beendet.
Nach Aussagen des Militärsprechers, Ratu Eroni Volavola, sei ein großer Durchbruch innerhalb der Gespräche erreicht worden. Weiterhin sagte er, nach Beendigung des Meetings schüttelte man sich die Hände. Ratu Eroni Volavola teilte mit, daß George Speight und Frank Bainimarama Ihre Gespräche fortsetzen werden. Diese neuen Gespräche finden unter vier Augen statt.
Sie würden sich auf die Freilassung der Geiseln und die Rückgabe aller Waffen aus dem Parlamentskomplex konzentrieren.
Ratu Eroni Volavola sagte beide Parteien erwarten Fortschritte in Sachen Geiselbefreiung in den nächsten 36 Stunden.

Eine Delegation des Great Council der Chiefs, bestehend aus:
Adi Litia Cakobau, Ratu Epeli Kanaimawai, Ratu Tevita Bolobolo und Ratu Aca Soqosoqo waren Teilnehmer der Gespräche.

Nach Aussage des Arztes, des ehemaligen Premier-Ministers Mahendra Chaudhry, der heute zur Untersuchung im Regierungsgebäude war, geht es den Geiseln den Umständen entsprechend gut.

Mittwoch: 31.05.2000 23:00 Uhr Zusammenfassung der Ereignisse des heutigen Tages:

In der Hauptstadt ist es ruhig und es kam entgegen einiger Gerüchte zu keinen weiteren Zwischenfällen.

Außerdem ließ Armee-Kommandant Commodore,  Frank Bainimarama, verlauten, daß die neue Interims-Militär-Regierung erst nach Beruhigung der Lage bekannt gegeben und vereidigt wird.

Die Verhandlungen zwischen dem Militär und Speights Männern geht weiter - auch morgen. Speight ist mit den gemachten Vorschlägen des Militärs nicht einverstanden. Außerdem fordert er weiterhin eine einflußreiche Rolle in der neuen Interims-Regierung, um die neue Verfassung im Sinne einer Vormachtsstellung für Fidschianer zu beeinflußen.

Britanniens Außenminister, Robin Cook und der Commonwealth begrüßen die Änderung, die Recht und Ordnung wieder herstellen soll. Ebenso wird die Übernahme durch das Militär begrüßt.

Eine der Geiseln, Adi Ema Tagicakibau, wurde heute für die Zeit einer Beerdigung, unter Aufsicht des Miltärs, vorübergehend entlassen.

Dienstag: 30.05.2000 23:45 Uhr In Suva ist es ruhig. Die Ausgangssperre wie gehabt in ganz Fidschi von 20:00 bis 05:00 Uhr. Die einzelnen Firmen rufen Ihre Mitarbeiter per Radio auf morgen wie gewohnt zur Arbeit zu erscheinen.

Die Verhandlungen zwischen der Delegation des Militärs und Speights Männern dauern an.

Um 22:50 Uhr wurde das laufende Radioprogramm für folgende Meldung unterbrochen:
"Die Geiseln (der ehemalige Premier-Minister Mahendra Chaudhry und sein ehemaliges Kabinett) werden noch heute Nacht freigelassen. Dieses wurde von einem der Männer Speights bestätigt."

Ungefähr 5 Minuten später wurde diese Meldung im Rahmen der aktuellen Nachrichten widerrufen. Es gäbe vor Verhandlungsabschluß und einer endgültigen Lösung keine Freilassungen. George Speight zeigte sich nicht begeistert von der Aussage einer seiner Männer.

Der Fernsehsender ist heute wieder in Betrieb genommen worden, soweit es die nicht zerstörten Geräte zuließen.

Dienstag: 30.05.2000 14:30 Uhr 13:25 Uhr:
Vier von Speights Anhängern verhaftet


Heute teilte Speight in einer Pressekonferenz mit, daß am heutigen Morgen 4 seiner Leute im Rahmen der Ausgangssperre verhaftet wurden. Sie wurden geschlagen und einer von ihnen wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert - es wird keine Angabe gemacht, um welchen der Männer es sich hierbei handelt.

Die Polizei bestätigt Speights Männer aufgehalten zu haben.

Bisher wurde noch kein Wort über die Freilassung der Geiseln geäußert und mittlerweile angefangenen Verhandlungen zwischen Speight und dem Militär dauern an.

13:15 Uhr:

Der Außenminister Australiens, Alexander Downer, beschreibt die Befreiung der Geiseln als kritische Phase.

George Speight wurde von der Einwanderungsbehörde Australiens sein Langzeit-Visum entzogen, um ihn international zu isolieren.

11:50 Uhr:
Noch ist unklar wann die Geiseln freikommen werden, man hofft jedoch in den nächsten 24 Stunden.

Es soll auch Speight und 6 seiner Männer Immunität gewährt werden. Sobald wir vom Radiosender dahingehend Neuigkeiten haben, werden wir diese hier veröffentlichen.

05:50 Uhr:
Die tägliche Ausgangssperre wurde wieder aufgehoben und gilt nun wieder von abends 20:00 Uhr bis morgens 07:00 Uhr, damit die Menschen ihrer Arbeit nachgehen können.

02:30 Uhr:
Speight begrüßt die Übernahme durch das Militär

Später am heutigen Tag soll ein Treffen Speights mit der Militärregierung stattfinden und die Geiseln sollen bald freigelassen werden.

Armee-Kommandant Commodore,  Frank Bainimarama, der nun die Kontrolle über das Land hat, sagt, es sei der beste Weg aus dieser aussichtslosen Situation, da es dem Großen Rat der Oberhäupter (BLV) nicht möglich sei eine Lösung zu finden.

Montag: 29.05.2000 23:40 Uhr Schon wieder wurde die militärische Ausgangssperre korrigiert. Entgegen der vorherigen Meldung gilt die Ausgangssperre nun doch für ganz Fidschi und für 24 Stunden mit täglicher Erneuerung.


Montag: 29.05.2000 23:20 Uhr So eben wurde im Radio eine Korrektur der verhängten militärischen Ausgangssperre vorgenommen:
In Anlehnung an eine Pressekonferenz des Armee-Kommandant Commodore,  Frank Bainimarama, am heutigen Abend, wurde die Ausgangssperre nun wieder auf den Bereich Suva und Umgebung eingegrenzt. Beginnend am heutigen abend um 18:00 Uhr bis Dienstag abend 18:00 Uhr und sie soll täglich fortgesetzt werden.

Montag: 29.05.2000 21:00 Uhr Australier, die sich zur Zeit in Fidschi aufhalten, werden von der Australischen Regierung aufgefordert, das Land unverzüglich zu verlassen.

Um 18:30 Uhr wurde eine Ausgangssperre für die nächsten 48 Stunden verhängt, beginnend um 18:00 Uhr. Diese wurde um kurz nach 19:00 Uhr auf 20:00 Uhr verschoben, mit der Begründung, daß die wenigsten Personen davon wußten, und gilt somit bis Mittwoch Abend 20:00 Uhr. Diese militärische Ausgangssperre erstreckt dieses Mal über das ganze Land und nicht nur auf Suva und Umgebung.

Des Weiteren wurden Deutsche Touristen per Radioaufruf aufgefordert sich bei dem Deutschen Honorarkonsul Daryl Tarte registrieren zu lassen.

Aus diesem Grund haben wir mit Mr. Tarte telefonisch Kontakt aufgenommen. Es bestünde keine Gefahr für Touristen, die internationalen Flüge gehen alle wie geplant und trotz der allgemeinen Ausgangssperre gäbe es keinerlei Probleme für Leute, deren Abreise in den nächsten zwei Tagen bevorsteht.

Laut Radio hat das bewaffnete Militär nun komplett die unbewaffnete Polizei abgelöst und das Land unter Kontrolle. Es werden im gesamten Land Kontrollgänge vom Militär gemacht um sicher zu gehen, daß niemand auf den Straßen ist. Die Fidschianische Marine ist ebenfalls in diese Aktion integriert und bewacht den Hafen.

Tourunternehmen, die für den Transport der Touristen zuständig sind, bekommen spezielle Ausweise zur Beförderung.

Das Personal der Krankenhäuser wird in Schichten eingeteilt, um eine medizinische Versorgung rund um die Uhr zu gewährleisten. Alle Krankenhäuser hätten genug medizinische Vorräte für die nächsten 48 Stunden. Vom Militär und der Polizei stehen Fahrzeuge für Notfälle bereit.

Aus eigener Quelle:
Soeben telefonierten mit zur Zeit anwesenden Gästen. Diese fühlen sich in keinster Weise von den derzeitigen Problemen eingeschränkt und genießen weiterhin Ihren Urlaub.

  Zusammenfassung der heutigen Meldungen:

22:30 Uhr:
Erklärung des Kriegsrechts:

Ratu Kamisese Mara






Nach dem Rücktritt des Präsidenten, Ratu Sir Kamisese Mara, wurde mit sofortiger Wirkung das Kriegsrecht in Fidschi ausgerufen.



  

Während einer abendlichen Pressekonferenz verkündet Armee-Kommandant Commodore,  Frank Bainimarama, den Rücktritt von Präsident Mara und das das Militär die Kontrolle über das Land übernommen hat. Es sagte mit Bedauern, daß er nun die Führung von Fidschi übernommen habe und die Nation von einer Militärregierung geleitet wird.
Außerdem rief er eine 24 stündige Ausgangssperre in der Hauptstadt aus, welche täglich um 18:00 Uhr erneuert wird.
Weiterhin untersagte er sämtlichen Verkehr zum und vom parlamentarischen Komplex, wo die Geiselnahme andauert. Ausnahmen gelten nur für lebensnotwendige Versorgungen.

Bainimarama beantwortete keine Fragen der Presse.

Diese Ankündigung kam nach der Verordnung einer 48 stündigen Ausgangssperre am späten Montag nachmittag.
An diesem Tag wurde erwartet, daß der ehemalige Präsident, Ratu Sir Kamisese Mara einen Interims Premier-Minister ernennt, nachdem er das amtierende Kabinett abgesetzt hat, von dem die Meisten im Regierungsgebäude in Suva gefangen gehalten werden.

Präsident Mara verhandelte mehr als eine Woche mit George Speight und seinen Anhängern, welche das ehemalige Kabinett mit Waffengewalt am Freitag, den 19. Mai 2000, in Geiselhaft genommen hatten. In Folge dieser Ereignisse kam es in Suva zu einem Ausbruch der Gewalt und Plünderungen. Seitdem forderte Speight unnachgiebig den Rücktritt des Präsidenten, die Aussetzung der aktuellen Verfassung und Amnestie für sich und seine Männer.

Nach Verkündigung des Kriegsrecht steht Bainimarama nun vor der schwierigen Aufgabe, Recht und Ordnung wieder herzustellen.

16:05 Uhr:

Ein geplanter Marsch vom Government House zum Parlamentkomplex wurde abgesagt.
Einer von George Speights Anhängern, Ratu Timoci Silatolu, teilte mit, daß die Zivilisten im Parlamentsgebäude über diese Entscheidung unterrichtet wurden.

Polizei vor dem Parlamentsgebäude


Es sind keine Journalisten mehr im Veiuto Komplex und es ist ruhig. Die Polizei fordert die Bevölkerung auf nach Hause zu bleiben und die Straßen der Hauptstadt meiden.




Die gestrige Attacke auf den Fernsehsender Fiji1 wurde von der PINA (Pacific Island News Association) verurteilt. Attacken dieser Art schränken das Recht der Bevölkerung von Fidschi ein, alle nötigen Informationen zu erhalten. Durch das Fehlen freier Massenmedien ist die Bevölkerung auf Gerüchte oder das "Kokosnuß-Radio" angewiesen.

13:25 Uhr:
Durch die momentan vorherrschende Situation bleiben die Schulen und Ausbildungsstätten für eine weitere Woche geschlossen.

12:35 Uhr:
Der Präsident Ratu Sir Kamisese Mara versucht mit dem Premier-Minister Mahendra Chaudhry zu sprechen, wird aber nicht vorgelassen.
Dieses Gespräch ist nötig, um Mr. Chaudhrys Zustimmung zur Auflösung des Kabinetts zu bekommen. Aufgrund der Unerreichbarkeit muß der Präsident nach einer anderen Lösung suchen. Nach § 106 der Verfassung ist der Präsident ermächtigt einen Minister zu ernennen, der die Vertretung für einen anderen Minister (inkl. Premier-Minister) übernehmen kann. Dies gilt für den gesamten Zeitraum, in der der Minister nicht in der Lage ist seinen Aufgaben und Pflichten nachzukommen. 
Nach Rücksprache mit dem Vize-Präsidenten Ratu Josefa Iloilo wurde der Minister für Arbeit, Industrielle Verbindungen und Einwanderung, Tevita Momoedonu, zum stellvertretenden
Interims-Premierminister ernannt.

12:20 Uhr:
Die Australischen Gewerkschaften beschließen einen Handelsboykott, der ab morgen (Dienstag) Mittag mit vollen Auswirkungen zum Tragen kommt.
Die Neuseeländischen Gewerkschaften werden wahrscheinlich folgen.
Dieser Boykott, der Reisen, Fracht und Post beinhaltet begann gestern Mittag und wird innerhalb 48 Stunden realisiert sein.
Außer der Transportunterbrechung von verschiedenen Gütern zwischen Australien und Fidschi wird dieser Boykott den Tourismus durch Flugstornierungen, nach und von Fidschi, empfindlich treffen.

Weitere Gewerkschaften wollen sich diesem Boykott anschließen.

Außerdem wird die Australische Einwanderungsbehörde gebeten die Einreisebestimmungen für Personen, die dem Rassismus und der Diskriminierung in Fidschi entkommen wollen, zu erleichtern.

Von heute an wollen die Gewerkschaften Streikposten außerhalb der Fidschianischen High Commission in Canberra aufstellen, die  für eine Wegänderung der Olympischen Fackel sowie den Ausschluß Fidschis  aus dem Commonwealth demonstrieren sollen.

Ebenso erwägt die New Zealand Rugby Union ihre Möglichkeiten zu einer Zulassung Fidschianischer Teams.

ACTU Präsidentin Sharan Burrow sagte, daß sie hofft, daß diese Aktionen die Wiederherstellung der Demokratie in Fidschi unterstützen werden.

08:00 Uhr:
2 Tote als der Mob die Fernsehstation Fiji1 zerstört
Zwei Menschen mußten sterben als gestern abend eine Gruppe aufständischer Jugendlicher in Suva zusammenläuft.
Ein Polizist wurde erschossen und ein Sicherheitsmann erhielt eine Herzinfarkt, beide waren bei Ankunft im Krankenhaus bereits verstorben.
Diese Gruppe von ungefähr 60 Jugendlichen zerstörten die komplette Ausrüstung des Fernsehsender Fidschis, wobei aber keine Angestellten verletzt wurden.

Außerhalb des Regierungsgebäudes, hinter dem Wohnhaus des Premier-Ministers, wurden ebenfalls Schüsse gehört - es gab keine Verletzten.

Nationale und Internationale Presse wurde gestern, um sie vor Aufständischen zu schützen, im Parlamentsgebäude festgehalten und heute morgen wieder entlassen.

Montag: 29.05.2000 17:00 Uhr Aktuell:
Die Präsentation der Olympischen Fackel, auf Fidschianischem Boden, wurde so gerade eben von dem Olympischen Komitee in Australien (Sydney) abgesagt. Dieses wird noch heute in der Presse bekannt gegeben.

Montag: 29.05.2000 16:00 Uhr

Zusammenfassung vom Sonntag, 28.05.2000:

16:45 Uhr:
Einer von Speights Männern wurde in Nausori verhaftet

Einer von Speights Männern wurde heute in Nausori verhaftet. Er fuhr zwei weitere Anhänger Speights in einem Regierungsfahrzeug umher. Einer der Passagiere war mit einer Feuerwaffe bewaffnet und beide Mitfahrenden konnten entkommen. Die Polizei ersucht die Öffentlichkeit um Informationen.

14:15 Uhr:
Die Freiheit Fidschis wird gefangen gehalten

Von bewaffneten Banditen wird die Freiheit Fidschis gefangen gehalten, sie wollen der Nation und den Menschen einen Kurs diktieren.

Von einer größeren Menschenmenge, die sich im und um das Parlamentsgebäude versammelt hat, unterstützt, hält der bankrotte Geschäftsmann George Speight weiter den Premier-Minister und einige Kabinettsmitglieder gefangen.
Angesichts der Entscheidungen des Präsidenten, Ratu Sir Kamisese Mara, vom vergangenen Freitag ist es für Fidschi die Hölle. Um einen klaren Weg zu finden sind der amtierende Premier-Minister und sein Kabinett suspendiert worden.
Der Präsident gab deutlich zu verstehen, daß es ihm klar ist, daß das alles eine Tragödie für die Nation Fidschi bedeutet und es vielleicht zu einem ausgestoßenen, von der Welt isolierten und mit Sanktionen versehenen Staat macht. Aber er hätte keine andere Wahl, da Speight seine Aktion fortsetzt und es dabei unter Umständen um Leben und Tod von mehr als 20 Geiseln geht.

Viele Bewohner Suvas zogt es über das Wochenende, mit anschließendem Feiertag (Ratu Sukuna Day - ein Gedenken an einen der einheimischen Chiefs der zum Staatsmann wurde und als Vater der Demokratie Fidschis gesehen wird) am heutigen Montag in die westliche Region der Insel Vanua Levu.

13:35 Uhr:
Die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen in Nadi wurden drastisch erhöht!

Um die Sicherheit zu erhöhen wurden in Nadi 3 Röntgenstrahlen-Geräte zur Kontrolle des Gepäcks installiert.

Airports Fiji Limited Manager, Norman Yee , sagte, daß diese Geräte dem Flughafen geschenkt wurden. Sie kamen am Donnerstag, vergangener Woche, an und waren bereits am Freitag in Betrieb.
Zwei Neuseeländer des Luftfahrtsicherheitsdienstes haben die Guardforce Offiziere in Nutzung der Geräte eingewiesen. Die Geräte sollen höhere Sicherheit für ein- und ausgehendes Gepäck gewährleisten.

13:30 Uhr:
Hoffnungen auf blühenden Tourismus wurden zerschlagen

Die Hoffnungen der Fidschianischen Tourismus-Industrie, seine größte Einnahmequelle zu erhalten, wurde am Freitag von der Australischen Regierung je zerschlagen. Man rät von Reisen nach Fidschi ab!

Diesem Aufruf Australiens folgten alle Länder, die den Tourismus in Fidschi bis jetzt förderten, so auch Neuseeland, Groß Britannien, USA und Japan. Alle Reise-Agenturen haben die Pflicht Ihre Kunden über die Anweisungen der jeweiligen Regierungen und die Situation in Fidschi aufzuklären.

Der FHA Präsident, Hafiz Khan, daß die Ankunft von Touristen schon beträchtlich geschrumpft ist, was in der Tourismus-Industrie für große Probleme sorgt. Durch die Anordnung der Australischen Regierung, wird die Tourismus-Industrie innerhalb der nächsten Tage zum Stillstand gelangen.
Es wird keine Versicherungen geben für Leute die trotzdem reisen wollen. Touristen, die bereist unterwegs sind, haben noch den Schutz dieser Versicherungen.

Mr. Khan sagt ebenfalls, daß große Gruppen von Touristen, die sonst zu dieser Jahreszeit kommen, bereits storniert haben.

13:20 Uhr:
In Labasa (Vanua Levu) wird ein Taxi-Fahrer ermordet aufgefunden, was aber nichts mit der derzeitigen Situation hier in Fidschi zusammenhängt - wird berichtet.

13:15 Uhr:
Es gibt keine weiteren Entwicklung. Um das Parlament und in Suva ist es ruhig.

Premier-Minister Mahendra Chaudhry und die restlichen Kabinettsmitglieder befinden sich weiterhin in Geiselhaft von Speight und seinen Männern. Für den den Nachmittag ist ein weiteres Treffen von Speights Gruppe und den Delegierten des BLV angedacht.

Der Australische Außenminister Alexander Downer beschreibt den gestrigen Schußwechsel, wobei ein Englischer Kameramann und zwei Soldaten verletzt wurden als zerstörend. Er meint, daß der Schußwechsel zwischen dem Militär und der Gruppe Speights keine Voraussetzung für eine friedliche und verfassungsgerechte Lösung des Geiseldramas sein.

Morgen trifft sich das Olympische Komitee Fidschis um zu entscheiden, ob die Olympische Flamme doch noch vom Flughafen in Nausori, nahe Suva, zum Nationalen Stadion gebracht werden soll. Geplant war diese Zeremonie der Fackelübergabe in Fidschi für Samstag, den 3. Juni, aufgrund der Krise hängt das Ganze nun in der Schwebe.

Wie auch immer, die Fiji Association of Sports und der Präsident des nationalen Komitees, Robert Mitchell, sagen, daß am Freitag, 02.06.00, das Sydney Organising Committee erwartet wird.
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