Datum: 02.12.2006 17:15 Uhr (Fiji Time)
Autor: Jürgen Schweinberger
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit Verwunderung habe ich Ihren Artikel "Militärumsturz
bedroht Südseeidyll" über die Lage
hier in Fiji gelesen.
Ich würde von Ihnen gerne wissen, wo Sie die entsprechenden
Informationen bekommen haben und ob diese auch
von Ihnen überprüft wurden.
Richtig ist, es gibt zur Zeit Probleme zwischen der demokratisch
gewählten Regierung und dem Militär.
"Suva - Fidschis Militärchef Frank Bainimarama hat für
morgen einen Putsch angekündigt."
Dies ist nicht richtig, es wurde von Frank Bainimarama gesagt
dass er mit der "Clean up Campaign" beginnen
würde. Mit dem Ablauf der "Deadline" wurde aber
auch gleichzeitig vom Commander angekündigt das am Freitag
keinerlei Aktionen stattfinden würden, dies
war auch gar nicht möglich, weil ein sehr
wichtiges Rugbyspiel !!!!!! zwischen der Armee und der Polizei
am Abend stattfand.
"sollten größere Menschenansammlungen und Kundgebungen"
Es gibt und gab in der letzten Zeit in Fiji keinerlei Demonstrationen
oder Kundgebungen.
"- derzeit decken sich die Bewohner der
Hauptstadt Suva mit Lebensmitteln ein, viele" "
Bankautomaten können wegen des Ansturms kein Geld mehr auszahlen."
Wenn Sie sich ein wenig hier auskennen würden, wüßten Sie,
dass an einem Freitag in Suva sozusagen der Haupt-Einkaufstag
ist und die Menschen sich für das Wochenende eindecken.
Auch ist es völlig normal, auch zu anderen Zeiten, an einem
Freitag Nachmittag an verschiedenen Automaten kein Geld mehr zu bekommen.
Dies hat aber NICHTS mit der derzeitigen Situation zu tun.
"Auch für Touristen wird es ungemütlich."
Ich weiss nicht, warum solche Aussagen nötig sind.
Im Jahr 2000, gerade frisch in Fiji, gab es den Umsturz und
wir hatten mit Regierungsumstürzen nicht gerade
viel Erfahrung, kommen in Deutschland nicht mehr so oft vor.
Während der ganzen Zeit hatten wir Touristen hier und diese
haben zum Teil gar nicht mitbekommen, das es irgendwelche Unruhen gab.
Der beste Fall ist, das wir Gäste an diesem Freitag (2000)
in Suva hatten und diese selbst in unmittelbarer
Umgebung des Parlaments von einem Umsturz nichts mitbekommen haben!!
"50.000 Tourismus-Jobs gefährdet?"
Durch Ihre Berichterstattung werden solche Trends verstärkt.
Ich verstehe das es eine Berichterstattung geben muss, diese
sollte sich aber bitte doch auf wahre Fakten und
nicht auf eine reisserische Berichterstattung stützen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie einiges aus Ihrem Artikel
richtigstellen würden und nicht weiterhin FALSCHE
NEGATIVE Berichterstattung Online veröffentlichen
würden.
Mit freundlichen Grüßen aus Fiji
Juergen Schweinberger
BWT Travel-Office |